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Pavard in neuem System zu alter Stärke – Bayern-Star glänzt als Innenverteidiger

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Münchens Benjamin Pavard ist vor Bielefelds Masaya Okugawa am Ball
Benjamin Pavard überzeugte gegen Bielefeld in der Innenverteidigung. © Peter Kneffel/dpa

Bisher beackerte Benjamin Pavard beim FC Bayern zumeist die rechte Seite. Doch der Defensivspieler der Münchner blühte zuletzt auf einer anderen Position auf.

München – Langsam, aber sicher findet Abwehrspieler Benjamin Pavard zurück zu alter Stärke. Mit dem neuen Spielsystem von Bayern-Cheftrainer Julian Nagelsmann hatte der Franzose bisher seine Probleme. Das war seinem Spiel als Rechtsverteidiger deutlich anzumerken.

Pavard ist keiner, der als Außenverteidiger die Linie rauf und runter marschiert und dadurch Offensiv-Aktionen kreiert. Anders als Alphonso Davies auf der linken Seite, dessen offensive Spielweise perfekt zur Philosophie von Nagelsmann passt. 

FC Bayern: Pavard spielt laut Trainer Nagelsmann „lieber innen“

„Er ist einer, der lieber in der Viererkette spielt oder in einer Dreierkette lieber innen als auf der rechten Offensivposition“, beschrieb der Landsberger Fußball-Lehrer die Präferenzen Pavards. Nagelsmann hat sich in den vergangenen Wochen darum intensiv Gedanken gemacht, wie er Pavards Stärken in seinem System wieder zum Vorschein bringt. Einen ersten Vorgeschmack darauf gab es beim 1:0-Sieg des FC Bayern gegen Arminia Bielefeld.

Wegen des Trainingsrückstands der Abwehrspieler Niklas Süle und Josip Stanisic nach überstandenen Corona-Infektionen und der Schulterverletzung von Tanguy Nianzou musste Nagelsmann improvisieren. Also schickte er gegen die Arminia eine Art Dreierkette aufs Feld – mit Pavard als rechtem Innenverteidiger. Das funktionierte gut. Vor ihm spielte Landsmann Kingsley Coman als Schienenspieler – oder, wie Nagelsmann die Position bezeichnet, als „Joker“ – und erledigte die Offensiv-Aufgaben.

FC Bayern: Pavard blüht als Innenverteidiger auf – doch vorerst wohl nicht auf Dauer

Somit konnte sich Pavard ausschließlich auf seine Abwehrarbeit konzentrieren und blühte in zentraler Position regelrecht auf. Es ist kein Geheimnis, dass sich der Weltmeister in der Innenverteidigung und nicht als Außenverteidiger sieht. „Meine Position ist schon immer die Innenverteidigung. Da fühle ich mich am wohlsten, da habe ich am meisten Spaß. Ich denke, auf dieser Position sieht man meine Qualitäten besser“, sagte Pavard im Oktober.

Hat „Benji“ in Zukunft tatsächlich eine Perspektive im Abwehrzentrum? Eher unwahrscheinlich. Nicht umsonst haben sich die Bayern-Verantwortlichen dazu entschlossen, nun doch vorzeitig mit Innenverteidiger Süle zu verlängern.

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