Rode nicht mal im Kader

Bayern-Luxuskader fordert erste Opfer

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Beim Supercup gab's noch einen Bankplatz für ihn, beim Spiel gegen den HSV war er nicht mal mehr im Kader: Sebastian Rode.

München - Mario Götze auf der Bank, Sebastian Rode nicht im Kader: Der Luxuskader der Bayern fordert erste Opfer.

Er stand nicht im Mittelpunkt der Partie – aber es gab einen Fan, der nach dem 5:0 des FC Bayern gegen den HSV nichts anderes sah als: Mario Götze. „Ich glaube, er wollte mich mit nach Hause nehmen“, sagte der 23-Jährige über den jungen Mann, der mit dem Abpfiff auf den Rasen stürmte und wenige Minuten später von seinem Objekt der Begierde aus der Arena begleitet wurde. „Harmlos“ sei er gewesen, sagte Götze, der seinen Fan vor den aufgebrachten Ordnern vehement verteidigt hatte. Ein Foto bekam er, dazu sein Trikot. Eine nette Szene. Die einzige, die von Götze an diesem Abend so richtig im Gedächtnis blieb.

25 Minuten durfte er spielen, nachdem Pep Guardiola wie schon im Supercup Thomas Müller den Vorzug als hängende Spitze gegeben hatte. Der Sprint, den Götze von der Außenlinie zur Ersatzbank hinlegte, als Guardiola ihn rief, ließ Rückschlüsse auf seine Motivation zu. Auch auf dem Feld, das er für Arjen Robben betrat, hatte er einige ganz passable Aktionen. Aber 25 Minuten sind eben nur 25 Minuten. Und die Zeit reichte nicht, um Guardiola von der absoluten Notwendigkeit eines baldigen Startelf-Einsatzes zu überzeugen.

„Heute will ich nicht reden. Nächste Woche wieder“, sagte Götze beim Weg aus der Arena. Er wirkte gut gelaunt, nicht sauer. So, als wolle er sich erst mal anschauen, wie der Trainer zum Start in die Saison mit ihm plant. Sportvorstand Matthias Sammer attestierte dem Nationalspieler immerhin, „ein wichtiger Spieler“ zu sein: „Wir möchten nicht, dass er kommt und sagt, er möchte weggehen.“ Ob derartige Worte allerdings langfristig helfen, sollte Götze Ersatzspieler bleiben, ist fraglich.

Götze ist einer von vielen Härtefällen, die es geben wird, wenn die Bayern ihren Luxuskader tatsächlich mal beisammen haben. Ein Platz im Kader immerhin ist ihm aber – im Gegensatz zu manch anderem – gewiss. Sebastian Rode zum Beispiel (saß wie Dante auf der Tribüne) erzählte: „Ich habe die Liste in der Kabine gesehen und stand nicht drauf. So ist es eben.“ Guardiola hatte lieber Pierre-Emile Hojbjerg und Joshua Kimmich in den Kader berufen.

„Das sind harte Momente, die da Woche für Woche auf einige Spieler zukommen“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Er stellte aber auch erneut klar: „Wir sind hier bei einem absoluten Topverein. Da ist es wichtig, dass sich jeder Einzelne in den Dienst der Mannschaft stellt.“ „Sauer sein“ sei in Ordnung, spätestens „am nächsten Tag“ müsse man aber „wieder Gas geben. Und wenn man so gut trainiert und so gut spielt, dann kommt der Trainer nicht mehr um einen rum.“ Lahm redet sich leicht – er ist gesetzt.

hls

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