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FCB-Trainer Kovac unter Druck? Diese vier Dinge sprechen dafür

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Von: Jonas Austermann

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Kann der FC Bayern unter Niko Kovac am Samstag den Pflichtsieg gegen Union Berlin eintüten?
Kann der FC Bayern unter Niko Kovac am Samstag den Pflichtsieg gegen Union Berlin eintüten? © dpa / Sven Hoppe

Nach dem Sieg in Piräus steht für den FC Bayern das nächste Pflichtprogramm an: Zuhause geht es gegen Aufsteiger Union Berlin. Für Niko Kovac gibt es vier potenzielle Brandherde.

München - Auf keinem Trainerposten in der Bundesliga ist der Druck größer als beim FC Bayern. Vor dem Heimspiel gegen Union Berlin (heute, ab 15.30 Uhr) geht’s an der Säbener Straße wieder besonders stürmisch zu. Niko Kovac – offenbar mit ganz dickem Fell unterwegs – nimmt davon aber keine Notiz. Der Coach von Bayern München erklärte am Freitag: „Ich bin mit meinen Chefs in Kontakt, ich glaube, dass der Sturm eher von draußen hereingeweht wird. Von daher bin ich sehr entspannt.“

Trainerkritik beim FC Bayern? „Es gibt genügend andere Klubs“

Dass die aktuelle Schwächephase den Münchner Coach doch nicht so ganz kalt lässt, zeigte sich an anderer Stelle. Kovac nämlich setzte im Pressestüberl zu einem Plädoyer für die Trainergilde an – und damit letztlich auch für sich selbst. „Ich rede nicht über den FC Bayern. Es gibt genug andere Klubs, bei denen man schon nach acht Spieltagen anfängt, alles infrage zu stellen“, meinte der Kroate. Besonders im Blick hatte er dabei Titelrivale Borussia Dortmund um Lucien Favre. Kovac weiter: „Dass es so schnell auf die Trainer losgeht, ist keine gute Tendenz. Warum passiert alles auf Kosten des Trainers?“

Der 48-Jährige spürt also doch Druck – absolut verständlich. Und er entledigte sich dessen auf Umwegen. Vor dem Spiel gegen Aufsteiger Union Berlin (hier geht‘s zum Live-Ticker) zeigen wir die vier größten Druckstellen von Kovac.

Vor Union-Spiel: FC Bayern München mit vier Problemfeldern

Chefetage: FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatten nach dem dünnen 3:2-Sieg in Piräus klare Kritik geäußert. Die bezieht Kovac – zu Recht – nicht allein auf seine Arbeit. Er meinte zur Rummenigge-Rede auf dem Bankett („Wir spielen mir ein bisschen zu sorglos“): „Wenn von Sorglosigkeit gesprochen wird, weiß man genau, wer damit gemeint ist.“ Antwort: Die Spieler. Wie solche Aussagen in der Kabine des FCB ankommen? Das zeigt sich mit Sicherheit schon gegen Union.

Spielstil: Vor allem das Wie wurde beim deutschen Rekordmeister ganz offen bemängelt, zuletzt auch intern. Die Bayern verbreiten selbst bei ihren Siegen nicht mehr Angst und Schrecken. Kovac: „Die Schwierigkeit in der heutigen Zeit ist, dass man in den Siegen auch noch schöne Spiele erwartet. 

Den Anspruch haben wir an uns selbst auch, aber man kann nicht immer schön spielen. Das schafft keine Mannschaft der Welt.“ Kritische Stimmen würden an dieser Stelle rufen, dass gehobene spielerische Darbietungen in einer gewissen Regelmäßigkeit ja schon ausreichen würden.

Abwehrsorgen: Hinten drückt beim FC Bayern der Schuh! Niklas Süle (Kreuzbandriss) und Lucas Hernandez (Innenbandriss im Sprunggelenk) fallen monatelang aus. Kovac sagt: „Wir haben einige Schwerverletzte, aber wir heulen nicht rum. Wir sind trotzdem optimistisch, dass wir unsere Ziele erreichen werden.“ Dabei müssen jetzt Jerome Boateng, Benjamin Pavard, Aushilfsverteidiger Javi Martinez und Nachwuchsspieler Lars Lukas Mai helfen. 

Generell bedarf es in der Rückwärtsbewegung einer deutlichen Steigerung (zuletzt fünf Partien in Serie mit zwei Gegentreffern). Der Coach: „Es geht einzig und allein um die Bereitschaft. Wir sagen das eine oder andere Mal: ‚Mein Hintermann regelt das schon.’“ Als Grund für die vielen Einschläge hat Kovac „individuelle Fehler“ ausgemacht.

Thomas Müller: Gegen Piräus durfte Thomas Müller mal wieder starten – und gegen Aufsteiger Union? Dazu sagte Kovac nichts. Stattdessen: „Wir werden eine schlagkräftige, frische Truppe am Start haben.“ Letztlich durfte Müller gegen Berlin sogar von Beginn an ran - und äußerte sich nach der Partie mit einem richtungweisenden Statement.

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