„Hat sich keinen gefallen getan“:

Ex-Bayern-Star mischt sich in Brazzos Zoff mit dem BVB ein - und kann sich Hoeneß-Tipp nicht verkneifen

C Bayern Muenchen AG Hasan Salihamidzic is seen durin
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Hasan Salihamidzic musste kürzlich Kritik einstecken.

Will Hasan Salihamidzic mit seinen Sprüchen Uli Hoeneß beerben? Ein ehemaliger Mitspieler rät dem Sportvorstand davon ab, den Bayern-Macher zu kopieren.

München - Kaum war die letzte Länderspielpause rum, schon gab es einen Zwist zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund. Nachdem Hasan Salihamidzic den BVB-Sportdirektor Michael Zorc aufgrund der Abreise von Marco Reus vom Nationalteam verbal attackierte, wehrte sich dieser. Ein langjähriger FC-Bayern-Spieler und Europameister äußerte sich nun mit starken Tönen zum Wortgefecht zwischen den beiden Klubs.

FC Bayern: Zoff zwischen Salihamzdic und Zorc schlug hohe Wellen - Mario Basler schaltet sich ein

Nachdem Reus verfrüht aufgrund einer Verletzung vom DFB-Team abgereist war, spielte er beim BVB-Spiel gegen Leverkusen über die vollen 90 Minuten, was FCB-Sportvorstand Salihamidzic bei Sky90 zu provokanten Äußerungen verleitete. Mitunter stellte er die Ansprüche von Marco Reus in Frage, der als einer der Leader unter Bundestrainer Hansi Flick eingeplant ist. „Führungsrolle? Wie soll das gehen? Da stehst du jede Minute auf dem Platz“, meinte Salihamidzic. Wenn man Führung übernehmen wolle, „dann muss man auch immer da sein“, sagte der 44-Jährige und verwies auf seine Bayern-Stars.

Gegenüber dem Kicker antwortete Zorc wenig später und war dabei nicht unbedingt zimperlich. „Salihamidzic sollte seine Klappe halten und sich zu den Themen von Bayern München äußern“, meinte der Sportiche Leiter der Dortmunder. „Was glaubt er eigentlich, wer er ist?“

FC Bayern: Mario Basler kritisiert Salihamidzic - „Brazzo soll nicht versuchen, in die Fußstapfen zu treten“

Der Disput zwischen den beiden Fronten scheint wieder geklärt, spätestens seit Salihamidzic bei der Goretzka-Pressekonferenz am Donnerstag meinte, es gebe nichts mehr zu klären. Trotzdem mischte Mario Basler noch einmal mit. Der Ex-Bundesligaprofi bewertete die Situation und wies seinen ehemaligen Mitspieler etwas in die Schranken. „Es war ja auch ein bisschen überflüssig. Michael Zorc hat ja relativ entspannt reagiert und gemeint, dass er die Klappe halten soll“, meinte Basler gegenüber dem Sport1-Podcast Meine Bayern-Woche.

Tatsächlich wählte Basler den Ausdruck „entspannt“ für die forschen Worte Zorcs - und ordnete dies umgehend ein. „Man hat die letzten Jahre unter Uli noch andere Ansagen mit anderer Wortwahl gehört“, so der 52-Jährige. „Brazzo hat sich keinen Gefallen getan, Michael hat cool drauf reagiert“, fasste er den Sachverhalt noch einmal zusammen. Auch einen Tipp konnte er sich nicht verkneifen.

Denn die Salihamidzic-Sprüche klangen seiner Meinung nach bereits etwas nach Uli Hoeneß, will er ihn etwa nachahmen? „Das soll er am besten nicht probieren, Uli wird immer Uli bleiben. Es ist auch nicht Brazzos Absicht, seine Philosophie ist eine ganz andere. Uli-Attacke, die kennt jeder - Brazzo soll nicht versuchen, in die Fußstapfen zu treten“, mahnt Basler. Jeder solle bei sich bleiben, „Brazzo bei Bayern und Michael bei Borussia Dortmund“, so der ungewohnt versöhnlich gestimmte Ex-Skandalprofi. (ajr) tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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