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Sorge um Lucas Hernandez! Bayern-Star droht juristischer Ärger - muss er gar in Haft?

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Von: José Carlos Menzel López

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Lucas Hernandez droht beim FC Bayern juristischer Ärger.
Lucas Hernandez droht beim FC Bayern juristischer Ärger. © IMAGO / Sven Simon

Lucas Hernandez spielt beim FC Bayern endlich eine wichtige sportliche Rolle. Doch nun droht dem frischgebackenen Nations-League-Sieger juristischer Ärger.

München - Eigentlich laufen die Dinge bei Lucas Hernández so rund wie schon lange nicht. Endlich verletzungsfrei, endlich Stammspieler beim FC Bayern und seit Sonntag frisch gebackener Nations-League-Gewinner mit der französischen Nationalelf – eigentlich alles in Butter. Wäre da nicht dieser Ärger mit der spanischen Justiz.

Laut Gerichtsbeschluss des Madrider Strafgerichts 32 vom 14. September diesen Jahres muss der FCB-Verteidiger, der in besagtem Schreiben mit seinem vollem Namen Lucas François Bernard Hernández geführt wird, „um 11 Uhr des 19. Oktober 2021 vor diesem Gericht erscheinen, um persönlich vorgeladen zu werden, damit er sich innerhalb von zehn Tagen freiwillig in eine Justizvollzugsanstalt seiner Wahl begibt“. Muss Hernández in Haft? Und warum eigentlich?

Dazu genügt ein Blick in die zehnte Zeile des Beschlusses, wo unter „Straftat“ folgendes Delikt geführt wird: „Verstoß gegen ein Urteil oder eine einstweilige Verfügung“.

FC Bayern: Sorge um Lucas Hernandez! FCB-Star droht juristischer Ärger - muss er gar in Haft?

Im Fall von Hernández war Folgendes passiert: Im Februar 2017 erließ das Madrider Strafgericht 35 für Hernández ein Annäherungs- und Kontaktverbot gegenüber seiner Ehefrau Amelia de la Osa Lorente. Das geschah, nachdem sich beide am 2. Februar 2017 auf öffentlicher Straße einen Ehestreit geliefert hatten, bei dem es auch zu Handgreiflichkeiten seitens des angetrunkenen Hernández gekommen war.

Nachdem sich das Paar wieder versöhnt hatte, verstieß der Weltmeister von 2018 gegen das ihm auferlegte und trotz zwischenzeitlicher Versöhnung offenbar noch gültige Kontakt- und Annäherungsverbot als er mit seiner Gattin in die Flitterwochen flog. Direkt bei seiner Rückkehr wurde er am 13. Juni 2017 am Flughafen der spanischen Hauptstadt festgenommen und kurz darauf wieder entlassen. Das damalige Vergehen könnte für den Verteidiger der Münchner nun ernsthafte Konsequenzen haben.

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Die Beziehung zu Amelia scheint derweil gut zu laufen. Erst am vergangenen Wochenende saß Hernández’ acht Jahre ältere bessere Hälfte im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion auf der Tribüne, als ihr Ehemann beim 2:1-Sieg über die spanische Nationalelf in der Startelf stand und sich 90 Minuten später erstmals zum Nations-League-Sieger kürte. Daraufhin ging es samt Anhang im Privatjet zurück nach München, wo sich Lucas am Dienstag gemeinsam mit Landsmann Tanguy Nianzou als erster Nationalspieler des Rekordmeisters wieder auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße blicken ließ.

Auch in den Geschäftsräumen seines Klubs dürfte der Gerichtsbeschluss für Furore gesorgt haben. Der Grund: Am 19. Oktober, jener Tag, an dem Hernández vor dem Madrider Strafgericht erwartet wird, reist der Tross des FC Bayern nämlich nach Portugal, wo Tags drauf das Auswärtsspiel in der Champions League bei Benfica Lissabon stattfindet. Ob Cheftrainer Julian Nagelsmann auf die Dienste seines Verteidigers zählen kann, hängt grundlegend davon ab, ob Hernández Rechtsmittel eingelegt hat. Dazu hatte der Fußballstar laut Beschluss drei Tage Zeit, demnach also bis zum vergangenen 17. September. Der FC Bayern wollte sich auf Anfrage zur Sachlage nicht äußern. José Carlos Menzel López

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