Auftrag für Neu-Coach Nagelsmann

Verlängerung mit Coman und Goretzka? Kahn-Statement dürfte Bayern-Fans überraschen

Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München: Er erlaubt sich einen Seitenhieb gegenüber Paris St. Germain.
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Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München: Er erlaubt sich einen Seitenhieb gegenüber Paris St. Germain.

Der FC Bayern startet in die Saison und zwei der Bosse sprechen bei einer Pressekonferenz über die Zukunft. Oliver Kahn erlaubt sich eine Stichelei gegenüber PSG.

München - Seit 1. Juli ist Oliver Kahn* (52) offiziell der neue Vorstandsvorsitzende des FC Bayern*. Der Torwart-Titan startete damit ein halbes Jahr früher als geplant mit der Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge* (63), der auf eigenen Wunsch den Weg vorzeitig frei machte. Am Montag (5. Juli) äußerte sich Kahn gemeinsam mit Präsident Herbert Hainer (67) auf einer virtuellen Pressekonferenz über die Zukunft des Vereins.

FC Bayern: Bosse erwarten von Nagelsmann, dass er Spieler weiter entwickelt

Wieder einmal ein zentrales Thema: die Kaderplanung des FC Bayern in Zeiten der Corona-Pandemie. Während vor allem die englischen Vereine und auch Paris Saint-Germain weiterhin Unsummen in neue Stars investieren, erwartet Kahn nach den Verpflichtungen von Dayot Upamecano (22), Omar Richards (23) und Sven Ulreich (32) keine großen personellen Veränderungen mehr.

Nach tz-Informationen hat der FC Bayern aber noch den Innen- und Rechtsverteidiger-Markt im Blick. „Wir sind total überzeugt von diesem Kader“, betont Kahn und erwähnt dabei auch Profis wie Stürmer Joshua Zirkzee (20/Parma) und Verteidiger Chris Richards (21/Hoffenheim), die von ihren Ausleihen zurückgekehrt sind. Kahn: „Ich habe schon oft erlebt, dass solche Spieler Entwicklungen genommen haben, mit denen man so gar nicht gerechnet hat. Wir erwarten auch von Julian Nagelsmann*, dass es ihm gelingt, diese Spieler weiterzuentwickeln.“

FC Bayern: Boss Oliver Kahn erlaubt sich Spitze gegen PSG

Der Vorstands-Boss sieht die Mannschaft, die dem neuen Trainer zur Verfügung steht, „sehr, sehr gut aufgestellt“. Die Angst, aufgrund des pandemiebedingten Sparkurses den Anschluss an die europäische Spitze zu verlieren, hat Kahn nicht.

„Der FC Bayern hat es immer wieder geschafft, den Wettbewerbsnachteil zu kompensieren, den wir in der Bundesliga aufgrund der niedrigeren TV-Einnahmen haben“, sagt der Vorstands-Boss. „Das ist uns durch diese Siegesfähigkeit, die das Team des FC Bayern auszeichnet, gelungen. Das ist ein Wettbewerbsvorteil, den man nicht so einfach kopieren kann.“

Eine Ansage, mit der Kahn die „Mia san mia“-Mentalität des Rekordmeisters anspricht. Sie steht für: Mega-Selbstvertrauen haben, immer weiter Gas geben, mutig sein, immer an sich glauben. „Auch bei Paris Saint-Germain werden Unsummen investiert. Aber es ist eben nicht gelungen, die Champions League zu gewinnen“, schickt der Ex-Weltklasse-Torwart eine kleine Spitze in Richtung der Scheich-Klubs hinterher. Der FCB habe sich in den letzten Jahrzehnten dadurch ausgezeichnet, dass er „die Balance zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlicher Stabilität unglaublich gut hinbekommen hat“, macht Präsident Hainer klar. „Diesen Weg wird der FC Bayern weitergehen.“

FC Bayern ist nicht bereit, jede Gehaltsforderung zu erfüllen

Vernunft ist auch die Prämisse beim Thema Vertragsverlängerungen. Dass der Verein nicht bereit ist, jede Gehaltsforderung zu erfüllen, machten die Münchner Verantwortlichen rund um Sportvorstand Hasan Salihamidzic* (44) bei David Alaba (29) klar. Nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen wechselte der österreichische Abwehr-Star ablösefrei zu Real Madrid.

Auch die Verhandlungen mit Kingsley Coman (25/Vertrag bis 2022) und Leon Goretzka* (26/Vertrag bis 2023) sollen zuletzt schleppend vorangegangen sein. Kahn dazu: „Top-Spieler wollen entsprechend bezahlt werden. Da sind wir nicht naiv. Wir sind in sehr, sehr guten Gesprächen mit beiden Spielern und ich bin sehr optimistisch.“ Über die Zukunft von Niklas Süle (25/Vertrag bis 2022) sprach er nicht.

Die Fan-Rückkehr in die Allianz Arena war ebenfalls Thema. „Die Gesundheit der Menschen geht natürlich immer vor. Es werden aber zum Bundesliga-Start sicher deutlich mehr als die 1500 Fans, die bei den kommenden Freundschaftsspielen erlaubt sind. Da sind wir im engen Austausch mit den Behörden und den Gesundheitsämtern“, so Hainer. Philipp Kessler - *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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