Louis geht auf Löw los!

Louis van Gaal hat Jogi Löw die Meinung gesagt
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Louis van Gaal hat Jogi Löw die Meinung gesagt

München - Schluss mit Schongang! Trotz guter Leistungen und Superstimmung: Die Bayern eröffnen wieder die Abteilung Attacke! Der Trainer höchst persönlich legt los, feuert gegen den DFB und die Pläne von Bundes-Jogi!

Schluss mit Schongang! Trotz guter Leistungen und Superstimmung: Die Bayern eröffnen die Abteilung Attacke! Der Trainer höchst persönlich legt los, feuert gegen den DFB und die Pläne von Bundes-Jogi! Kurz vor dem Leistungstest in der kommenden Wochen grantelt der General: „Ich denke, dass das Wahnsinn ist. So etwas darf nicht erlaubt werden!“ Stimmung an der Säbenerstraße – Louis geht auf Löw los!

FC Bayern tönt: Darum werden wir Meister

1. Der Start: Schon nach dem ersten Rückrundenspiel hat der FC Bayern mehr Punkte auf dem Konto als nach den ersten drei Partien in der Vorrunde. Und das soll nur der Anfang gewesen sein. „In der Hinrunde hatten wir nach drei Spielen zwei Punkte und nach fünf Spielen acht. Jetzt müssen wir mehr haben. Dann haben wir einen guten Schritt gemacht“, sagte Mark van Bommel. © fcbayern.de/dpa
1. Der Start: Der Kapitän weiß aber auch, dass das Auftaktprogramm des Rekordmeisters happig ist. Bremen, Mainz, Wolfsburg und Dortmund heißen die nächsten Gegner. „Diese Spiele geben die Richtung vor“, meinte Van Bommel. © fcbayern.de/dpa
2. Die Spielweise: Vorne fallen Tore, hinten brennt nichts an - die Serie von sieben Pflichtspielsiegen hintereinander war nicht nur wegen der Ergebnisse überzeugend. Auch wie die Bayern ihre Gegner dominierten, macht zuversichtlich für die kommenden Monate. Ein Einbruch in der Rückrunde wie vor einem Jahr ist daher nicht zu erwarten.  © fcbayern.de/dpa
2. Die Spielweise: „Es ist ein enormer Unterschied, wie wir jetzt spielen. Es ist Struktur da, es ist klar, was wir spielen wollen“, sagte Philipp Lahm. Van Bommel meinte: „Jeder weiß, was er zu tun hat - das ist entscheidend.“ © fcbayern.de/dpa
3. Der Konkurrenzkampf: Nach vier Abgängen in der Winterpause streiten 22 Profis um 11 Plätze, jede Position ist doppelt besetzt und nicht wie zuvor drei- oder sogar vierfach. Die Folge: Jeder Spieler besitzt eine Perspektive. „Ein Spieler, der die Perspektive auf einen Stammplatz verloren hat, lässt unweigerlich in der Trainingsleistung und in seiner Entwicklung nach“, erklärte Christian Nerlinger. © fcbayern.de/dpa
3. Der Konkurrenzkampf: Und: Der Konkurrenzdruck spornt auch die Stammspieler zu Höchstleistungen an. „Die Reservisten kämpfen noch härter und machen es den Stammspielern noch schwerer“, berichtete Van Bommel.   © fcbayern.de/dpa
4. Die Stimmung:„Natürlich haben wir Konkurrenzkampf - aber mit Spaß“, sagte Van Bommel, der den Teamgeist beim FC Bayern gar nicht genug loben konnte: „Das Trainingslager in Dubai hat noch einmal einen Extra-Impuls gegeben. © fcbayern.de/dpa
4. Die Stimmung: Wir haben keinen schlechten Typen im Team, der Ärger macht, wenn er mal nicht spielt. Ich habe es lange nicht erlebt, dass die Stimmung in einer Mannschaft so gut ist.“ Und das sei ein vielleicht entscheidender Trumpf im Titelkampf, betonte der FCB-Kapitän: „Als Mannschaft können wir jeden schlagen.“ © fcbayern.de/dpa
5. Die Verletzungssituation: Franck Ribéry, Arjen Robben, Mark van Bommel, Martin Demichelis, Miroslav Klose, Luca Toni - eine ganze Reihe von Leistungsträgern fiel in der Hinrunde verletzungsbedingt wochen- oder sogar monatelang aus. Jetzt ist das Bayern-Lazarett aber endlich leer. © fcbayern.de/dpa
5. Die Verletzungssituation: Am Samstag in Bremen soll auch Ribéry erstmals seit drei Monaten wieder zum Kader gehören. „Wir haben alle an Bord, es sieht gut aus“, meinte Van Bommel und klopfte auf den Tisch. Toi, toi, toi, dass es so bleibt. © fcbayern.de/dpa
6. Franck Ribéry: Erst die Patellasehne, dann die Zehen, doch jetzt sind Ribérys Verletzungsprobleme ausgestanden. Seit Tagen schon trainiert er mit der Mannschaft, sein Comeback kann er kaum erwarten. In Bremen soll es soweit sein. Zwar werde es dauern, bis der Franzose in die Mannschaft integriert ist, betonte Louis van Gaal. Aber eines ist unbestritten: Mit Ribéry „haben wir noch eine Waffe auf der linken Seite“, wie Lahm sagte. Ribéry links und Robben rechts - in der Hinrunde konnte die Flügelzange des FCB nur in sechs Spielen zupacken. © fcbayern.de/dpa
6. Franck Ribéry: Jetzt hofft Robben, „dass wir die ganze zweite Saisonhälfte zusammenspielen können. Wir haben beide große Lust.“ Dass die Mannschaft mit Ribéry die Balance zwischen Offensive und Defensive verliert, ist laut Van Bommel nicht zu befürchten. „Wir sind als Mannschaft so stark, dass wir das lösen können.“ Mit „Robbéry“, davon ist der Holländer überzeugt, „sind wir fast unschlagbar.“ © fcbayern.de/dpa
7. Der Respekt der Gegner: „Wir haben ein bisschen Angst verbreitet“, meinte Van Gaal nach dem 2:0 zum Rückrundenstart gegen Hoffenheim. Denn der FC Bayern setzte seine Serie, die er vor der Winterpause gestartet hatte, im neuen Jahr fort. Besonders die zweite Halbzeit, in der sich die Mannschaft viele Chancen erarbeitete, machte Eindruck. „Sie zeigen eine Halbzeit lang nichts und dann überrollen sie dich. Das ist halt die Qualität der Bayern“, sagte Hoffenheims Torwart Timo Hildebrand. © fcbayern.de/dpa
7. Der Respekt der Gegner: „Es ist immer schön, wenn ein Gegner das sagt. Das ist ein Zeichen, dass wir richtig gut waren“, meinte Van Bommel. Mario Gomez hatte schon im Trainingslager festgestellt: „Die anderen Teams bringen Bayern wieder einen anderen Respekt entgegen.“ Und das stärke die Brust des FC Bayern zusätzlich. „Jeder Spieler hat wieder das Gefühl: Wir sind wer.“ © fcbayern.de/dpa

Der Coach wirkt geradezu entrüstet. Mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez sowie Miro Klose und Thomas Müller muss er gleich fünf seiner Stars vier Tage lang an den DFB verleihen. Von Sonntagabend an treffen sich die deutschen WM-Hoffnungen in Sindelfingen, um ab Montag auf Herz und Nieren geprüft zu werden. Das geht dem General mächtig an die Leber… Er sagt: „Ich muss auch ein Spiel vorbereiten! Wenn die Nationalmannschaft ein Spiel hat, haben sie auch eine Woche Zeit. Ich nicht!“

Am nächsten Samstag müssen die Bayern gegen Mainz 05 ran. Doch die Trainingswoche muss General van Gaal fast komplett ohne sein Quintett bestreiten – dabei sind bis auf Klose alle Spieler fester Bestandteil seiner ersten Elf! Der Holländer ist verärgert: „Wir bezahlen doch die Spieler!“ Zudem fehlt ihm das grundsätzliche Verständnis für so einen Test. Schließlich „sammeln wir doch die Werte hier“, sagt der Coach – und verweist auf die eigene Leistungsabteilung. Hat er denn darüber nicht mit dem deutschen Bundestrainer gesprochen? „Nein. Ich habe einmal mit ihm gegessen. Aber da war dieser Test noch nicht klar.“ Und der General konnte sich nicht wehren…

Dafür ledert Löw jetzt zurück! Gegenüber dem Sportinformationsdienst sagt der Bundestrainer zur van-Gaal-Kritik: „Wir haben ein WM-Jahr und es liegt im Interesse des gesamten deutschen Fußballs, dass wir unser Team optimal vorbereiten. Deshalb gehe ich davon aus, dass alle Klubvertreter die Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM und während des Turniers in Südafrika unterstützen.“

Auf das Verständnis des Holländers muss er wohl verzichten. Dabei hat van Gaal noch Glück gehabt! Schließlich war auch sein Super-Verteidiger Holger Badstuber im Gespräch für Sindelfingen. Damit wäre das Sechserpack komplett gewesen! Er selbst sieht Bubi Badstuber auf einem guten Weg, auch wenn er sagt: „Das liegt nicht in meiner Verantwortlichkeit.“ Und dann ist er plötzlich sogar fast einer Meinung mit dem Bundestrainer. Denn genau wie Jogi, der Badstuber eher in der Abwehrmitte als auf der Außenposition sieht, glaubt auch van Gaal: „Von Natur her ist er mehr ein Innenverteidiger.“

Die Entscheidung, wer in der Nationalmannschaft spielt und welche Alternativen eingesetzt werden können, liege aber natürlich beim Bundestrainer. Genau wie die Entscheidung, ein viertägiges Treffen einzuberufen… Der General selbst hat zu seiner Zeit als Nationlacoach der Niederlande nie derartige Einheiten eingefordert. „Musste ich aber auch nicht. Ich habe mich ja nicht qualifiert“, lacht er laut. Es war das einzige Mal in dem 30-minütigen Gespräch, indem er nicht angespannt wirkt. Der General ist geladen!

Michael Knippenkötter

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