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Bayern-Rekordeinkauf Hernández ungewohnt offen: „Definitiv die schlimmste Zeit meiner Karriere“

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Lucas Hernández wechselte 2019 an die Isar.
Lucas Hernández wechselte 2019 an die Isar. © Mladen Lackovic/imago-images

Lucas Hernández hat sich beim FC Bayern eingefunden. Der Rekordtransfer stand zuletzt jedoch wegen einer drohenden Haftstrafe im Fokus, nun äußerte er sich zu dem Fall.

München - Ende Oktober konnte Lucas Hernández endlich durchatmen. Der Bayern-Profi befand sich zuvor in einer schwierigen Lage, ein Strafgericht in Madrid erlegte ihm eine sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt auf. Letztendlich wehrte sich der Franzose mit juristischen Mitteln und kam um die drohende Gefängnisstrafe herum. Nun sprach er offen über die vergangenen Wochen, aber auch über seine schwere Anfangszeit in München.

FC Bayern: Rekordtransfer Lucas Hernández erklärt seinen holprigen Start in München

Es dauerte ungewöhnlich lange, bis sich Hernández zum Leistungsträger beim Rekordmeister entwickelte. Grund dafür waren mehrere Rückschläge, wie er im Interview mit dem Kicker verriet. „Es waren keine einfachen Jahre. Die ersten eineinhalb Spielzeiten war ich verletzt, das war definitiv die schlimmste Zeit meiner Karriere, sehr kompliziert“, resümiert der 25-jährige. Nun habe er jedoch wieder „Spaß am Fußball“, unter Julian Nagelsmann verzeichnet der Linksverteidiger durchschnittlich mehr Einsatzzeit als bei dessen Vorgängern.

Besonders Verletzungen machten eine reibungslose Integration nach seinem Wechsel von Atlético Madrid 2019 jedoch nur schwer möglich. „Zunächst habe ich sechs Monate gefehlt, dann war ich zwei Monate auf dem Rasen, dann wieder vier draußen. Wenn du nicht jeden Tag mit deinen Mitspielern zusammen und viel allein bist, belastet dich das“, erklärt Hernández. Inzwischen sei er jedoch gut in der Mannschaft integriert.

Seine Ablösesumme von 80 Millionen Euro sieht er trotz seiner schwierigen Startphase und den Störgeräuschen der letzten Wochen nicht als Belastung. „Es war ein großer Transfer, und es ist viel Geld, keine Frage. Aber zu dieser Zeit, vor Corona, gab es viele solcher Transfers. Ich versuche, jeden einzelnen Euro meiner Ablöse mit Leistung zurückzuzahlen“, versichert der französische Nationalspieler.

FC Bayern: Lucas Hernández erklärt rückblickend seine Situation vor der drohenden Haftstrafe

Seitdem klar ist, dass Hernández nicht in Haft muss und stattdessen eine Bewährungs- und Geldstrafe aufgehalst bekommt, spielt er wieder befreiter auf. Gegenüber dem Kicker sprach er abschließend über die „sehr schwierige Zeit“ und sprach einen besonderen Dank aus. „Wie Sie wissen, habe ich damals meine Frau besucht. Als das Thema nun aufkam, war sie schon und ist immer noch mit unserem zweiten Kind schwanger. Weder meine Frau noch ich haben verstanden, warum die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen mich eröffnet hat“, erläutert er seine Eindrücke aus der turbulenten Zeit.

Er müsse sich außerdem „beim FC Bayern bedanken, der mir immer zur Seite stand. Die Verantwortlichen haben meine Situation verstanden und mir geholfen“, so Hernández. Weiter machte er klar: „Es handelte sich ja um einen Vorfall aus dem Jahr 2017, das ist Vergangenheit. Die Gegenwart ist, dass meine Frau schwanger ist, dass ich sie liebe und dass sie mich liebt“. (ajr)

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