Vor Spitzenspiel beim BVB

„Spieler testen Kovac aus“ - Reif warnt den FC Bayern vor „gefährlicher Situation“

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Muss nach dem 1:1 gegen den SC Freiburg erneut viel Kritik einstecken: Niko Kovac.

Ist die Krise beim FC Bayern wieder zurück? Zumindest ist die Lage an der Säbener Straße gefährlich, findet eine Reporter-Legende. Insbesondere das Verhalten der Spieler sieht er kritisch.

München - Keine Frage, beim FC Bayern München brennt der Baum. Das 1:1 am Wochenende gegen den SC Freiburg ließ vieles, was trotz der zuletzt positiven Ergebnisse im Inneren der Mannschaft gebrodelt hat, nun an die Oberfläche kommen. Eine gefährliche Lage, findet auch Reporter-Legende und Sport1-Experte Marcel Reif. Das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer Niko Kovac sieht er dabei besonders kritisch. 

Vor allem der Post von Thomas Müllers Frau Lisa bei Instagram sorgte im Nachhinein für viel Aufregung, zudem soll Kovac wohl schon vier Bayern-Stars gegen sich aufgebracht haben. „Ich habe den Eindruck, dass da einige Spieler den Trainer im Moment austesten. Das ist eine ganz gefährliche Situation“, schreibt Reif in seiner Kolumne für Sport1

FC Bayern: Marcel Reif mit Kritik an der Vereinsführung? 

Auch Sprüche wie die von James Rodríguez, der sagte ‚das hier ist nicht Frankfurt‘, seien brandgefährlich. Lisa Müllers Post „ist der falsche Scherz zum falschen Zeitpunkt“, betont der frühere Kommentator. Vorfälle wie diese wären unter Vorgänger Jupp Heynckes nicht passiert, ist er sich sicher. 

Doch liegt die Schuld nun bei Niko Kovac? Reif dazu: „Ich habe den Eindruck, bei Bayern hat man versucht, die Zeit anzuhalten, aber das kriegst du nicht hin. Das kannst du Kovac nicht vorwerfen. Du kannst ihm höchstens vorwerfen, dass er unter diesen Umständen hergekommen ist und sich das antut.“ Der Zeitpunkt, Kovac schon jetzt so schützen zu müssen, sei verdammt früh in der Saison. 

Damit spricht Reif die fragwürdige Transferpolitik der Vereinsbosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß im Sommer an. Mit Leon Goretzka, Serge Gnabry und Renato Sanches (Rückkehr nach seiner Leihe) kamen lediglich drei Neue, mit Douglas Costa, Arturo Vidal, Sebastian Rudy und Juan Bernat verließen jedoch vier Spieler den FCB. 

Zudem habe man mit der Wut-PK vor wenigen Wochen „das gesamte Pulver“ verschossen. Dass nun alles nach außen dringt und dann auch noch kein guter Fußball gespielt wird, sei sehr bedenklich, findet Reif. Sky-Experte Didi Hamann glaubt sogar, dass Kovac‘ Schicksal beim FC Bayern bereits besiegelt sei.

Marcel Reif: „Die Dortmunder kommen vor Lachen nicht in den Schlaf“ 

Am Samstag (18.30 Uhr) steht nun das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund an. Reif sieht den BVB klar im Vorteil: „Das Spiel am kommenden Samstag beim BVB ist ein Luxusspiel für Dortmund. Sie haben eine furchtbare Leichtigkeit. Ihnen passiert nichts, wenn sie gegen den Branchenprimus verlieren. Wenn die Bayern verlieren, haben sie sieben Punkte Rückstand.“ 

Marcel Reif.

Anders als dem FC Bayern attestiert der Experte den Dortmundern einen starken Trainer, einen gelungenen Umbruch im Sommer und vor allem keine grummelnden Altstars. „Es ist zwar nicht so, dass das eine perfekte Mannschaft ist. Aber jetzt lassen die Bayern so viel liegen und die Dortmunder kommen vor Lachen nicht in den Schlaf“, ist sich Reif sicher. 

Klar ist: Das Spiel am Samstag bei den Schwarzgelben könnte vor allem für Niko Kovac kaum wichtiger sein. Verlieren die Münchner diesen Gipfel, wird die Länderspielpause alles andere als gemütlich für den Bayern-Coach. 

nc

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