WhatsApp-Leak

FC Bayern: Heikle Enthüllung um Niklas Süle - „Keine Lust mehr hier“

Niklas Süle sitzt auf der Reservebank
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Niklas Süle und der FC Bayern München: Nicht immer eine harmonische Beziehung. Das beleget auch ein heikler Chat des Verteidigers.

Ein pikanter WhatsApp-Chat von Niklas Süle legt nahe, dass der bullige Abwehrspieler beim FC Bayern mehr als einmal kurz vor dem Absprung stand. Nagelsmann reagiert empört.

München - Niklas Süle* hatte beim FC Bayern München* nicht immer einen leichten Stand: Schwächephasen und vermeintliche Probleme mit der Disziplin ließen in der Vergangenheit immer wieder Wechselgerüchte aufkommen. Dass der 26-jährige Nationalspieler tatsächlich schon mehrmals kurz vor dem Absprung stand, zeigen jetzt aufgetauchte Chat-Protokolle mit einem Berater. Der Nachrichtenverlauf hat es in sich. Bayern-Coach Julian Nagelsmann* hat bereits reagiert.

Süles WhatsApp-Nachrichten sind Bestandteil eines Rechtsstreits zwischen den beiden Beratern Murat Lokurlu und Ex-Nationalspieler Karlheinz Förster. Es geht um Transferprovisionen. Am 28. September soll im badischen Mosbach vor Gericht die Frage geklärt werden, wer von beiden die entscheidende Kraft bei den Transfers von Süle nach München und von Timo Werner zu Chelsea war.

FC Bayern: WhatsApp-Nachrichten von Niklas Süle landen vor Gericht

Dem Spiegel liegt die Prozessakte vor. In der Causa Werner kam so heraus, dass er – scheinbar widerwillig – einen Vertrag bei den Bayern unterschrieben hatte*, bevor er dann doch nach London wechselte. Dort wäre auch Süle gerne gelandet, wie laut Spiegel aus seinen WhatsApp-Nachrichten an Berater Lokurlu hervorgeht.

Im November 2018 beauftragte der stämmige Innenverteidiger demnach seinen Berater, Angebote aus England einzuholen. Wo genau es hingehen sollte, spielte für Süle scheinbar keine große Rolle. „Wenn einer sagt der würde mich nehmen von den großen Clubs sag mir Bescheid“, zitiert der Spiegel aus dem Chatprotokoll. Am nächsten Tag berichtete Lokurlu dem Bayern-Verteidiger von Gesprächen mit Manchester United und dem FC Chelsea. Auch von einem bereits vereinbarten Treffen mit den Red Devils ist die Rede. „Super das wird geil“, antwortete Süle laut Spiegel. Zu einem Wechsel kam es jedoch nicht.

FC Bayern: 2019 hatte Niklas Süle einen kuriosen Wechselwunsch

Ein Jahr später chatteten Süle und Lokurlu erneut. Obwohl der FC Bayern drei Tage zuvor Tottenham mit 7:2 aus dem eigenen Stadion geschossen hatte und Süle in der Startelf stand, erkundigte sich der heute 26-Jährige nach einem Engagement bei den Spurs. „So ein geiler Club“ und „keine Lust mehr hier will unbedingt nach England“ soll Süle laut Spiegel geschrieben haben.

Doch dann kam das Bundesligaspiel gegen Augsburg am 20. Oktober 2019. Süle riss sich ohne Gegnereinwirkung das Kreuzband und fiel monatelang aus. Ein Wechsel war somit vom Tisch. Der Verteidiger ließ dem Spiegel über einen Anwalt ausrichten, dass der aus den WhatsApp-Nachrichten ersichtliche Kontakt zwischen ihm und Lokurlu „rein informeller Natur“ gewesen sei. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine geschäftliche Beziehung bestanden und keinen Vertrag gegeben.

Diese würden sich übrigens auch nach Corona wieder in einer gefährlichen Preisspirale befinden - glaubt FCB-Chef Herbert Hainer.

Niklas Süle: Nagelsmann echauffiert sich über veröffentlichte WhatsApp-Nachrichten

Nach dem 3:1-Sieg gegen Greuther Fürth* – Süle spielte 87 Minuten lang - reagierte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann auf den Enthüllungsbericht. „Ich finde es grenzwertig, wenn solche Chat-Verläufe an die Öffentlichkeit gegeben werden. Das hat auch mit Vertrauen zu tun“, echauffierte sich der Bayern-Coach. Mit Süle habe er nicht über die vermeintlichen Nachrichten gesprochen, erklärte er. „Er hatte zuletzt keine leichte Zeit bei Bayern, aber ich bin absolut zufrieden mit ihm.“ (jo) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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