Rat,- aber nicht hoffnungslos

Pep niedergeschlagen: Sieht so Bayerns Hoffnung aus?

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Pep Guardiola (l.) hatte die Porto-Pleite sichtlich mitgenommen.

Porto/München - Die Verantwortlichen des FC Bayern wirken nach der Niederlage beim FC Porto rat-, aber nicht hoffnungslos. Doch das Fehlen der Flügelzange Robben und Ribéry war deutlich sichtbar.

Es war eine bittere Niederlage, die der FC Bayern am Mittwochabend einstecken musste. Die 1:3-Pleite in Porto hatte für Ernüchterung gesorgt, vor allem wegen ihrer Entstehung. Gleich drei katastrophale Fehler leisteten sich die Münchner im Viertelfinale der Champions League. Selbst der sonst so eloquente Sportvorstand war da ratlos. „Ich habe keine Erklärung dafür“, sagte Matthias Sammer über die Aussetzer von Xabi Alonso, Dante und Jerome Boateng. Pep Guardiola war schon während der Partie völlig geschockt, wähnte sich nach dem frühen 0:2-Rückstand im falschen Film.

Rummenigge spricht Mannschaft sein Vertrauen aus

So war es auch für Karl-Heinz Rummenigge unschwer zu erkennen, dass er während seiner Bankettrede in „traurige Gesichter“ schaute. Auch der FCB-Boss war über die „großen Fehler“ überrascht, wirkte aber gefasst. Vorwürfe, Verurteilungen? Fehlanzeige. Viel lieber wollte der Vorstandsvorsitzende schon die Kräfte für das Rückspiel bündeln: „Ich glaube, wir tun gut daran, uns jetzt zu sammeln. Wir müssen 2:0 gewinnen, um das Weiterkommen noch zu schaffen. Das wird nach diesem Ergebnis sicher sehr, sehr schwer. Aber ich habe großes Vertrauen zu dieser großartigen Mannschaft und diesem großartigen Trainer.“

Rat-, aber nicht hoffnungslos waren die Münchner nach der unerwartet deutlichen Niederlage gegen die portugiesische Pressingmaschine. Die hatten ihnen schon in den ersten zehn Minuten so zugesetzt, dass gerade den erfahrenen Xabi Alonso und Dante zwei haarsträubende Aussetzer unterliefen. „Das ist schwer zu erklären, wie so etwas passiert“, suchte Robert Lewandowski nach Worten. Auch Thomas Müller stöhnte: „So etwas habe ich bis jetzt auch noch nie erlebt.“

Fünf Fünfer! Bilder & Noten zu Bayerns Pleite in Porto

Doch auch in der Offensive hakte es. Echte Torchancen gab es bis auf den Treffer von Thiago (28.) kaum. „Enttäuschend ist eher, dass wir es in der zweiten Halbzeit nicht geschafft haben, das Spiel ein bisschen zu beruhigen. Und am schlimmsten war es, dann noch das 3:1 zu kassieren“, gab Müller hinterher zu Protokoll.

Überraschte Bayern

Sein Trainer schien das Geschehene auch lange nach dem Spiel noch nicht verdaut zu haben. Gedankenversunken saß er während des Banketts auf seinem Stuhl, rieb sich immer wieder dem Kopf. Diesmal war es auch Guardiola nicht gelungen, seinen Stars den richtigen Plan mit auf den Weg zu geben. Die Bayern wirkten überrascht vom aggressiven Pressing Portos und fanden ohne Robben und Ribéry keine Mittel, die Hintermannschaft der Hausherren in Verlegenheit zu bringen. Bezeichnend, dass Guardiola schon nach 55 Minuten mit Mario Götze einen der nur drei offensiv ausgerichteten Roten vom Feld nahm und durch den defensiveren Sebastian Rode ersetzte.

Nächsten Dienstag müssen sich die Münchner gewaltig steigern, wollen sie doch noch das Halbfinale erreichen. Rummenigge machte Mut: „Es gibt so ein schönes Sprichwort: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Aus unserer Situation würde ich jetzt sagen: Man soll den Tag nicht vor dem Abend kritisieren.“

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Wer von den Verletzten zurückkehrt, ist noch ungewiss – und für Sammer auch unerheblich: „Ich beschäftige mich mit denen, die da sind.“ Und die wollen die Pleite gegen Porto geraderücken. „Wir haben schon in der Kabine gesagt, wir hauen am Dienstag alles raus“, verriet Müller und kündigte an: „Es wäre kein Fußball-Wunder, sollten wir zuhause 2:0 gewinnen.“

Sven Westerschulze

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