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Neue Power-Zentrale ohne Kimmich: Nagelsmann-Experiment geht auf – Wer darf gegen den BVB ran?

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Von: Hanna Raif, Manuel Bonke

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Schulterte gegen Pilsen nicht nur Kollege Gnabry, sondern das ganze FC-Bayern-Spiel: Leon Goretzka
Schulterte gegen Pilsen nicht nur Kollege Gnabry, sondern das ganze FC-Bayern-Spiel: Leon Goretzka. © IMAGO

Der FC Bayern kann wieder auf die Dienste von Leon Goretzka setzen: Der genesene Nationalspieler gibt im Mittelfeld in der Abwesenheit von Joshua Kimmich den Ton an.

München – Ryan Gravenberch (20) leitete mit einer konsequenten Pressing-Aktion das frühe 1:0 ein, Leon Goretzka (27) steuerte mit einem feinen Steckpass die Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:0 bei und lieferte mit einem kurzen Steilpass auch die Vorlage zum 5:0-Endstand. An drei von fünf Treffern war das Mittelfeld-Duo des FC Bayern gegen Viktoria Pilsen beteiligt.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) schwärmte nach Abpfiff von der neuen Power-Zentrale: „Sie haben darauf geachtet, dass wir eine gute Raumaufteilung haben und uns defensiv gut positionieren. Beide sind mit ihren Offensivqualitäten Spieler, die sich gerne nach vorne einschalten.“

FC Bayern: Mittelfeld-Experiment von Nagelsmann voll aufgegangen

Dabei sorgte es durchaus für Verwunderung, als Trainer Julian Nagelsmann (35) am Montag erstmals seine Pläne durchsickern ließ, Goretzka und Gravenberch gemeinsam im Zentrum auflaufen zu lassen. Beide interpretieren ihre Rolle auf dieser Position doch recht ähnlich angriffslustig. „Es ist auf jeden Fall möglich, dass beide auf der Sechs spielen, auch wenn beide eher Achter sind“, sagte Nagelsmann vor der Partie. Das Experiment war ein voller Erfolg.

Für das anstehende Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr, Sky) wird den Münchner Maschinenraum wohl wieder anderes Personal steuern. Sollte sich Joshua Kimmich (27) nach seiner Corona-Infektion rechtzeitig fit melden, ist er gesetzt. Gravenberch müsste in der Bundesliga wieder auf die Auswechselbank. Bleibt die Frage: Wer nimmt dann den Platz neben Kimmich ein – Goretzka oder Marcel Sabitzer (28)?

FCB und sein bärenstarkes Mittelfeld: Konkurrenzkampf im Klub und der DFB-Elf

„Ich bin es ehrlich gesagt ein bisschen leid, dass wir Woche für Woche darüber sprechen“, zeigte sich Goretzka von dieser wiederkehrenden Frage genervt, um dann doch darüber zu sprechen: „Wir werden sehen, wer am Samstag auf dem Platz steht. Wir werden eine schlagkräftige Truppe bekommen. Es liegt in meiner DNA und auch in der von den anderen Jungs, dass wir auf dem Platz stehen wollen. Das ist schon mein Anspruch, das habe ich auch klar gesagt.“

Am Ende des Tages müsse man diese Frage aber dem Trainer stellen. Und der war mit den jüngsten Auftritten seines Schützlings zufrieden, wie er versicherte: „Leon konnte wenig dafür, dass er zuletzt wenig gespielt hat wegen seiner Corona-Infektion und seiner Verletzung. Wenn er hereingekommen ist, hat er es immer super gemacht.“

Leon Goretzka selbst wähnt sich nach der Covid-Zwangspause wieder im Vollbesitz seiner Kräfte: „Ich habe mich heute auch von der Luft her gut gefühlt, passt alles. Da sollte nichts mehr anbrennen.“ Auch nicht beim Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund. Dort hat der 27-Jährige die nächste Möglichkeit, sich auch für höhere WM-Aufgaben zu empfehlen.

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