Ex-Star mit ehrlichem Bekenntnis

Bayern-Legende plötzlich vor Trainerjob in der Bundesliga? „Hatte viel Zeit zum Nachdenken“

Markus Babbel (r.) im Gespräch mit Lothar Matthäus.
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Markus Babbel (r.) im Gespräch mit Lothar Matthäus.

Viele ehemalige Bayern-Stars sind dem Fußball weiterhin treu - ob als Berater, Trainer oder Experte. Um einen wurde es zuletzt etwas still: Markus Babbel.

  • Nach seiner aktiven Zeit vollzog Ex-FC-Bayern-Star Markus Babbel den Schritt zum Trainer.
  • Letztmals war der 48-Jährige im Jahr 2012 in der Bundesliga aktiv, nun befindet er sich auf Jobsuche.
  • Ist Deutschlands höchste Klasse zu ambitioniert? Der Ex-Nationalspieler liefert ein ehrliches Bekenntnis.
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München - Vor noch nicht allzu langer Zeit gehörte er zur hoffnungsvollen, jungen Trainergilde und durfte sich zügig in der Bundesliga bewähren: Markus Babbel, der zu Profizeiten mit dem FC Bayern München einige Titel sammeln konnte.

Nach wenig erfolgreichen Trainerstationen beim VfB Stuttgart, Hertha BSC und der TSG Hoffenheim verschwand der frühere Nationalspieler hierzulande jedoch im Jahr 2012 aus der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit.

FC Bayern: Ex-Profi Markus Babbel auf Jobsuche - „Die Älteren wie ich haben es schwer“

Mit 48 Jahren zählt sich der gebürtige Münchner nun zum „alten Eisen“, wie er in einem Interview der „Funke Mediengruppe“ verriet. Die Aussichten, seine Fähigkeiten noch einmal in Deutschlands höchster Spielklasse unter Beweis stellen zu können, bezeichnet Babbel in dem Gespräch als gering.

Der Coach zieht zwar einen neuen Trainerjob in Erwägung und liebäugelt mit einem Engagement in der Bundesliga, die für ihn „hochinteressant“ sei. „Ich bin aber auch realistisch genug, dass ich weiß, dass viele junge Trainer nachrücken, um die es einen großen Hype gibt“, lässt Babbel verlauten. „Da haben es die Älteren wie ich schwer.“

Dass Markus Babbel, der für die Profis des FC Bayern von 1991 bis 2000 die Stiefel schnürte, auch längerfristig einen Verein führen kann, zeigte sich nach seinem Weggang aus Deutschland: Über drei Jahre trainierte der einstige Defensivstratege bis 2018 den Schweizer Erstligisten FC Luzern. Nach Differenzen mit der Geschäftsführung wagte der Familienvater den Sprung nach Australien, wo er bis Januar 2020 den Erstligisten Western Sydney Wanderers betreute:

FCB: Ex-Star Babbel möchte dem Fußball treu bleiben - Möglicherweise auch in anderer Funktion

Zuletzt hatte Babbel dem Interview zufolge ein Angebot aus Südkorea, schlug dieses jedoch aus familiären Gründen aus: „Meine fünfjährige Tochter ist nah bei Oma und Opa. Es wäre falsch, sie da wieder herauszureißen“, erklärt Babbel, der in seiner aktiven Zeit sowohl mit dem FC Bayern als auch mit dem VfB Stuttgart Meister wurde.

Arbeitslosigkeit und Corona haben dem Ex-Champion „viel Zeit zum Nachdenken“ beschert. Er bekundet, dass er nicht zwingend weiter als Trainer arbeiten möchte: „Was will ich noch, was ich brauche ich noch? Es muss nicht unbedingt wieder ein Trainer-Job sein. Fakt ist aber, dass ich noch immer viel Spaß am Fußball habe.“

Mit einem Augenzwinkern hatte sich Babbel vor einiger Zeit mal bei seinem renommierten Ex-Verein für das Traineramt angeboten. (PF mit Material der dpa)

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