Bayerns Nummer 1 patzt

Neuer-Schnitzer: Pep nimmt Keeper in Schutz

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Tor(heit) des Tages: Manuel Neuer legte sich das 0:1 gestern praktisch selbst ins Netz – der Anfang vom Ende.

München - Bayerns Nummer 1 leistete sich gegen Gladbach mal wieder einen Aussetzer. Pep Guardiola nimmt Manuel Neuer in Schutz.

Es war ganz anders als beim letzten Mal, und trotzdem war es so gleich. Manuel Neuer war sauer – wie damals. Er spuckte auf den Boden – wie damals. Und Manuel Neuer erhielt nicht die Chance, es wieder gut zu machen – auch das: Wie damals. Man weiß nicht, ob es Zufall ist oder doch System hat, aber diese Spiele gegen Mönchengladbach sind nicht unbedingt die liebsten des Nationaltorhüters.

Mehr als dreieinhalb Jahre ist es inzwischen her, dass der zweimalige Welttorhüter in seinem ersten Bundesliga-Spiel für die Bayern daneben langte, Igor de Camargo war es damals, der Neuers Schnitzer zum 1:0 nutzte. Und auch gestern Abend war es ein Patzer des 28-Jährigen, der zum frühen Rückstand der Bayern führte. Der Schuss des Doppeltorschützen Raffael rutschte ihm durch die Hände. „Mein Fehler“, gab der sonst so sichere Keeper nach der Partie zu und erklärte: „Das Problem war, dass ich den Ball festhalten und in meinem Bereich lassen wollte, ich wollte nicht den Rebound ermöglichen. Deshalb sah es dann so aus.“

Unglücklich, da war man sich einig. Und trotzdem war es allen Akteuren des Double-Siegers fremd, die Schuld für die Niederlage bei ihrer Nummer 1 zu suchen. Nicht wegen des Patzers habe man verloren, sagte etwa Trainer Pep Guardiola und verteidigte seinen Torwart: „Der Ball war schnell und schwer zu halten.“ Sportvorstand Matthias Sammer wurde sogar noch deutlicher und verbat sich jegliche Nachfrage: „Er hat nicht verdient, dass wir überhaupt darüber reden.“

Neuer wirkte beim Weg aus der Allianz Arena nicht so verärgert, wie man es hätte erwarten können. „Er weiß selber, dass er bei diesem Tor nicht gut ausgesehen hat“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, „aber es hilft ja nicht, da jetzt rumzumosern und rumzumeckern.“ Diese Worte hatte sich auch der Keeper zu Herzen genommen, der keine Ausreden gelten lassen wollte: „Es ist nicht das Problem, dass ich oft beschäftigungslos bin. Das war einfach ein Fehler von mir.“

Vielleicht liegt genau hier der Unterschied zu diesem Patzer im August 2011. Damals musste er sich bei Bayern noch beweisen. Inzwischen verzeiht man ihm. Weil die Münchner wissen, was sie an ihm haben. Speziell in allen Spielen, in denen es nicht gegen Gladbach geht.

hls

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