US-Amerikaner spielte 2009 in München

„Tollste, was ich bekommen habe“: Donovan benutzt ein FCB-Souvenir aus seiner München-Zeit noch heute

Oft saß Landon Donovan in seiner Zeit bei den Bayern nur auf der Bank.
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Oft saß Landon Donovan in seiner Zeit bei den Bayern nur auf der Bank.

Landon Donovan lief nur siebenmal für den FC Bayern auf. Nun erklärt er sein Scheitern in München und verrät, was ihn bis heute noch an seine Zeit erinnert.

München - Wenn über Transfer-Flops des FC Bayern gesprochen wird, fällt oft der Name des US-Amerikaners Landon Donovan, der im Winter 2009 von Jürgen Klinsmann an die Isar gelotst worden war. Der MLS-Star erklärte kürzlich in einem Interview mit Sport Bild, wieso es in München nicht geklappt hat und wer ihm half, sich in Deutschland zurechtzufinden. Ein Erinnerungsstück aus seiner Zeit beim FC Bayern benutzt der 39-Jährige bis heute noch.

FC Bayern: Ex-Bayern-Assistent half Transfer-Flop Landon Donovan bei erster Station in Deutschland

Auch wenn sein Ruf in Deutschland nicht besonders gut ist, ist Donovan in den USA auch aufgrund seiner 157 Länderspiele und der 57 Tore ein echter Star. Der Offensivspieler kam 1999 als Teenager mit 17 zu Bayer Leverkusen, wo er meist für die zweite Mannschaft in der Oberliga bzw. der Regionalliga auflief. Für die erste Mannschaft kam Donovan auf sieben Bundesliga-Einsätze und zwei in der Champions League. Klinsmann holte Donovan im Januar 2009 als gestandener MLS-Profi bei LA Galaxy, doch schon vorher bemühte sich ein Trainer sehr um ihn.

Peter Hermann war 1999 Co-Trainer in Leverkusen und half Donovan bei der Eingewöhnung und kümmerte sich „rührend“. „Peter hat mich bei der zweiten Mannschaft gefördert, aber auch außerhalb des Platzes Zeit mit mir verbracht. Er hat mich sogar zum Abendessen mit seiner Familie eingeladen“, erzählt Donovan. Hermann arbeitete später insgesamt vier Jahre unter Jupp Heynckes und Niko Kovac Assistent beim FC Bayern.

FC Bayern: Landon Donovan über das Klinsmann-Experiment - „Er wollte sehen, ob ich es beim FC Bayern packe“

Während seiner kurzen Zeit beim FCB zwischen Januar und März 2009 in sieben Partien für den Rekordmeister auf den Platz und erzielte keinen einzigen Treffer. „Es war natürlich nicht einfach, weil ich gerne öfter gespielt hätte. Dass Klinsmann mich unbedingt wollte, war eine große Ehre, weil er in Kalifornien lebt und mich bei Galaxy oft beobachtet hat. Jürgen wollte sehen, ob ich es bei Bayern packe“, erinnert sich Donovan.

Sein Scheitern hing wohl auch mit der sportlichen Krise des ehemaligen Bundestrainers zusammen, wie Donovan erzählt. „Er selbst durchlebte als Trainer damals eine harte Zeit, stand in der Kritik. Das hat es natürlich auch schwer für ihn gemacht, auf mich zu bauen. Insgesamt war die Zeit bei Bayern eine großartige Erfahrung“, so der US-Amerikaner. Besonders im Gedächtnis blieben ihm Franck Ribéry. „Solch außergewöhnliche fußballerische Fähigkeiten hatte ich vorher noch nie gesehen“, adelt ihn der Ex-Profi. Auch Lukas Podolskis Späße in der Kabine sorgen bei ihm heute noch für den ein oder anderen Schmunzler.

FC Bayern: Donovans Erinnerungsstück begleitet ihn bis heute - „Vielleicht wollte Bayern sie ja zurückhaben...“

Bis heute erinnert sich der dreifache US-Fußballer des Jahres bei Temperaturstürzen stets an den FC Bayern. „Aber das Tollste, was ich bei Bayern bekommen habe, ist eine lange Winterjacke. Ich als Kalifornier, der ja warmes Wetter gewohnt ist, hatte zuvor noch nie eine solch dicke Jacke getragen“, meint Donovan. „Vielleicht wollte Bayern sie ja zurückhaben, aber ich habe sie behalten. Wenn ich heutzutage an einem kalten Ort bin, ziehe ich die Jacke immer noch an“, gesteht der heutige Trainer und Sportdirektor. In den USA gründete er den Klubs San Diego Loyal, der derzeit in der zweiten US-Profiliga spielt. (ajr)

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