Sportvorstand beantwortet Sky-Frage

Sammer als Pep-Nachfolger? Sportvorstand nimmt Stellung

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Pep Guardiola mit Matthias Sammer.

München - Was wird, wenn Pep Guardiola im Sommer den FC Bayern verlassen sollte? Matthias Sammer hat nun zur Frage Stellung genommen, ob er selbst Ambitionen hat, Trainer des Rekordmeisters zu werden.

Nichts war's mit dem neuen Rekord! Zu gerne hätte der FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt erneut gewonnen. Doch es wurde am Freitag nur ein 0:0. Der zweimalige englische Titelträger Tottenham Hotspur (1960/61) bleibt in den fünf europäischen Top-Ligen damit der einzige Verein mit elf Siegen zum Saisonstart.

Gesprächsthema Nummer 1 waren natürlich der gerissene Rekord und wie es dazu kam - denn die Spielweise von Eintracht Frankfurt war defensiv bis zum Gehtnichtmehr, dem FC Bayern fehlten am Freitag nicht nur die nötigen Mittel, sondern auch ein bisschen das Glück.

Doch natürlich wurde auch einmal mehr rund um Pep Guardiola getuschelt. Der spanische Starcoach ziert sich nach wie vor, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim Rekordmeister zu verlängern. Vor ein paar Tagen reagierte er auf die immer wiederkehrenden Fragen genervt: "Das Thema ist immer das gleiche. Ich werde darauf nicht antworten", so Guardiola mit finsterer Miene: "Bitte, wir sind im Oktober! Wir haben sieben Monate vor uns, ich muss weiter gewinnen, gewinnen, gewinnen."

Bei seinen Spielern ist der Fall klar. "Es ist kein Geheimnis, dass die Mannschaft sehr gut mit ihm zusammenarbeitet und ihm folgt. Alles andere liegt nicht in unserer Hand", sagte Kapitän Philipp Lahm unter der Woche - und auch diverse Teamkollegen haben sich schon klar pro Guardiola positioniert.

Doch was ist, wenn Guardiola im Sommer doch die Koffer packt? Und den Lockrufen von der Insel folgt? Manchester City und der FC Chelsea sollen mit den großen Geldkoffern locken. Und eine erneute Pause wie vor seinem Engagement beim FC Bayern wäre auch denkbar. Als Top-Kandidat für die mögliche Nachfolge bei den Roten gilt Carlo Ancelotti.

Will Sammer selbst Guardiola-Nachfolger beim FC Bayern werden?

Doch Moment mal: Der FC Bayern hat doch eigentlich einen weiteren Startrainer in seinen Reihen! Damit ist natürlich nicht Ehrenpräsident Franz Beckenbauer gemeint, der den WM-Titel 1990 als Teamchef holte. Der "Kaiser" wird wohl kaum auf den Trainerstuhl zurückkehren. Aber was ist mit Matthias Sammer? Der heutige Bayern-Sportvorstand führte 2002 Borussia Dortmund zur Deutschen Meisterschaft und ins UEFA-Cup-Finale, coachte später den VfB Stuttgart.

Die Frage, ob Sammer nicht als Bayern-Trainer in Frage kommt, stellte sich auch Sky-Reporter Jan Henkel. Und er richtete seine Überlegung am Freitag sogar kurzerhand an Sammer selbst. Wenn auch mit der gebotenen Vorsicht. "Hätten Sie nicht mal irgendwann Lust zu sagen, ich habe hier so viel top Fußball gesehen, so viel von Pep Guardiola angenommen, ich will das jetzt mal selber machen?", fragte ihn Henkel.

Die Antwort ist natürlich wenig überraschend. Wohl keiner hätte gedacht, dass Sammer darauf mit einem "Klar, will ich sofort machen, wo soll ich unterschreiben?" reagiert. Sammers Aussage stattdessen: "Um Gottes Willen, ich will nicht sagen, ich habe keine Lust darauf, weil bei Fußball hat man immer Lust, aber es ist überhaupt kein Thema. Ich bin zufrieden in meiner Position, hab auch nen langfristigen Vertrag und eine große Verantwortung. Alles andere werden wir sehen, aber ich habe keine Ambitionen."

Er habe keine Ambitionen, sagt Sammer. Das ist eine relativ klare Aussage. Aber "Ich will nicht sagen, ich habe keine Lust darauf" und "Alles andere werden wir sehen" lassen jede Menge Hintertürchen offen. Und klar ist: Wenn Guardiolas Abschied klar sein sollte, wird neben Namen wie Ancelotti oder Favre an der Säbener Straße sicherlich auch die Option Sammer mit besprochen.

lin

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