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Bayern-Star gegen Hoffenheim zur Pause verletzt ausgewechselt – war es schon sein letztes Spiel?

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Von: Christoph Klaucke

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Lucas Hernandez (li.) musste im Spiel des FC Bayern gegen Hoffenheim verletzt ausgewechselt werden.
Lucas Hernandez (li.) musste im Spiel des FC Bayern gegen Hoffenheim verletzt ausgewechselt werden. © Laurent Lairys/Imago

Der FC Bayern musste in der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim auf einen verletzten Abwehrstar verzichten – es könnte schon sein letztes Spiel gewesen sein.

München - Der FC Bayern hat mit dem 4:0 gegen Hoffenheim den dritten Sieg in Folge eingefahren - zum dritten Mal mit vier Toren Vorsprung. Es läuft für die Bayern derzeit auch ohne ihren Cheftrainer Julian Nagelsmann, der wie schon in Lissabon unter der Woche wegen einer Corona-Infektion nicht auf der Bank saß. Neben der Impf-Debatte speziell um Joshua Kimmich gab es am Samstagnachmittag aus sportlicher Sicht eigentlich nur einen Wermutstropfen. Lucas Hernandez wurde zur Pause verletzt ausgewechselt.

FC Bayern: Lucas Hernandez verletzt ausgewechselt - Toppmöller gibt Verletzungs-Update

„In der Halbzeit kam die Empfehlung der Ärzte, dass wir ihn besser rausnehmen. Er hatte bisschen Probleme mit der Wade, er hat schon am Dienstag einen Schlag auf die Achillessehne bekommen. Durch die Belastung heute ist die Wade ein bisschen zugegangen“, sagte Nagelsmann-Vertreter Dino Toppmöller nach der Hoffenheim-Partie auf der Pressekonferenz. Für Lucas Hernandez kam nach den ersten 45 Minuten Niklas Süle in die Innenverteidigung der Münchner.

Der eigentliche Co-Trainer Toppmöller gab aber zugleich Entwarnung, offenbar handelt es sich bei der Verletzung nur um eine Vorsichtsmaßnahme. „Das ist keine große Sache, das müsste bis Mittwoch wieder geregelt sein“, erklärte der 40-Jährige. Am Mittwoch ist der FC Bayern im DFB-Pokal in Mönchengladbach gefordert.

Hernandez hat eine lange Verletzungshistorie hinter sich: Nach seinem Rekordtransfer zu den Bayern für 80 Millionen Euro Ablöse von Atletico Madrid im Sommer 2019 verpasste er fast die komplette Hinrunde wegen eines Innenbandrisses im Sprunggelenk. Zu Beginn der aktuellen Spielzeit setzte ihn ein Meniskuseinriss außer Gefecht.

Bayern-Abwehrmann Lucas Hernandez hat sich im Zweikampf mit Hoffenheims Bebou verletzt.
Bayern-Abwehrmann Lucas Hernandez hat sich im Zweikampf mit Hoffenheims Bebou verletzt. © Markus Fischer/Imago

FC Bayern: Verletztem Lucas Hernandez droht Haftstrafe - spielt er nie mehr für den FCB?

Ob Hernandez bis Mittwoch tatsächlich wieder einsatzbereit ist, werden die nächsten Tag zeigen. Stand jetzt, wäre spätestens die Pokal-Partie in Mönchengladbach sein vorerst letzter Auftritt im Bayern-Trikot. Die spanische Justiz hat noch immer keinen Termin für die Entscheidung über die Berufung gegen Hernandez‘ möglichen Haftantritt am kommenden Donnerstag genannt.

Man habe mit den Richtern der zuständigen Audiencia Provincial de Madrid, einer Art Landgericht, gesprochen, sagte ein Sprecher der Gerichtsverwaltung am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aber Angaben zu einem möglichen Termin werde es frühestens ab kommendem Dienstag geben. Wenn das Gericht nicht rechtzeitig über die Berufung entscheidet, müsste der 25-jährige Franzose spätestens kommenden Donnerstag eine sechsmonatige Haftstrafe antreten.

Die Strafe war 2019 verhängt worden, weil Hernández die 2017 nach einem handgreiflichen Krach mit seiner späteren Frau verhängte Kontaktsperre missachtet hatte. Vergangenen Montag war der 25-Jährige beim Strafgericht Nummer 32 in Madrid offiziell darüber informiert worden, dass er spätestens zehn Tage später die sechsmonatige Haft antreten müsse. Dass Hernandez mit dem Druck der drohenden Gefängnisstrafe umzugehen weiß, bewies er zuletzt mit herausragenden Leistungen, gegen Hoffenheim machte ihm aber sein Körper einen Strich durch die Rechnung. (ck/dpa)

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