Spektakulärer Deal bahnt sich an

Hummels verhandelt mit FC Bayern: 30 Millionen oder Götze-Tausch

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Mats Hummels (l.) macht sich Gedanken um seine Zukunft, die eventuell beim FC Bayern liegt. Mario Götze (r.) könnte zurück zu Borussia Dortmund wechseln.

München - Mit seinen Andeutungen hat Mats Hummels einen Wechsel zum FC Bayern München ins Gespräch gebracht. Sein Vater schließt nichts aus. Im Gespräch sind 30 Millionen Euro Ablöse oder ein Tausch mit Mario Götze.

UPDATE vom 21. April 2016, 12.45 Uhr: Hermann Hummels, Vater und Berater von Mats, hat sich erneut zu Wort gemeldet und noch einen weiteren Interessenten für den Kapitän von Borussia Dortmund ins Spiel gebracht.

Die Möglichkeit, dass Mats Hummels von Borussia Dortmund zum FC Bayern München wechselt, wird konkreter. Wie die Bild berichtet, verhandelt der deutsche Rekordmeister bereits mit dem BVB-Kapitän. Sollte Hummels tatsächlich an die Säbener Straße kommen, liege die Ablöse bei mindestens 30 Millionen Euro, so das Boulevardblatt. Laut transfermarkt.de beträgt Hummels' aktueller Marktwert sogar 32 Millionen Euro. Vielleicht wechselt Hummels aber auch einfach "kostenneutral" im Tausch mit Mario Götze nach München.

Mats Hummels: Wechsel zum FC Bayern oder Verlängerung bei Borussia Dortmund?

Mit seinen Äußerungen nach dem Pokalspiel in Berlin, die Entscheidung über seine Zukunft bereite ihm schlaflose Nächte, hat Hummels den Wirbel um einen möglichen Transfer von Dortmund zu Bayern erst entfacht. "Es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Wenn ich sie irgendwann getroffen habe, dann werden alle verstehen, warum es so schwierig für mich ist. Das kostet mich seit einigen Wochen jede Nacht bestimmt eine halbe Stunde vor dem Einschlafen, weil mir das ganze Thema sehr nah geht", erklärte der Weltmeister seine Gemütslage.

Die Entscheidung pro Bayern würde den Borussia-Anhängern wohl das Herz brechen. Nach den Transfers von Mario Götze (2013) und Robert Lewandowski (2014) wäre der Abgang von Hummels ein erneuter Stich ins BVB-Herz - wohl auch deshalb fällt ihm die Entscheidung so schwer.

Zudem könnte Hummels mit einer Vertragsverlängerung bei seinem aktuellen Arbeitgeber (sein derzeitiger Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2017, der BVB will unbedingt mit seinem Abwehrchef verlängern) im Ruhrpott den Status einer echten schwarz-gelben Legende erreichen.

Hummels' Vater Hermann, der bis zu seinem Rauswurf 2012 lange Zeit im Nachwuchsbereich des Rekordmeisters tätig war und gleichzeitig Berater seines Sohnes ist, befeuerte mit seinen Äußerungen eher noch die Spekulationen. "Wir schließen gar nichts aus – weder einen Wechsel zu Barcelona noch zu Bayern München. Wenn man ein Schrott-Auto hat und bekommt einen Mercedes hingestellt, fällt die Entscheidung leicht. Wenn man aber schon einen Mercedes fährt, ist es viel schwieriger", sagte der 56-Jährige zu Bild.

Und auch gegenüber Sport1 wählte der Hummels-Papa einen Auto-Vergleich: "Er steht jetzt vor der Entscheidung, lassen Sie mich den Vergleich mit der Formel 1 machen: Bleibe ich bei McLaren, oder wechsle ich zu Ferrari oder Red Bull." Dass der Ferrari-Bolide stets in Rot gefärbt ist, Red Bull ebendiese Farbe im Namen trägt und die Bayern-Mannschaft in Fankreisen auch als "die Roten" bezeichnet wird, ist dabei aber wohl eher dem Zufall geschuldet.

Tauschgeschäft: Mats Hummels zu Bayern, Mario Götze zurück zum BVB?

Die gehandelten 30 Millionen Euro Ablöse würde der FC Bayern für einen Mann der Klasse Hummels' wohl locker auf den Tisch blättern, am Geld wird der Deal sicher nicht scheitern. Doch noch eine andere Option wird inzwischen medial diskutiert: Tauscht der FC Bayern und Borussia Dortmund Mario Götze gegen Mats Hummels?

Dass der WM-Final-Torschütze in München auch nach drei Jahren noch nicht sein Glück gefunden hat und im kommenden Sommer den Rekordmeister verlassen wird, ist ein offenes Geheimnis. Eine Rückkehr Götzes zu Borussia Dortmund wird dabei ebenso häufig ins Spiel gebracht wie ein Wechsel des Offensivspielers zu seinem ehemaligen Trainer Jürgen Klopp, der inzwischen mit dem FC Liverpool den Betrieb in der Premier League aufmischt.

Laut Süddeutscher Zeitung wollte der BVB bereits 2015 Götze zu einer Rückkehr nach Dortmund bewegen, der Deal platzte aber wegen der angeblich zu hohen Ablöseforderungen der Münchner. Anfang der Woche machte in München das Gerücht die Runde, Vertreter des FC Bayern und von Borussia Dortmund hätten sich in der Landeshauptstadt getroffen, um über einen Götze-Transfer zu verhandeln, den BVB-Trainer Thomas Tuchel ganz oben auf seinem Wunschzettel stehen habe. Ging es dabei etwa auch um ein mögliches Tauschgeschäft mit Mats Hummels?

Deal Hummels gegen Götze macht für beide Klubs Sinn

Sinn würde der Tauschhandel aus Sicht beider Klubs machen. Die Bayern bekämen für ihre aufgrund von Verletzungen stark gebeutelte Abwehr eine Weltklasse-Verstärkung. Hummels wurde beim FC Bayern ausgebildet, bevor er 2009 zum BVB wechselte, und hat auch einen familiären Bezug zu München, wo seine Eltern und sein Bruder Jonas leben. Finanziell würden Rummenigge & Co. ihre Geldschatulle nicht allzu weit öffnen müssen, sollte Hummels' Verpflichtung mit Mario Götzes Rückkehr verrechnet werden.

Die Dortmunder würden mit Hummels zwar einen absoluten Publikumsliebling verlieren, mit Götze aber einen ehemaligen Fanhelden zurückgewinnen. Der Angreifer genießt zwar auf Dortmunds Südtribüne derzeit eher den Ruf eines Verräters. Doch bekanntermaßen können im Fußball die Sympathien schnell auch wieder in die andere Richtung ausschlagen. Drei, vier gute Spiele im schwarz-gelben Trikot, dazu vielleicht ein offener Brief oder ein öffentliches Statement Götzes in Richtung der BVB-Fans, und schon könnte sich ein Großteil der Anhänger wieder mit der Verbindung Götze-Borussia anfreunden.

Hummels selbst hatte vor einiger Zeit verbal bereits den roten Teppich für Götze in Dortmund ausgerollt. "Wer auf dem Platz alles gibt, der bekommt in Dortmund die verdiente Anerkennung vom Publikum. Auch wenn die erste Reaktion erst mal scharf ist", sagte er auf die Frage, ob Götzes Rückkehr in den Pott vorstellbar wäre.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

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