WM-Held fühlt sich in Holland wohl

Ex-Bayern-Star Mario Götze über seine Zeit unter Pep Guardiola - „Rückblickend wäre ich vielleicht ...“

Mario Götze wechselte mit 21 Jahren zum FC Bayern. Er blickt kritisch auf seine Zeit beim Rekordmeister zurück und verrät, was er von Pep Guardiola gelernt hat.

  • Mario Götze spielt aktuell für die PSV Eindhoven.
  • Der WM-Held von 2014 blickt auf seine Zeit beim FC Bayern zurück.
  • Pep Guardiola kommt dabei überraschend gut weg.

Eindhoven - Ein völliger Flop war Mario Götzes Zeit beim FC Bayern nicht. Wenn man nur auf die Statistik blickt, zeichnet sich ein durchaus solides Bild ab. In drei Jahren lief er immerhin 114-mal im roten Trikot auf, schoss dabei 36 Tore und gab 24 Vorlagen. Unumstrittener Stammspieler war er jedoch nie, die Erwartungen waren immens - die Beziehung zwischen München und Götze blieb deswegen unvollendet.

Mario Götze blickt auf Zeit beim FC Bayern zurück: „Kein Fehler, zu Bayern zu gehen“

Der 28-Jährige selbst sieht die Zeit beim Rekordmeister nicht negativ. „Es war sicher kein Fehler, zu Bayern zu gehen“, sagt er in einem Interview mit der holländischen Tageszeitung Algemeen Dagblad. „Ich wollte mich herausfordern, Peps Philosophie kennen lernen.“ Er ist aber auch ehrlich genug, um zu erkennen: „Rückblickend wäre ich vielleicht länger bei Kloppo geblieben.“

Zum heutigen Liverpool-Coach Jürgen Klopp hat er noch regen Kontakt - und nicht nur das. „Ich sehe ihn als einen der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Zwischen uns besteht eine Vertrauensbeziehung“, sagt Götze über seinen Ex-Trainer und Mentor. Er betont aber auch, dass es nicht nur Klopp ist, dem er viel zu verdanken hat, sondern auch Pep Guardiola.

Mario Götze: „Pep Guardiola bringt dich überall auf dem Platz“

Vor allem eins habe der Spanier ihm beigebracht. „Er zeigte mir, Fußball von sehr unterschiedlichen Positionen auf dem Spielfeld zu sehen. Guardiola bringt dich buchstäblich überall auf dem Platz - Arjen Robben weiß, wovon ich spreche“, deutet Götze an. In München agierte er als „falsche Neun“, im offensiven Mittelfeld und über die Außen.

Für Götze sind Trainer sehr wichtig. In seinem letzten Intermezzo beim BVB hatte er mit Lucien Favre keinen Förderer, jetzt blüht er unter Roger Schmidt auf. Auch mit dem FC Bayern gab es im Sommer konkrete Gespräche, weil sich Hansi Flick für ihn einsetzte. Nun gilt es, die bisher starken Leistungen in den Niederlanden aufrecht zu erhalten, dann könnte auch die Nationalmannschaft wieder in greifbare Nähe rücken. Er sprach bereits offen darüber. (epp)

Rubriklistenbild: © Fredrik Von Erichsen/dpa

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