Matthäus mit Knallhart-Ansage

Egoismus-Vorwürfe gegen zwei Bayern-Stars: „Respektlos gegenüber Trainer, Klub und Mitspielern“

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Lothar Matthäus.

Lothar Matthäus ist für klare Ansagen bekannt. Nun hat der Rekordnationalspieler und Sky-Experte in einem Interview die Krise beim FC Bayern München analysiert - und dabei besonders zwei Stars auf dem Kieker.

München - Vier Spiele ohne Sieg, dabei zwei Pflichtspielniederlagen in Serie - klar, dass sich jetzt alle möglichen Experten zur Krise des FC Bayern München äußern. Auch Lothar Matthäus, seines Zeichens Sky-Experte und Rekordnationalspieler, fühlt sich im Interview mit dem Schweizer Blick berufen, seine Einschätzung zur Lage beim deutschen Rekordmeister zu geben.

Matthäus: Einige Stars verhalten sich egoistisch und respektlos

Der 57-Jährige scheut sich dabei nicht vor klaren Ansagen. „Bei Bayern hat es zu viele Ich-AGs. Zu viele Spieler, die nur an sich denken“, findet Matthäus. An wen er da genau denkt? „Spieler wie James und Lewandowski stellen sich über den Verein, auch Robben und Ribéry. Der eine jammert, er spiele zu wenig, der andere, er bekomme zu wenig Bälle, und der dritte schimpft bei Auswechslungen oder heult sich bei Journalisten aus. Damit muss Schluss sein. Einige Stars verhalten sich egoistisch und respektlos gegenüber Trainer, Klub und Mitspielern“, so Matthäus knallhart.

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Besonders den Kolumbianer James Rodriguez nimmt sich der Ex-Kapitän des FC Bayern zur Brust: „Nur weil ihn Kovac nicht so oft in den Arm nimmt wie Jupp Heynckes, darf er nicht so wütend reagieren. Und auf dem Platz trotzdem mal Reaktion zeigen. Gegen Gladbach kam überhaupt kein Zeichen. Was ich von ihm da sah, bestätigte Kovac: So reicht es ihm nur für die Bank.“

James Rodriguez und Robert Lewandowski (r.).

Matthäus fordert Machtwort von Hoeneß und Rummenigge

Doch nicht nur die Spieler, auch die Verantwortlichen sieht Matthäus in der Pflicht. So hätten es die Bosse versäumt, rechtzeitig den Umbruch einzuleiten und den Kader zu verjüngen. „Man hat zu vielen verdienten Spielern immer wieder neue Verträge gegeben und spannende Talente auf dem Markt ignoriert. Diesen Weg kann ich schwer nachvoll­ziehen, er geht selten gut“, ist der Franke überzeugt und liegt damit auch auf der Linie von Steffen Freund, der ein vernichtendes Urteil über den Bayern-Kader gefällt hatte.

Trainer Niko Kovac nimmt Matthäus ausdrücklich aus von seiner Kritik (“Er ist ein ehr­geiziger Typ mit einem Plan, ein Fußballverrückter. Er ist der Richtige, um das Ruder herumzureißen “), stattdessen fordert er eine Reaktion von Präsident Uli Hoeneß und dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge: „Es braucht ein Machtwort von den Bossen, dass zwischen sie und den Trainer kein Blatt passt. Es darf nicht alles am Trainer hängen bleiben.“

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