Spitze in den Topligen

Bundesliga eine Brutstätte für junge Juwele - Aber FC Bayern abgeschlagen

Eine Studie der vergangenen zehn Jahre verdeutlicht: Keine andere Liga der fünf größten Europas setzt so sehr auf Nachwuchsspieler wie die Bundesliga. Der FC Bayern ist in dem Ranking abgeschlagen.

  • Eine Studie vergleicht das Alter von Profifußballern bei der Vertragsunterschrift. 
  • Keine der Topligen setzt so sehr auf junge Spieler wie die Bundesliga.
  • Bayern München landet bei diesem Ranking im Mittelfeld.

München - Die Bundesliga setzt auf junge Talente wie keine andere der Top5-Ligen Europas. So besagt es eine jüngst veröffentlichte Studie des Internationalen Zentrums für Sportstudien (CIES), in der das Kaufverhalten deutscher, spanischer, englischer, italienischer und französischer Erstligaklubs im Laufe des vergangenen Jahrzehnts berücksichtigt wurde. Ausschlaggebend ist hier jedoch nicht etwa das investierte Geld, sondern das Durchschnittsalter der Spieler bei Vertragsunterschrift. Und das Ergebnis ist eindeutig: Die Bundesliga ist die Brutstätte schlechthin für junge Juwele.

Von den ersten sechs Klubs des Alters-Rankings (siehe Tabelle) stammen fünf aus der Bundesliga. Leverkusen (Durschnittsalter 23,38 Jahre), Dortmund (23,51), Hoffenheim (23,99), Gladbach (24,14) und Bremen (24,45) haben in den vergangenen zehn Jahren nicht auf Erfahrung, sondern vielmehr auf Jugend gesetzt. Lediglich Real Madrid ist mit 23,54 Jahren ebenfalls in den Top5 vertreten. In dem Ranking wurden auch nur jene 42 Klubs aufgeführt, die seit 2010 nicht abgestiegen, sondern stets erstklassig geblieben sind: neun Teams aus der Bundesliga, zehn aus der Ligue1, neun aus der Serie A, sieben aus der Premier League sowie sieben aus La Liga. Die Tabelle zeigt zudem, dass die Italiener mit Abstand am meisten auf erfahrene Kräfte setzen.

Alter bei Vertragsunterschrift: FC Bayern hinter Mainz und Wolfsburg

Für die Bayern hat es nur für einen Platz im Mittelfeld gereicht. Mit einem Durchschnittsalter von 25,32 Jahren liegt der deutsche Rekordmeister auf Rang 24 vor dem FC Barcelona (25,38). Es waren sowohl junge Spieler wie Fiete Arp (zum Transferzeitpunkt 19), Sinan Kurt (18), Kingsley Coman (20), Serge Gnabry (21), Renato Sanches (18), Joshua Kimmich (20) oder Mitchell Weiser (18) dabei, allerdings setzten die Münchner gerne auch auf ältere Spieler wie Xabi Alonso (32), Claudio Pizarro (33) oder Pepe Reina (31).

David Alaba und Teamkollegen bejubeln den Sieg gegen Wolfsburg.

Die Einkaufspolitik der Leverkusener setzt hier bei 23,38 Jahren im Schnitt auf die jüngste Zielgruppe überhaupt. Auf heutige Hochkaräter wie Bernd Leno (19), Karim Bellarabi (21), Domagoj Vida (21), Arkadiusz Milik (19), Heung-Min Son (20), Emre Can (19), Julian Brandt (17), Hakan Çalhanoglu (20) oder Leon Bailey (19) setzten die Scouts der Werkself bereits in jungen Jahren.

Einen ähnlichen Blick für Rohdiamanten hat auch der BVB, der mit 23,51 Jahren im Schnitt auf Platz zwei rangiert. Und auch bei Schwarzgelb sind Talente wie Achraf Hakimi (19), Jadon Sancho (17), Ousmane Dembélé (19), Aleksander Isak (17), Julian Weigl (19), Ilkay Gündogan (20), Shinji Kagawa (21) oder Robert Lewandowski (21) zu Stammkräften gereift. Bei jungen Einkäufen hält sich die Durchbruchsquote des FC Bayern in den vergangenen Jahren nach wie vor in Grenzen.

Beim FCB hat es schon länger kein Jugendspieler zur ersten Mannschaft geschafft. Ein Ex-Löwe schießt gegen die Bayern-Jugend.

Rubriklistenbild: © MIS / Renate Feil

Auch interessant

Meistgelesen

Havertz-Hammer! Korb für den FC Bayern? Es liegt offenbar an den Spielern
Havertz-Hammer! Korb für den FC Bayern? Es liegt offenbar an den Spielern
Hoeneß: „Wichtig, nach vorne zu schauen und positiv zu denken“
Hoeneß: „Wichtig, nach vorne zu schauen und positiv zu denken“
Corona-Ansprache von Rummenigge: FCB-Stars verzichten auf viel Gehalt 
Corona-Ansprache von Rummenigge: FCB-Stars verzichten auf viel Gehalt 
Nach Hopp-Eklat: Ultras feuern Corona-Helfer an - „Was vor zwei Wochen noch das Wichtigste war ...“
Nach Hopp-Eklat: Ultras feuern Corona-Helfer an - „Was vor zwei Wochen noch das Wichtigste war ...“

Kommentare