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Nach Ancelotti-Aus

Ex-Bayern-Star kritisiert: Ribery denkt immer noch, er wäre auf dem Niveau von Ronaldo

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Markus Babbel (l.) und Franck Ribery (Fotomontage)

Für den langjährigen Bayern-Profi Markus Babbel ist Ancelotti nicht alleine Schuld an der aktuellen Misere. Stars wie Franck Ribery fehle es an einer realistischen Selbstwahrnehmung.

Der ehemalige Profi des FC Bayern München und heutiger Trainer des FC Luzern, Markus Babbel, hat Carlo Ancelotti nach dessen Rauswurf beim deutschen Rekordmeister verteidigt. Stattdessen nimmt sich der 45-Jährige die Stars von der Säbener zur Brust - allen voran Offensivspieler Franck Ribery.

"Mich nervt es ein bisschen, dass das Ganze jetzt auf Carlo Ancelotti abgewälzt wird. Ribéry hat großartige Verdienste für den Verein gebracht und ist ein fantastischer Spieler gewesen“, sagte Babbel in der Fußball-Talksendung Sky90 am Montagabend und fügte an: „Aber diese Stellung, die er mal innehatte, die kann er in meinen Augen nicht mehr erfüllen."

„Er sieht sich immer noch auf dem Niveau eines Ronaldo oder Messi“

In den Augen des Übungsleiters klaffen beim Franzosen vor allem Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Europas Fußballer des Jahres 2013 habe leistungsmäßig in den zurückliegenden Jahren stark abgebaut, so Babbel. „In den letzten zwei Jahren hat Franck Ribéry in der Champions League kein Tor geschossen. Aber er sieht sich immer noch auf demselben Niveau eines Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Wenn es wirklich um die Wurst geht, ist er nicht da", erzählte Babbel weiter.

Lesen Sie auch: Wer wird Nachfolger von Ancelotti beim FCB? Die Trainersuche im News-Ticker

In den vergangenen Wochen sorgte Ribéry beim deutschen Rekordmeister häufig für Schlagzeilen. Ein Höhepunkt dabei: Sein Trikotwurf nach seiner Auswechslung in der Champions League gegen den RSC Anderlecht. Für Babbel war die Aktion „ein absolutes No-Go“. Der ehemalige Abwehrspieler hätte sich danach ein Eingreifen seitens der Klub-Verantwortlichen gewünscht: „Da hätte der Verein reagieren müssen. Das ist genau das Problem. Wenn ein Franck Ribéry beleidigt ist, dann ruft er Uli Hoeneß an und dann hast du als Trainer eigentlich schon verloren."

„Einige Spieler der Bayern leben für mich einfach zu sehr in der Vergangenheit“

Carlo Ancelotti wurde am vergangenen Donnerstag nach einer 15-monatigen Amtszeit an die Isar vor die Tür gesetzt - nur einen Tag nach der 0:3-Klatsch in der Königsklasse bei Paris St.-Germain. Dort hatte der Italiener mit einer eigenwilligen Aufstellung für Diskussionen gesorgt, als er gleich mehrere Stars nicht berücksichtigt hatte. Für Babbel war das vielleicht nur eine konsequente Handlung, die ein Trainer in manchen Fällen nun einmal treffen müsse.

„Einige Spieler der Bayern leben für mich einfach zu sehr in der Vergangenheit. Wir waren ja mal Weltmeister, wir waren ja mal Champions-League-Sieger. Aber es geht um den Ist-Zustand. Und mich würde es sehr wundern, wenn Carlo Ancelotti das nicht erkannt und dementsprechend aufgestellt hat", so Babbel abschließend.

Babbel spielte von 1991 bis 2000 für die Bayern und absolvierte in dieser Zeit über 180 Spiele für den Klub. Nach seinem Karriereende als Spieler im Jahr 2007 trainierte er den VfB Stuttgart, Hertha BSC, 1899 Hoffenheim und aktuell den FC Luzern in der Schweiz.

Wie es mit Ancelotti weitergeht, ist aktuell noch unklar. Am Montagabend hat sich der 58-Jährige erstmals nach dem Aus bei den Bayern zu seiner Zukunft geäußert.

tlo

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