„Wenn ich nach Toren messe...“

Flick fordert nach Final-Doppelpack die Auszeichnung des Bayern-Torjägers - „Warum nicht?“

Weder Messi noch Ronaldo können Robert Lewandowski aktuell das Wasser reichen. Wird der FCB-Stürmer trotz Corona-Krise Weltfußballer?

  • Robert Lewandowski* spielt beim FC Bayern* aktuell eine historische Saison.
  • Coach Hansi Flick bringt ihn nun als „Weltfußballer“ ins Spiel.
  • Die Vergabe des Titels stand wegen Corona bis vor Kurzem noch auf der Kippe.

München - Irgendwann musste es ja mal wer sagen. Derjenige, der das magische Wort aussprach, war – natürlich – Hansi Flick*. Im Anschluss an das Pokalfinale, bei dem Robert Lewandowski* wieder mal einen Doppelpack geschnürt hatte, meinte der Cheftrainer des FC Bayern auf tz*-Nachfrage: „Wenn ich nach Toren messe und man sieht, dass er dieses Jahr in der Bundesliga 34 Buden gemacht hat, dann kann man schon mal darüber nachdenken, einen Spieler aus der Bundesliga zum Weltfußballer zu machen. Wa­rum nicht? Er hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen und ich würde es ihm wünschen.“ Klare Ansage in Richtung der Fußball-Welt: Wählt Lewy zum Weltfußballer!

FC Bayern München:

Seit 2008 hat es lediglich Real Madrids Luka Modric 2018 zustande gebracht, den zwei Weltstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi die Auszeichung zum besten Fußballer des Planeten vor der Nase wegzuschnappen. Wirft man in diesem Jahr einen Blick auf die Torausbeute des 31-jährigen Polen in Diensten des FC Bayern*, so kann es heuer eigentlich keinen anderen Gewinner geben als Lewandowski. 

Der Torjäger hat in sämtlichen Wettbewerben, an denen er in der laufenden Spielzeit teilgenommen hat, die meisten Tore erzielt: In der Bundesliga* hat er sich jüngst mit 34 Treffern (zum insgesamt vierten Mal) die Torjägerkanone gesichert, im DFB-Pokal kürte er sich mit sechs Toren als erster Spieler überhaupt zum fünften Mal zum Torschützenkönig – und in der Champions League führt er das Ranking mit elf Streichen an.

FC Bayern München:

Gut für Lewandowski: Stand die Vergabe des Weltfußballertitels – offiziell FIFA The Best genannt – bis vor Kurzem noch aufgrund des Coronavirus und des damit einhergehenden Saisonabbruchs in vielen Ligen noch auf der Kippe, so hat der Weltverband nun bekannt gegeben, dass die Gala 2020 doch noch stattfinden wird. 

Fakt ist: Weder Messi, noch Ronaldo können aktuell dem Mann das Wasser reichen, der in 43 Saisonspielen bislang 51-mal ins Schwarze getroffen hat. Im Rennen um den Goldenen Schuh, mit dem der beste Torschütze in den europäischen Ligen gewürdigt wird, steht Lewy übrigens auch ganz oben. Schießt Lewangoalski seine Bayern im August also auch noch zum Triple, dürfte Flicks Forderung in Erfüllung gehen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Alexander Hassenstein

Auch interessant

Kommentare