Nächster Titel für die Roten

Bayerns müde Meisterparty - erst auf der Feier danach wurde es euphorischer

Corentin Tolisso und Kingsley Coman auf der Meisterparty.
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Corentin Tolisso und Kingsley Coman auf der Meisterparty.

Der FC Bayern feierte nach dem Freiburg-Spiel die Meisterschaft. Wegen Corona fiel die Party jedoch gänzlich anders aus als gewohnt.

  • Der FC Bayern wurde gegen Freiburg zum achten Mal in Folge Meister.
  • Nach dem Spiel feierten Spieler und Verantwortliche.
  • Erst bei der After-Show-Party ging es jedoch etwas legerer zu.

München - Mal eben auf die achte Meisterschaft in Folge anstoßen, das wird ja wohl noch erlaubt sein! Nach dem 3:1-Routine­sieg des FC Bayern am Samstag über den SC Freiburg trafen sich Mannschaft, Trainerstab, Vorstand und Präsidium in der Allianz Arena zum Mini-Meister-Menü.

„Alles selbstverständlich unter den aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Hygiene- und Abstands-Regeln“

„Alles selbstverständlich unter den aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Hygiene- und Abstands-Regeln“, versicherte der Rekordmeister auf seiner Homepage, wo er auch das ein oder andere Bild der Abstand haltenden Thomas Müller & Co. zeigte. Alle lächeln, alle sind gut gelaunt, alles scheint so euphorisch, wie man es nun mal nach der achten Meisterschaft in Folge so ist.

Für den ein oder anderen Kicker wurde es mit zunehmender Stunde noch einen Tick euphorischer. In den sozialen Netzwerken lud Kingsley Comans Herzensdame Fotos von den feiernden Lucas Hernández, Alphonso Davies und ihrem Gatten bei einer privaten „After-Show-Party“ hoch, wo es mit Blick auf die Hygiene- und Abstandsregeln schon etwas legerer zuging. Angesichts des Dienstplans für die anstehende Woche tat die Fete jedoch keinen Abbruch. „Wir haben Sonntag und Montag frei, ab Dienstag bereiten wir uns dann wieder auf Wolfsburg vor“, erklärte der Trainer Hansi Flick. Nach neun Spielen in rund vier Wochen nur verständlich.

FC Bayern: Neue Bemalung für die Allianz Arena

Immerhin: Der Liga-Sprint hat für eine neue Bemalung in der Allianz Arena gesorgt. Vor der Interviewzone wurde die weiße 29 durchgestrichen und daneben eine 30 hingemalt. Dass die 30. Schale aber nur ein Etappenziel war, lässt sich anhand der Ausführungen von Hansi Flick erahnen.

Karl-Heinz Rummenigge bei der Meisterrede.

Als eine Reporterin den Meistertrainer auf Leroy Sané ansprach und von der Bayern-Seite darauf dieselbe Antwort kassierte wie seit nunmehr einem Jahr („Ich äußere mich dazu nicht“), wollte Flick den Blick wieder aufs Wesentliche richten: „Wir haben noch einiges vor in dieser Saison. Wir sind jetzt Meister geworden und wir wollen auch als Zwischenziel im Pokal erfolgreich sein.“ Heißt: Die tatsächliche und von allen ersehnte Zieldurchfahrt erfolgt im August in Lissabon. Nämlich dann, wenn der Henkelpott vergeben wird.

Finale in Portugal ist der neue D-Day

D-Day ist also der 23. August. An diesem Tag steigt das Finale in Portugal, in ziemlich genau zwei Monaten. Bis dahin stehen noch ein irrelevantes Bundesliga-Spiel, das „Zwischenziel“ Pokal am 4. Juli sowie bestenfalls drei CL-Partien auf dem rot-weißen Kalender. Wie Flick mit der spielfreien Zeit (insgesamt 49 von 52 Tagen bis zum CL-Turnierbeginn am 12. August stehen keine Termine an) umgeht, wird die größte Hürde auf dem Weg zum Triple. 

Und bis dahin? Lässt sich auch munter über die Langeweile in der Bundesliga philosophieren! Zitat Oliver Kahn im ZDF: „Wir müssen schauen, dass wir uns nicht zu Tode siegen.“ Solange beim FC Bayern solche Sätze fallen und Zahlen in der Arena durchgestrichen werden, ist alles gut an der Säbener Straße.

José Carlos Menzel López

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