Last-Minute-Transfer im Fokus

Sabitzer-Bild geht um die Welt: Bayern-Neuzugang gibt Privat-Einblick

Marcel Sabitzer ist zum FC Bayern München gewechselt. Eine Herzensangelegenheit für den Österreicher - im Gegensatz zu vielen anderen Fußballstars der Moderne.

München - „Ich habe schon als Kind in der Bettwäsche dieses Vereins geschlafen.“ Dieser Satz ist inzwischen so etwas wie ein Klassiker im internationalen Fußball. In den sozialen Netzwerken werden damit häufig Transfers kommentiert, die irgendwie so gar nicht ins Bild passen wollen.

In erster Linie jene Wechsel, die offenkundig mit einem sehr hohen Gehalt des Spielers in Verbindung stehen. Neureiche Klubs, die in der Kindheit des jeweiligen Neuzugangs wohl kaum eine Rolle gespielt haben, gibt es mittlerweile viele. Und immer mehr Akteure wollen genau da hin, weil sich dort das meiste Geld verdienen lässt. Zugeben will das aber keiner - und genau deshalb schieben sie gerne einmal die Ausrede vor, dass sie ja schon als Kind treu zu diesem Verein gehalten haben.

FC Bayern München: Marcel Sabitzer war schon als Kind ein Fan

Marcel Sabitzer hat in den vergangenen Jahren bei einem Klub gespielt, den er als Siebenjähriger noch gar nicht kennen konnte. Denn vor 20 Jahren gab es „RasenBallsport Leipzig*“ noch nicht. Dementsprechend gab es auch keine Bettwäsche der Bullen. Es wäre ohnehin egal gewesen, denn: Sabitzer war schon immer ein Fan des FC Bayern München*. Das erklärte er jüngst im offiziellen Präsentationsvideo des Rekordmeisters. Dazu sagte er in einem vor Ehrlichkeit strotzendem Ton: „Ich freue mich wirklich extrem, dass ich hier sein kann.“

Nun könnte man wieder denken, dass es nur leere Worte sein mögen und Sabitzer damit seinen Wechsel rechtfertigen möchte. Von wegen!

Denn bei Marcel Sabitzer handelt es sich eben nicht um eine leere Phrase. Der 27-Jährige war schon immer Bayern-Fan, betonte immer wieder, dass er als Kind schon das FCB-Trikot trug. Nun liefert der Neuzugang der Roten den Beweis - und teilt ein Bild von sich neben dem heimischen Christbaum. Zu sehen: Der kleine Marcel mit seinem Weihnachtsgeschenk: Einer Komplettausrüstung des FC Bayern München. Das Bild wurde alleine auf den Instagram-Accounts von Sabitzer und dem FC Bayern rund 400.000 Mal (Stand: 1. September 2021) mit einem Herz markiert, Anhänger aus aller Welt freuten sich über den Post. Sabitzer schrieb dazu: „Ein paar Jahre her ... ein glückliches, kleines Kind.“

Marcel Sabitzer teilt Kindheits-Foto im Trikot des FC Bayern München

Fußball-Nostalgiker denken bei diesem Jersey wohl gleich an einen Spieler: Michael Ballack. Die Münchner liefen in der Spielzeit 2002/03 mit dem dunkelroten Trikot auf, es war die erste Saison des Mittelfeld-Stars an der Isar. Ob Sabitzer vielleicht sogar die Nummer 13 auf dem Rücken hatte, ist nicht überliefert. Vielleicht trug er ja auch die 20 von Hasan Salihamidzic, der zu dieser Zeit ebenfalls für den Rekordmeister aktiv war - und Sabitzer selbst 19 Jahre später zu seinem Traumverein lotsen sollte.

Sabitzer passt zum neuen Bayern-Kurs: Bundesligaerfahren, deutschsprachig und vor allem: Identifikation mit dem Verein. Auf diese Werte wollen Salihamidzic und Vorstands-Boss Oliver Kahn künftig mehr setzen. So viel ist klar: Mit den Gehältern, die die neureichen „Bettwäsche“-Klubs bezahlen, kann der FC Bayern München* nicht mithalten. Dafür liefert er umso mehr Tradition und Prestige - und war bei manch einem Transferobjekt schon im Herzen, bevor andere Vereine überhaupt gegründet wurden. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Simon / Imago

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