23-jähriger Nationalspieler für die Defensive

Im Visier des Rekordmeisters: Ist dieser Verteidiger dem FC Bayern 80 Millionen wert?

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Milan Skriniar (r.) im Zweikampf mit Tottenhams Moussa Dembele in der Champions League.

Der kriselnde FC Bayern arbeitet hinter den Kulissen offenbar am großen Umbruch. Ein möglicher Baustein der Verteidigung der Zukunft könnte aus Mailand kommen.

Update vom 10. Oktober 2018: Ein neuer Innenverteidiger für den Bayern-Umbruch?

München - Generationenwechsel in der Innenverteidigung des FC Bayern München? Laut der italienischen Tageszeitung Tuttosport hat der deutsche Rekordmeister im Zuge der Zukunftsplanung Milan Skriniar von Inter Mailand ins Visier genommen. Der 23-jährige Slowake läuft seit 2017 für die „Nerazzurri“ auf (kam für 27 Millionen Euro von Sampdoria Genua) und stand seitdem acht von zehn Pflichtspielen von Beginn an auf dem Rasen.

Der robuste Verteidiger könnte auf Dauer gemeinsam mit Niklas Süle das Erbe von Jérôme Boateng und Mats Hummels in der Defensivzentrale der Münchner antreten. Die beiden alternden Nationalspieler gelten unter Niko Kovac nicht mehr als unantastbar und mussten in dieser Saison schon vereinzelt auf der Bank Platz nehmen. 

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Milan Skriniar: Inter Mailand fordert wohl 80 Millionen Euro

Allerdings hätte die Verpflichtung von Skriniar einen bitteren Beigeschmack. Laut dem Bericht fordert Inter eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro. Eine Summe, die alle bisherigen Transfers der Münchner deutlich übersteigen würde (bisheriger Rekord: 41,5 Millionen Euro für Corentin Tolisso). Skriniars Vertag in Mailand läuft noch bis 2022. Zudem stehen die Bayern mit ihrem Interesse am 23-Jährigen offenbar nicht alleine da. Konkurrenz kommt von der Insel. Auch bei Manchester United soll Skriniar hoch im Kurs stehen.

Bereits 2016 war Skriniar mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden (siehe unten).

News vom 13. Dezember 2016: Bayern beobachten diesen Abwehrspieler in Italien

Ein echter Transferhammer wäre sein Verpflichtung nicht, sondern eher ein Vorgriff auf die Zukunft. Sein Name ist nur wenigen Fußballfans ein Begriff, auch wenn er sich schon gegen Weltfußballer Lionel Messi oder bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich beweisen durfte. Die Rede ist von Milan Skriniar.

Der 21-Jährige spielt in der italienischen Serie A bei Sampdoria Genua. Wie das italienische Onlinesportportal itasportspress.it berichtet, saßen am vergangenen Samstag Scouts im Auftrag des FC Bayern auf der Tribüne des Stadions Luigi Ferraris, um Skriniar während des Heimspiels gegen Lazio Rom (1:2) zu beobachten.

Schwacher Start bei Sampdoria - jetzt Stammspieler

Skriniar kam im Januar 2016 nach Genua, für geschätzte eine Million Euro Ablöse wechselte der Slowake von seinem Stammklub MSK Zilina zu den Norditalienern. Bei Sampdoria steht er noch bis 2020 unter Vertrag, laut transfermarkt.de beträgt sein Marktwert aktuell eine Million Euro.

Kennen sich von der EM 2016: Skriniar und Bayern-Star Thomas Müller.

Sein Start bei den „Blucerchiati “ verlief alles andere als vielversprechend. Erst Ende April, also gut drei Monate nach seinem Wechsel, wurde er erstmals in einem Spiel in der Serie A eingesetzt. Am Ende der vergangenen Saison standen lediglich eine Partie über 90 Minuten und zwei Kurzeinsätze zu Buche.

Skriniar kann mehrere Defensivpositionen spielen

Doch in der aktuellen Spielzeit hat sich Skriniar seit dem 3. Spieltag als Stammkraft etabliert. Der Youngster spielt vornehmlich in der Defensivzentrale, kann aber auch als Linksverteidiger oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Der 1,87 Meter große Linksfuß ist körperlich robust und verfügt über eine passable Technik.
Obwohl er vorher erst ein Länderspiel bestritten hatte, wurde Skriniar überraschend in die EM-Auswahl der Slowakei berufen. Im abschließenden Gruppenspiel gegen England (0:0) wurde er in der Schlussviertelstunde eingewechselt, bei der 0:3-Achtelfinale-Niederlage gegen Deutschland durfte er gar über 90 Minuten ran.

Laut Informationen des Turiner Mediums Il Secolo XIX ist der FC Bayern aber nicht der einzige Bundesligist, der ein Auge auf den vielseitigen Defensivmann geworfen hat. So sollen auch Borussia Dortmund, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt an den Künsten des Slowaken interessiert sein.

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