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BVB klagt: „FC Bayern muss uns auch mal entgegen kommen“

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Von: José Carlos Menzel López

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Er nimmt die Bälle, wie sie kommen: Gegen Wolfsburg ballerte Robert Lewandowski am Freitag die Kugel auf Vorlage von Jamal Musiala volley ins Netz. Es war sein 43. Tor im Kalenderjahr 2021 – Bundesliga-Rekord.
Er nimmt die Bälle, wie sie kommen: Gegen Wolfsburg ballerte Robert Lewandowski am Freitag die Kugel auf Vorlage von Jamal Musiala volley ins Netz. © Tobias Hase/dpa

Gewohntes Bild in der Bundesliga: Die Bayern sind der Konkurrenz wieder einmal enteilt.

München - Spannung? Nein, die bringt das Christkind auch in diesem Jahr nicht. Die Bayern waren nach dem 4:0 gegen den VfL Wolfsburg bereits im Weihnachtsurlaub, als die „Konkurrenz“ in der Bundesliga mit dem nächsten Offenbarungseid aufwartete.

Leipzig und Dortmund waren vor Beginn der Saison als jene Mannschaften auserkoren worden, die Bayern München nach neun Jahren der Dominanz mal wieder den Titel streitig machen sollten.

Nun ja, Erstgenannte befinden sich nach einer bemitleidenswerten Pleite in Überzahl gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld auf Tabellenplatz neun, wo die Sachsen bei 21 Punkten Rückstand auf den FCB sogar um die Teilnahme an europäischen Wettbewerben bangen müssen.

FC Bayern: Für den BVB bleibt der Titel mit neun Punkten Rückstand wohl ein Traum

Ganz so düster sieht es beim BVB zwar nicht aus, nach der Niederlage bei der Berliner Hertha und neun Punkten Differenz auf den Erzrivalen dürfte der Titeltraum heuer aber mal wieder genau das bleiben: ein Traum.

„Bei den Ansprüchen und Zielen, die wir haben, ist das schon unbefriedigend“, sagte Dortmunds Cheftrainer Marco Rose, fügte noch an: „Es ist schon wichtig, nicht zu vergessen, dass wir auf Tabellenplatz zwei stehen.“ In der Zwischenzeit scheint Platz zwei ein Erfolg zu sein für alle Mannschaften, die nicht FC Bayern heißen.

Zumal im Falle der Dortmunder Borussia nicht einmal die eigene Leistung schuld an der nicht vorhandenen Konkurrenzfähigkeit zu sein scheint, sondern laut Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die Berliner „Lehmwiese“, die „unwürdig“ gewesen sei und ein schwarz-gelbes Feuerwerk verhindert habe. Der Rasen als Meisterkiller. Sprach der wahre Meister-BVB vor rund einem Jahrzehnt noch auf dem Platz, flüchtet man sich im Westen mittlerweile lediglich in billige Ausflüchte.

An wem sonst als am FC Bayern soll Dortmund gemessen werden?

Das eigene Unvermögen liegt nämlich allem Anschein nach nicht nur in schlechten Platzverhältnissen begründet, sondern auch im Geld. Watzke bei „Bild“ dazu: „Wir können es aktuell anscheinend nicht leisten. Wir wollten dieses Jahr näher rankommen. Das heißt aber auch, die Bayern müssten uns mal ein Stück entgegenkommen. Wenn wir unseren Etat auf Bayerns Niveau erhöhen, glaube ich, sind wir konkurrenzfähig. Aber dann mache ich direkt wieder Gläubigerversammlung.“ Und weiter: „Die Mentalität ist dieses Jahr nicht das Problem. Wir müssen gucken, dass wir an diesem Druck, immer an Bayern gemessen zu werden, nicht kaputt gehen.“

Wenn Dortmund nicht an Bayern gemessen werden soll – an wem denn sonst? Fakt ist: Von 59 Herbstmeistern holten 39 am Ende den Titel. Die Bayern waren an Weihnachten 24 mal ganz oben, wurden in 21 Fällen davon Meister. Die Schale nimmt demzufolge bereits jetzt eine intensive Rot-weiß-Tönung an, die auch Lothar Matthäus wahrnimmt. „Neun Punkte Vorsprung, noch ein Heimspiel gegen Dortmund – ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen anderen Meister gibt“, so der Weltmeister von 1990. „Sie haben Top-Qualitätsspieler, die zugleich Mannschaftsspieler sind“, sagte Matthäus weiter. „Und seit Jahren spielt kein anderer Klub konstant genug, um an Bayern ganz nah dranzubleiben.“ Wer es immer noch nicht verstanden hat: Bochum ist auf Platz zwölf näher an den CL-Plätzen (acht Punkte) als Dortmund an Bayern. Arme Bundesliga.

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