Knappe Einsatzzeiten beim Rekordmeister

Brazzos Rekord-Einkauf Hernandez gnadenlos offen - „Frustriert, wütend und genervt“ 

Bayerns 80-Millionen-Einkauf Lucas Hernandez hat es nicht leicht. Er sprach nun offen über seine Gefühlslage angesichts seiner knappen Einsatzzeiten.

München - Der Konkurrenzkampf ist beim FC Bayern besonders hoch, Linksverteidiger Lucas Hernandez konnte sich in seiner zweiten Saison in München noch nicht als Stammkraft etablieren. Der französische Nationalspieler, der als teuerster Spieler der Bundesliga-Geschichte mit hohen Erwartungen empfangen wurde, sprach nun unverblümt über seine Ersatzrolle bei den Bayern.

FC Bayern: Hernandez mit deutlichen Worten über seinen Stand beim FCB - „Gab in dieser Saison Zeiten, ...“

In der bisherigen Bundesliga-Saison stand er lediglich zwölfmal in der Startelf und kam nur auf 17 Einsätze, was nicht nur an den vielen Rotationen von Hansi Flick zurückzuführen ist. Hernandez ist trotz seines hohen Einkaufspreises von 80 Millionen Euro nicht beim FC Bayern gesetzt, doch er genießt das Vertrauen seines Teams. Mitspieler Thomas Müller und Trainer Hansi Flick lobten ihn zuletzt explizit.

Mit seiner Rolle als Ersatzspieler haderte der 25-Jährige zuletzt, wie er auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Länderspiels seiner Equipe Tricolore gestand. „Es gab in dieser Saison Zeiten, in denen ich frustriert, wütend und genervt war, wenn ich auf der Bank saß.“ Im Januar saß Hernandez gleich dreimal hintereinander in der Bundesliga die gesamte Partie mit den anderen Reservisten auf der Tribüne.

FC Bayern: Lucas Hernandez kaum gesetzt - „Wenn das nicht passiert, bin ich wütend“

Der Weltmeister von 2018 hat es trotz seiner Qualitäten nicht leicht beim Rekordmeister. Auf seiner linken Position in der Abwehrkette hat er den schnellen Alphonso Davies vor sich, der vor allem in der letzten Saison durchstartete. Auch in der Zentrale kann Hernandez spielen, hier muss er mit den langjährigen Bayern-Verteidigern Jérôme Boateng, David Alaba und Niklas Süle um Einsatzzeiten wetteifern.

„Ich bin sehr wettbewerbsorientiert, ich will spielen und gewinnen, und wenn das nicht passiert, bin ich wütend“, so der 22-fache Nationalspieler weiter und gab einen kurzen Einblick in seine Gefühlswelt. In einem Interview mit der französischen Sportzeitung L‘Equipe betonte Hernandez kürzlich, seinen Wechsel an die Isar „nie bereut“ zu haben. Er wolle sich mit der großen Aufgabe „ein wenig herausfordern“, allerdings sei dies „nicht einfach“. (ajr)

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