Januar 2021 äußerst unglücklich bisher

Welcher FCB-Neuzugang hat am meisten enttäuscht? Umfragewerte für drei Spieler besonders bitter

Hansi Flick und Hasan Salihamidzic.
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Hansi Flick und Hasan Salihamidzic.

Wie gut hat Hasan Salihamidzic im Sommer eingekauft? Laut den Antworten der tz-Leser sind viele mit den Resultaten der FCB-Neuzugänge unzufrieden.

München - Es würde eine schwierige Saison für den FC Bayern München werden. Nach einem Triple-Erfolg und mit den Umständen der Corona-Pandemie wartete ein straffes Programm in der Saison 2020/2021 für den Rekordmeister. Und das erste Opfer der hohen Belastung mussten die Münchner schon bringen: Das DFB-Pokal-Aus bei Zweitligist Holstein Kiel.

Um den intensiven Spiel-Rhythmus richtig zu bekämpfen, hat der FC Bayern München kurz vor Ende der Transferperiode nochmal einmal eingekauft und den Kader verbreitert. Neben Leroy Sané, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel, deren Transfers schon früher feststanden, wurden kurz vor Ende der Deadline noch Rechtsverteidiger Bouna Sarr, Douglas Costa, Eric Maxim Choupo-Moting und Marc Roca verpflichtet.

FC Bayern München: Welcher Neuzugang hat am meisten enttäuscht?

Wir haben die Leser gefragt, von welchem FCB-Neuzugang sie am meisten enttäuscht sind. Die Umfrage startete ein Tag nach dem Kiel-Match (14. Januar) und wurde am Morgen des 17. Januars geschlossen. Sie soll das aktuelle Stimmungsbild vor dem Spiel gegen SC Freiburg (hier im Live-Ticker) abholen.

32,5 Prozent der Beteiligten sind von allen Neuzugängen enttäuscht. Erster Spieler auf der Liste und Zweitplatzierter ist Leroy Sané (24 Prozent). Er ist die größte Enttäuschung für den FCB-Fan. Er galt als Fabel-Transfer und größter Hoffnungsträger. Zu Beginn seiner Bayern-Zeit startete Sané vielversprechend, fiel danach mit kleinen Verletzungen in ein Loch. Sein Tiefpunkt war die Ein- und Auswechslung gegen Bayer Leverkusen vor Weihnachten, die mit einer deutlichen Aussage von Karl-Heinz Rummenigge am Tag darauf erklärt wurde. Nun versucht Sané zu alter Form zurückzufinden. Gegen Gladbach gab er sich kämpferisch, gegen Kiel wäre er mit einem Sensations-Treffer beinahe zum Match-Winner geworden. Beinahe.

Douglas Costa (13,4 Prozent) und Bouna Sarr (12,2 Prozent) haben sich auch noch nicht in die Herzen der Fans gespielt. Costas Konkurrenz auf den Außen ist enorm. Kingsley Coman zeigte super Leistungen, bevor er an kleineren Wehwehchen laborierte, Serge Gnabry ist Serge Gnabry und neben Leroy Sané gibt es ja auch noch den jungen Jamal Musiala (Spieler aus der eigenen Jugend zählen hier nicht in die Kategorie „Neuzugang“). Costa fiel im Vergleich bisher deutlich ab. Sarr durfte sogar gegen Dortmund im Topspiel starten, seitdem ist der Wurm drin. Auch wenn Stamm-Rechtsverteidiger Benjamin Pavard schwächelt, scheint der Franzose noch kein adäquater Ersatz zu sein. Sarrs Auftritt gegen Kiel war schwach.

FC Bayern München: Auswertung der Umfrage - einige kommen gar nicht gut weg

Unglücksrabe Marc Roca (zum Zeitschinden eingewechselt, entscheidenden Elfer verballert) wird von den Fans noch in Schutz genommen mit lediglich sechs Prozent der Stimmen. Von Choupo-Moting, der nicht einmal gegen Gladbach bei Rückstand eingewechselt wurde, sind auch kaum die Fans enttäuscht (zwei Prozent). Nianzou, der verletzt ist, und Nübel, der auf der Bank sitzt, bekommen auch sehr wenige Stimmen - zu wenige Spielminuten, um wirklich eine Bewertung abgegeben zu können.

Wer weiß, vielleicht schaut das nach dem Januar und einer Siegesserie nach der aktuellen Tiefform wieder ganz anders aus. Und ein paar Neuzugänge können sich in die Herzen der Fans spielen. Welcher Neuzugang wird am Ende der Saison am ehesten ein Publikumsliebling sein?

In der Bundesliga ging es derweil rund. Das Freitagsspiel wurde von einem Rassismus-Eklat überschattet, das Spiel von Borussia Mönchengladbach beim VfB Stuttgart von der kritischen Entscheidung in letzter Sekunde. (ank)

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