Wildern bei der Konkurrenz

Reschke-Ersatz für Brazzo: Schnappt sich Bayern Dortmunds „Superauge“?

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Brazzo Salihamidzic (l.) und Uli Hoeneß brauchen einen Nachfolger für Michael Reschke.

Michael Reschke galt jahrelang als Bayerns Superhirn, nun wechselt der Kaderplaner als Sportvorstand zum VfB Stuttgart. Wer übernimmt jetzt das Scouting? Offenbar sind die Münchner an Dortmunds Mann für Talente dran.

Michael Reschke arbeitete stets im Stillen, je weniger von ihm zu sehen und zu hören war, umso erfolgreicher konnte der Kaderplaner des FC Bayern seine Arbeit verrichten. Doch diese Zeit gehört nun der Vergangenheit an. Reschke hat seinen Posten als Technischer Direktor und Chefscout beim FC Bayern München gekündigt und heuert beim Aufsteiger VfB Stuttgart als neuer Sportvorstand an.

Nach Reschkes Abgang: Salihamidzic braucht einen Scout

Auch wenn es zuletzt hinter verdeckter Hand die ein oder andere Kritik an den Transfers von Reschke gab - Douglas Costa, Medhi Benatia oder auch Kingsley Coman, um ein paar Verpflichtungen zu nennen, die nicht hundertprozentig einschlugen -, so zeichnete der Kaderplaner doch auch für einige Transfers verantwortlich, die den Rekordmeister in den letzten Jahren noch weiter der Konkurrenz enteilen ließen. Auch die zur neuen Saison verpflichteten Niklas Süle, Sebastian Rudy oder Corentin Tolisso gehen auf sein Konto.

Michael Reschke wechselt zum VfB.

Ob Reschke unglücklich war mit der Entscheidung des Vereins, ihm Hasan Salihamidzic als Sportdirektor vor die Nase zu setzen, oder ob er, wie er selbst sagt, eine neue Herausfordrung gesucht hat, sei dahingestellt. Klar ist: Der FC Bayern braucht einen neuen Scouting-Verantwortlichen.

Und wie der kicker in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sollen die Bayern auch schon einen bestimmten Mann ins Auge gefasst haben. Sven Mislintat heißt der Auserkorene, seit über zehn Jahren angestellt bei Bayerns größtem nationalen Konkurrenten Borussia Dortmund. 

Beförderung trotz Streit mit Tuchel

Der 44-Jährige genießt in der Szene einen exzellenten Ruf als Talentejäger, gilt als enger Vertrauter von BVB-Sportdirektor Michael Zorc und war maßgeblich an der erfolgreichen Transferpolitik des Revierklubs in den vergangenen Jahren beteiligt. Unter anderem half er entscheidend bei den Verpflichtungen von Shinji Kagawa, Pierre-Emerick Aubameyang, Raphael Guerreiro und Ousmane Dembele mit. 

National bekannt wurde sein Name in der vergangenen Saison, weil sein Streit mit dem damaligen Borussia-Coach Thomas Tuchel öffentlich wurde. Auf Geheiß von Tuchel durfte Mislintat nicht mehr das BVB-Trainingsgelände betreten. Seinen Stellenwert bei den Dortmunder Verantwortlichen schmälerte das jedoch nicht, sie beförderten den Chefscout im vergangenen Winter zum zum Leiter Profifußball, einer Art Kaderplaner.

Falls der FC Bayern tatsächlich an Dortmunds „Superauge“ dran sein sollte, wäre das für den BVB sicherlich ein harter schlag ins Kontor. 

Video: Glomex

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