Sieg in der Champions League

FC Bayern: Noten gegen FC Salzburg: Youngster solide - zwei Stars enttäuschen

Trainergespann des FC Bayern: Hermann Gerland (li.) und Hansi Flick.
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Trainergespann des FC Bayern: Hermann Gerland (li.) und Hansi Flick.

Der FC Bayern bezwingt den FC Salzburg in der Champions League und steht im Achtelfinale. Hier gibt es die Einzelkritik.

  • Champions League: Der FC Bayern schlägt den FC Red Bull Salzburg und ist Gruppensieger.
  • Ein Youngster gab ein solides Debüt.
  • Zwei Münchner erwischten keinen guten Tag. Die tz-Noten der Flick-Elf.

Update vom 25. November, 23.50 Uhr: Keine Gala, aber ein gelungener Abend: Der FC Bayern steht mit dem Heimsieg gegen den FC Salzburg als Gruppensieger fest. Welche Spieler konnten überzeugen, welche nicht? Das sind die tz-Noten für die Bayern-Stars:

Manuel Neuer: Bis auf das eine oder andere Schüsschen der Salzburger eher ein ruhiger Abend für den Torhüter. Für Aufsehen sorgte Neuer nur in der ersten Halbzeit, als er einen Ball über die Bande lupfen wollte, um einen gegnerischen Einwurf hinauszuzögern. Allerdings prallte das Leder von der Bande zurück ins Feld und so musste Neuer seinen Gegenspieler in bester Ringer-Manier am Einwurf hindern – und kassierte Gelb. Note: 3

Benjamin Pavard: Über die Seite des Franzosen machten die Österreicher ordentlich Druck. Pavard wusste mit seiner aggressiven Spielweise allerdings, sich nicht überrennen zu lassen. Durch das hohe Pressing war er jedoch meistens mit Defensivarbeit beschäftigt und konnte die Offensive nur wenig unterstützen. Note: 3 (ab 63. Lucas Hernandez: o.B.)

Jerome Boateng: Der Innenverteidiger schlug einmal mehr viele lange Bälle und sollte dadurch für Entlastung gegen die giftigen Salzburger sorgen. In den Zweikämpfen präsentierte er sich gewohnt kompromisslos und abgezockt. Note: 3

David Alaba: Mal wieder ein wackeliger Auftritt des Abwehrchefs. In den ersten 15 Minuten leistete er sich zwei große Unkonzentriertheiten, die beinahe zu Gegentreffern geführt hätten. Ansonsten dirigierte der Österreich die Abwehr und Vorderleute lautstark. Note: 4

Chris Richards: Der US-Amerikaner kam bei seiner Königsklassen-Premiere an seine Grenzen, was bei einem Drittliga-Spieler aber verständlich ist. Die äußerst aggressiv pressenden Salzburger liefen Richards häufig in hohem Tempo an und versuchten ihn dadurch zu Fehlern zu zwingen. Seine Fehlerquote hielt sich trotzdem in Grenzen, was man ihm hoch anrechnen musste. Note: 3

Marc Roca: Von Nervosität war bei Roca keine Spur, im Gegenteil: Er riss das Spiel bei seinem ersten Champions-League-Auftritt an sich. Der Spanier war stets anspielbar und bewahrte auch in Druck-Situationen die Ruhe am Ball. Mit kurzen Dribblings verschaffte er sich häufig Raum, um mit den anschließenden Pässen für Räume bei seinen Mitspielern zu sorgen. So leitete er auch den 1:0-Führungstreffer durch Lewandowski ein. Die gelbrote Karte war ein unwürdiger Abschluss. Note: 3

Leon Goretzka: Der Mittelfeldspieler zeigte nur selten seine gefürchteten Box-to-Box-Künste, wie das Marschieren von eigenen in den gegnerischen Strafraum im modernen Fußball genannt wird. Das 2:0 durch Coman bereitete Goretzka mit einem beherzten Zweikampfverhalten ein. Note: 3

Serge Gnabry: Es machte gestern Abend den Anschein, als sei Gnabry nicht zu 100 Prozent mit dem Kopf bei der Sache: Ihm unterliefen in der eigenen Hälfte gefährlich Fehlpässe und in der Offensive kam er häufig einen Schritt zu spät. Note: 4 (ab 63. Leroy Sané: o.B.)

Thomas Müller: Lauf-Wunder, verlängerter Arm des Trainers und freilich auch Raumdeuter: Müller zeigte gestern wieder die ganze Bandbreite seiner Ausnahmefähigkeiten. Der Lohn für sein Engagement war ein halber Assist, nachdem sein Torschussversuch vom Salzburger Schlussmann nach vorne abgewehrt wurde. Note: 2

Kingsley Coman: Schönes Dribbling im Strafraum zum 2:0, gleiches galt für seine gefühlvolle Flanke auf Sané zum 3:0. Note: 2

Robert Lewandowski: Kein einfaches Spiel für den Superstürmer gegen die hoch gewachsene und zweikampfstarke Innenverteidigung aus der Mozart-Stadt. Dann musste eben ein Abstauber für den Torerfolg sorgen. Note: 2

Leroy Sané, Lucas Hernandez, Douglas Costa und Javi Martinez ohne Bewertung.

FC Bayern: Aufstellung gegen FC Salzburg? Flick überrascht mit zwei Neulingen

Update vom 25. November, 19.54 Uhr: Die Aufstellung des FC Bayern ist da! Coach Hansi Flick überrascht dabei und bringt zwei unerfahrene Spieler.

So stehe Marc Roca und Chris Richards in der Startelf gegen den FC Salzburg in der Champions League.

Die Aufstellung des FC Bayern im Stenogramm: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Richards - Roca, Goretzka - Gnabry, Müller, Coman - Lewandowski

München - Keine leichten Wochen für den FC Bayern. Große Personalsorgen mischen sich mit einem enttäuschenden Unentschieden in der Bundesliga gegen Bremen. Doch der Terminkalender ist gnadenlos - am Mittwoch geht es schon gegen den FC Salzburg in der Champions League. Welche Elf schickt Hansi Flick ins Rennen?

FC Bayern: Aufstellung gegen FC Salzburg? Drei Profis nicht dabei - Flick bangt um Hernandez

Auf der Pressekonferenz verschaffte er einen Überblick. Nicht dabei: Corentin Tolisso, Bouna Sarr und Niklas Süle. Lucas Hernandez plagt sich noch mit seinem Becken herum. „Bei Lucas schauen wir, ob es reicht“, sagte Flick. Ein Startelfeinsatz ist wohl nur mit einer Blitzheilung möglich - ansonsten muss wohl David Alaba wieder nach außen rücken. „Wir haben da mehrere Optionen“, deutete Flick an. Genaueres ließ er sich aber nicht entlocken. Auch Talent Chris Richards stünde als Möglichkeit bereit.

Mehrmals wurde der FCB-Trainer nach dem Fitnesszustand von Niklas Süle gefragt. Verschiedene Berichte ließen vermuten, der Innenverteidiger hätte ein paar Kilo zu viel. „Er muss noch aufholen. In der Phase ist es einfach auch mal wichtig, ihn rauszunehmen. Er hatte zwei schwere Verletzungen. Wie Sie das dann interpretieren, ist Ihre Sache“, rechtfertigte Flick seine Entscheidung.

FC Bayern: Aufstellung gegen FC Salzburg? Flick hat im Angriff freie Wahl

Der 55-Jährige warnte vor dem Gegner und zollte der Mannschaft von Jesse Marsch Respekt. „Salzburg ist ein sehr unbequemer Gegner. Es wird eine schwere Aufgabe. Wenn wir an einem Strang ziehen, sind wir aber schwer zu schlagen“, sagte er. Im Gegensatz zur Abwehr hat Flick im Angriff freie Wahl. Vier Flügelflitzer streiten sich um zwei Plätze. Kingsley Coman, Leroy Sané, Serge Gnabry und Douglas Costa stehen bereit - wer nun den Vorzug bekommt, ist recht offen.

Es ist davon auszugehen, dass die offensiv gefährlichen Salzburger ihre Chancen besser als die Bremer nutzen werden. Wichtig wird sein, weniger als in den letzten Spielen zuzulassen. Wenn das gelingt, ist mit einem Sieg der Einzug in die K.O.-Phase perfekt. (epp)

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