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Goretzka macht sich unverzichtbar – droht ihm bei der WM trotzdem die Bank?

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Von: Hanna Raif

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Mittelfeld-Star Goretzka beim 2:0 in Hoffenheim: „Hallo, Goretzka ist hier!“
Mittelfeld-Star Goretzka beim 2:0 in Hoffenheim: „Hallo, Goretzka ist hier!“ © Daniel Roland/AFP

Leon Goretzka zeigt sich beim FC Bayern in Topform. Wird er auch in der Nationalelf zur WM in Katar - gemeinsam mit seinem Münchner Mittelfeld-Partner Kimmich - so große Erfolge feiern können?

München – Seinen Rucksack hatte Leon Goretzka auf dem Weg zum Mannschaftsbus nicht nur übergeworfen, sondern akkurat mit einem Gurt vor dem Oberkörper verschlossen. Und einmal, als der Nationalspieler nach dem 2:0 in Hoffenheim einen Satz besonders betonen wollte, musste man fast Angst haben, dass das Verbindungsstück reißt. „Hallo, Goretzka ist hier!“, sagte der 27-Jährige da – und wollte die breite Brust, mit der er aktuell von Spiel zu Spiel geht, auch bildlich unterstreichen. Da ist einer selbstbewusst – nicht nur im Trikot des FC Bayern, sondern auch mit Blick auf die WM.

FC Bayern: Goretzka sieht sich „bei 100 Prozent“

„Bei 100 Prozent“ sieht sich der Nationalspieler rund vier Wochen nach überstandener Corona-Infektion. Die Anschlussfrage „besser geht’s nicht?“ ließ er lieber unkommentiert. Warum Grenzen setzen, wenn die Formkurve stetig nach oben zeigt? In Hoffenheim war Goretzka mal wieder einer der besten Bayern und an beiden Toren beteiligt.

Eine Kimmich-Ecke verlängerte er per Kopf auf den freien Musiala (genauso trainiert: „Da steht er goldrichtig!“), das 2:0 durch Eric Maxim Choupo-Moting leitete er mit starkem Umschaltspiel ein. Vier Assists und drei Tore stehen aus fünf Spielen für ihn in der Statistik, dazu kommen körperliche Präsenz, Leidenschaft und Aggressivität.

FC Bayern: Konkurrenzkampf mit Sabitzer und Gravenbrech hat Goretzka für sich entschieden

Den Konkurrenzkampf mit Marcel Sabitzer und Ryan Gravenberch hat er längst für sich entschieden. Das Duo Joshua Kimmich/Goretzka spielt sich im Klub ein für das Turnier im Wüsten­emirat. Goretzka versucht zwar, „die WM im Kopf noch beiseitezuschieben, weil wir mit Bayern in einer schwierigen Situation gesteckt haben – und das unsere volle Aufmerksamkeit benötigt hat“. Natürlich aber ist ihm klar, dass Hansi Flick die Entwicklung in München verfolgt. „Das Schöne ist ja“, sagte er, „dass das alles Hand in Hand läuft. Es ist im Bewusstsein des Bundestrainers, dass wir im Verein unsere Aufgaben top erfüllen – und damit zwangsläufig gut gewappnet sind für die WM.“

Goretzka denkt an einen Platz in der ersten Elf. Sein Selbstverständnis hat sich – obwohl er die letzten beiden Tests in der Nations League Corona-bedingt verpasst und Ilkay Gündogan seine Sache gut gemacht hat – nicht verändert. Sechs Partien verbleiben bis Katar mit dem FC Bayern. Sind noch ein paar der Art aus Sinsheim dabei, könnte der Brustgurt bald nachgeben. hlr

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