Auch Stefan Effenberg schaltet sich ein

Matthäus, Hamann und Co. ledern über FC Bayern: „Lieber mal die Schnauze halten“

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Dietmar Hamann (l.) und Lothar Matthäus kritisieren den FC Bayern.

Lothar Matthäus hat bei Sky 90 den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß nach der Jahreshauptversammlung scharf kritisiert. Und auch andere Experten lassen sich über den Rekordmeister aus.

München - Beim FC Bayern München brodelt es weiter. Obwohl der deutsche Rekordmeister sich zuletzt mit Siegen über Benfica Lissabon (5:1) und den SV Werder Bremen (2:1) aus seiner sportlichen Krise vorerst befreien konnte, herrscht abseits des Platzes weiter Unruhe. 

Nach der scharfen Fankritik auf der Jahreshauptversammlung, die vor allem Uli Hoeneß traf, hat sich der Bayern-Präsident gegen die Generalabrechnung gewehrt. Und das wiederum ruft die Experten-Runde bei Sky 90 auf den Plan, die das Verhalten des FCB-Bosses und der Führung insgesamt scharf kritisiert. 

Effenberg über FCB-Bosse: Verhalten geht unter die Gürtellinie

Die Verantwortlichen „haben in einer sportlich schwierigen Situation Fehler gemacht. Sie sind nicht mehr so, wie wir sie von früher kennen - überzeugt, selbstbewusst. Sie merken, dass viel Gegenwind kommt und ihr Verhalten geht in den persönlichen Bereich unter die Gürtellinie - wie bei Breitner und Bernat. Das macht man einfach nicht. Das tut dem Verein in einer sportlich schwierigen Situation nicht gut", kritisiert Ex-FCB-Spieler Stefan Effenberg.

Dietmar Hamann hat derweil die mittlerweile fast schon legendäre Pressekonferenz der Bayern-Granden im Oktober - mit der Generalabrechnung gegen die Medien und dem persönlichen Angriff auf Juan Bernat - als Ausgangspunkt für das schlechte Bild, das der FC Bayern derzeit in der Öffentlichkeit abgibt, ausgemacht: „Die PK war die Mutter des Übels. Diese hat die journalistische Landschaft verändert. Sie (die FCB-Bosse, Anm. d. Red.) wurden von allen Medien zerrissen - und das zurecht. Da muss man mal ins stille Kämmerchen gehen, in den Spiegel schauen und reflektieren. Zurückrudern wäre die einzige Möglichkeit gewesen, um das Gesicht zu wahren. Im inneren Kern sind sie sich aber sicher, dass das richtig war, was sie getan haben. Und das erschreckt mich.“

Matthäus ledert los: „Lieber mal die Schnauze halten“

Dieses Verhalten habe sich laut Hamann, der sich immer wieder mit Ratschlägen an den FC Bayern zu Wort meldet, in den letzten Wochen fortgesetzt und seinen Höhepunkt auf der Jahreshauptversammlung der Roten gefunden. Die scharfe Fankritik hatte Uli Hoeneß getroffen, denn bei einem Fanklub-Besuch zeigte er sich gekränkt und wehrte sich. Sky-Experte Lothar Matthäus verwundert derweil die Reaktion des Bayern-Bosses: „Es überrascht mich, dass Hoeneß überrascht war. Er hat auf der PK viele Dinge gesagt, durch die er sich angreifbar gemacht hat. Deshalb kann er doch jetzt nicht überrascht gewesen sein, dass es auf der Jahreshauptversammlung kritische Stimmen gab.“ 

Auch die offensiven Aussagen des Bayern-Präsidenten beim Fanklub sind Matthäus aufgestoßen und er nimmt kein Blatt vor den Mund: „Die Aussagen, die Hoeneß nun bei dem Fanklub-Besuch getätigt hat, sind jetzt schon wieder Gesprächsthema für die nächsten Wochen. Die Medien sind nicht schuld, sondern die Aussagen des FC Bayern. Es wird Zeit, dass man sich zurückhält. Lieber mal die Schnauze halten, gar nichts sagen - auch wenn man sich ungerecht behandelt fühlt“, rät der Rekordnationalspieler. Ob sich die FCB-Granden an den Rat des ehemaligen Bayern-Spielers halten werden, darf indes wohl eher bezweifelt werden. Uli Hoeneß und Lothar Matthäus haben ohnehin lange keine allzu gute Beziehung zueinander gehabt - die Greenkeeper-Affäre stand lange zwischen den beiden.

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sdm

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