Neue Details zum BVB-Superstar

Reus: Zwei Bayern-Bosse wollen ihn holen

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Marco Reus bald beim FC Bayern? Die Bosse der Roten sind sich uneinig.

München - Die Diskussion um Marco Reus ist eine Zerreißprobe für das Verhältnis zwischen Bayern und Dortmund. Zwei FCB-Bosse wollen laut einem Medienbericht den Kauf.

Die besten Spieler sollen beim FC Bayern spielen. Das ist der Anspruch des Rekordmeisters aus München - und natürlich gehört auch Marco Reus in diese Kategorie. Der 25-Jährige begeisterte in der vergangenen Saison mit überragenden Leistungen und wurde zum besten Spieler der Bundesliga-Saison 2013/14 gewählt.

Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen und deren Fans. Doch Karl-Heinz Rummenigge schob einem möglichen Kauf von Reus Anfang August einen Riegel vor. Man wolle den BVB nicht weiter schwächen, so der Bayern-Vorstand in einem Interview. Zumal die Schwarz-Gelben die Ausstiegsklausel von Reus ja auch selber aufkaufen könnten. Mit Mario Götze, den die Bayern in der vergangenen Saison für festgeschriebene 37 Millionen Euro aus seinem Vertrag kauften, und Robert Lewandowski spielen nun zwei ehemalige Leistungsträger der Dortmunder beim FCB.

Interesse an Reus bringt BVB-Bosse auf die Palme

Doch diese Äußerungen machten die jetzigen Chefs von Reus nicht gerade glücklich. Das Verhältnis zwischen dem BVB und den Roten nähert sich wieder dem schlechten Stand der Vorsaison an. Aus Konkurrenten, die gegenseitigen Respekt vor der Leistung des anderen Vereins haben, werden durch gegenseitiges Anstacheln schon vor der Saison wieder erbitterte Gegner.

Der jüngste Stein des Anstoßes: Eine Äußerung von Rummenigge, dass die Ausstiegsklausel von Reus deutlich weniger kosten würde, als bisher bekannt. Von 25 Millionen Euro ist nun die Rede. Das brachte Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc erst recht auf die Palme.

Doch wollen die Bayern Reus überhaupt? Sicherlich, der Nationalspieler ist einer der größten Talente seiner Generation. Doch auf seiner Position sind die Bayern eigentlich gut besetzt. Mit den Weltmeistern Mario Götze und Thomas Müller, sowie Franck Ribéry, Arjen Robben und natürlich Xherdan Shaqiri, der in der kommenden Saison wieder voll angreifen will, liest sich das offensive Mittelfeld als sehr gut besetzt.

Marco Reus: Bayern-Vorstand gespalten

Dennoch sollen einige der Bayern-Bosse den Dortmunder auf dem Zettel haben. Die Bild nennt mit dem technischen Direktor Michael Reschke und Sportvorstand Matthias Sammer zwei Verantwortliche, die einen Kauf deutlich befürworten würden. Doch die andern Vorstandsmitglieder Jan-Christian Dreesen, Michael Jung und Jörg Wacker sowie Rummenigge selber sind offenbar nicht so überzeugt von einer solchen Maßnahme.

Und auch der Berater von Reus äußerte sich gegenüber der Bild eindeutig: "Wir hatten keinen Kontakt zu Bayern." Bis 2017 läuft der Vertag beim BVB noch und die Ausstiegsklausel schwebt über jedem Satz, der über Marco Reus gesprochen wird. Denn 25 Millionen Euro sind für sämtliche europäischen Top-Klubs angesichts seiner Klasse ein ziemliches Schnäppchen.

bix

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