Er war lange beim FCB

FC Bayern: Trainer-Legende sorgt für Mega-Eklat - Aufruhr wegen fiesem Knie-Tritt

Ottmar Hitzfeld (r.) und Michael Henke stehen auf dem Trainingsplatz.
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Ottmar Hitzfeld (r.) und Michael Henke waren ein erfolgreiches Trainer-Duo.

Eklat in der 3. Liga! Mittendrin: Eine Trainer-Legende des FC Bayern. Michael Henke, der langjährige Co von Ottmar Hitzfeld, verpasste dem gegnerischen Trainer einen Tritt.

  • In der 3. Liga kam es zu einem Skandal.
  • Beim Spiel FC Ingolstadt gegen den 1. FC Kaiserslautern ging es nach Abpfiff hitzig zu.
  • Michael Henke, Ex-Co-Trainer von Ottmar Hitzfeld beim FC Bayern, griff den FCK-Trainer Jeff Saibene körperlich an.

Kaiserslautern - Er war sechs Jahre lang Assistent von Ottmar Hitzfeld beim FC Bayern - jetzt sorgte er für einen waschechten Skandal in der 3. Liga: Michael Henke, aktuell Sportdirektor beim FC Ingolstadt, griff nach dem Spiel seiner Mannschaft gegen den 1. FC Kaiserslautern den gegnerischen Trainer körperlich an.

FC Bayern: Trainer-Legende Henke tritt gegnerischen Trainer nach dem Spiel mit dem Knie

Doch der Reihe nach. Kaiserslautern-Trainer Jeff Saibene unterhielt sich nach Schlusspfiff mit Schiedsrichter Asmir Osmanagic. Spieler standen im Pulk um ihn herum. Was dann passierte, ist erst beim genauen Blick auf die TV-Bilder zu erkennen: FCI-Sportdirektor Michael Henke schlich sich von hinten an Saibene heran, verpasste ihm einen Knie-Tritt ins Gesäß und zog wieder ab. Der FCK-Coach war daraufhin außer sich und wollte Henke hinterher sprinten - er wurde aber von seinen Spielern zurückgehalten.

Der Vorfall schlug hohe Wellen. Henke verteidigte sich* zunächst im Donaukurier: „Das war mehr freundschaftlich. Vielleicht hat Jeff da etwas missverstanden“. Saibene war noch bis März 2020 Trainer beim FC Ingolstadt - unter Sportdirektor Henke. Auch Saibene äußerte sich im Interview bei Magenta Sport zum Vorfall. Er war weniger freundschaftlich gestimmt: „Die Bilder sprechen für sich. Das sagt alles aus über ...“, sagte er und unterbrach sich plötzlich selbst. In dem Moment schien er sich zu besinnen und schlug in der Folge versöhnlichere Töne an. „Ich habe einen Tritt gespürt. Aber alles harmlos. Kein Problem“, beschwichtigte Saibene.

FC Bayern: Michael Henke spricht von „freundschaftlicher Aktion“ - Saibene sieht das anders

Gegen eine „freundschaftliche“ Aktion spricht die wütende Reaktion von Saibene. Nach dem Tritt entfernte sich Henke auch zügig, als wüsste er genau, wie der Luxemburger reagieren würde. Die Aktion könnte ein Nachspiel haben. Der DFB hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Am Donnerstagnachmittag hatte Henke seine Reaktion bereits bedauert. „Ich entschuldige mich bei Jeff, wie ich reagiert habe“, sagte der 63-Jährige dem „Donaukurier“ und bezeichnete seine Aktion sogar als „dumm“. Der „Bild-Zeitung“ beschrieb er: „Ich gehe ihm nach und treffe ihn mit dem Knie leicht. Das war mein Fehler.“ Ihm sei es „fast peinlich, dass diese Szene so gehypt wird“.

Damit deutlich ist, wie unnötig Henkes Aktion war: In der zweiten Halbzeit des Spiels gab es einen tragischen Höhepunkt - FCK-Rechtsverteidiger Dominik Schad erlitt bei einem unglücklichen Zweikampf eine Horror-Verletzung. Die Beteiligten standen nach dem Schlusspfiff noch unter Schock. Der Ingolstädter Kapitän Stefan Kutschke sprach dem Unglücksraben „im Namen des gesamten Vereins“ Genesungswünsche aus. (epp) *mannheim24 ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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