Kein adäquater Ersatz für Kimmich und Alaba

Kovac-Experiment mit Goretzka: Haben sich die Bayern-Bosse verzockt?

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Leon Goretzka spielte gegen Augsburg hinten links - wohl kein Modell mit Zukunft.

Leon Goretzka wurde gegen den FC Augsburg als Linksverteidiger eingesetzt. Nur ein Experiment von Trainer Niko Kovac oder fehlen dem FC Bayern die Alternativen auf den Außenbahnen?

München - Ausgerechnet im Derby und zur Wiesn-Zeit hat der FC Bayern München in der Bundesliga die ersten Punkte gelassen. Gegen den FC Augsburg kam der deutsche Rekordmeister in der Allianz Arena nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

Cheftrainer Niko Kovac rotierte gegen die „Fuggerstädter“ wieder einmal ordentlich durch, brachte Sandro Wagner, Serge Gnabry, Arjen Robben, Renato Sanches und Javi Martínez von Beginn an, die am vergangenen Samstag gegen Schalke 04 zunächst nur auf der Bank saßen.

Leon Goretzka als Linksverteidiger eingesetzt: „Es war kein gutes Spiel von mir“

Einen völlig neuen Einsatzort hatte sich Kovac am Dienstagabend für Leon Goretzka ausgedacht. Der deutsche Nationalspieler lief als linker Verteidiger auf und war bemüht, den geschonten David Alaba zu vertreten. „Ich fand, dass er das gut gemacht hat“, sagte FCB-Coach Niko Kovac nach der Partie. Goretzka selbst sah das offenbar anders: „Ich war nicht zufrieden. Es ist klar, dass ich nicht den David Alaba machen und eine Flanke mit links nach der anderen reinschlagen kann. Es war kein gutes Spiel von mir.“

Zur Pause beendete Kovac dann das Experiment mit Goretzka, „weil er ein dickes Sprunggelenk hat“, so der 46-Jährige. Goretzka knickte um bei einem Foul in der 13. Spielminute an Augsburgs Andre Hahn, für das der Münchner die Gelbe Karte sah, und verletzte sich dabei. Für ihn kam mit Wiederbeginn David Alaba.

Ist der FC Bayern auf den Außenverteidigerpositionen zu dünn besetzt?

In den englischen Wochen ist der neue Bayern-Trainer aktuell darauf bedacht, all seinen Spielen genügend Einsätze, aber auch Ruhepausen zu geben. Doch speziell auf den Außenverteidigerpositionen ist der FC Bayern nach dem Abgang von Juan Bernat (zu Paris Saint-Germain) und der schweren Verletzung von Rafinha zu dünn besetzt.

Bayern-Trainer Niko Kovac hat aktuell mit Joshua Kimmich und David Alaba nur zwei Außenverteidiger zur Verfügung.

Nicht auszudenken, wenn auch noch die beiden Stammkräfte Joshua Kimmich und David Alaba über einen längeren Zeitraum ausfallen sollten. Kovac müsste dann - wie am Dienstag mit Leon Goretzka geschehen - erneut improvisieren oder einem Jugendspieler die Chance geben. Denn erst im Januar 2019 könnten die Münchner wieder auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Die jetzige Personalsituation in der Abwehr scheint die Klub-Verantwortlichen aber zu beschäftigen. Zuletzt gab es unter anderem Gerüchte um einen möglichen Wechsel des Leipzigers Lukas Klostermann an die Isar. Und auch die Verpflichtung von Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) steht weiter im Raum.

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Lesen Sie auch: Robben äußert nach Remis gegen Augsburg Kritik: „Wir haben es nicht gut gemacht“

sk/dpa/SID

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