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Bayern hat „Goldjunge“ auf der Wunschliste - der soll aber eine Milliarde Euro kosten

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Von: Christoph Klaucke

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Die Bayern-Bosse Oliver Kahn (re.) und Hasan Salihamidzic basteln offenbar an einem Rekordtransfer.
Die Bayern-Bosse Oliver Kahn (re.) und Hasan Salihamidzic basteln offenbar an einem Rekordtransfer. © Bernd Feil/Imago

Der FC Bayern ist offenbar an einem Supertalent interessiert. Der Haken: Der Jungstar des FC Barcelona soll eine Milliarde Euro Ablöse kosten.

München - Angelt sich der FC Bayern wieder einen Golden Boy? Es handelt sich nicht um Dortmunds Erling Haaland, der die Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler Europas im Vorjahr gewinnen konnte. Nein, die Rede ist vom aktuellen Gewinner, Barcelonas Pedri, mit dem die Bayern schon seit einigen Monaten immer wieder in Verbindung gebracht werden. Der Spanier könnte zum neuen Rekordtransfer der Münchner avancieren, seine Ausstiegsklausel ist schon jetzt rekordverdächtig - eine Milliarde Euro.

FC Bayern: Eine Milliarde Euro für Golden Boy?

Der FC Bayern hat laut dem spanischen Fachblatt AS das 18-jährige Mittelfeld-Juwel Pedri vom FC Barcelona weiterhin fest im Blick. Dem Bericht zufolge wollen die Bayern im kommenden Sommer einen weiteren Anlauf im Werben um das Ausnahmetalent nehmen. Offenbar soll Pedri „mit dem vierfachen seines aktuellen Gehalts” an die Säbener Straße gelockt werden.

Wird Pedri gar der neue Rekordtransfer? Zur Erinnerung: Abwehrmann Lucas Hernandez ist seit seinem Wechsel 2019 von Atletico Madrid für 80 Millionen Euro der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte.

FC Bayern: Barca ruft Mondpreis für Pedri auf - es gibt eine einfache Erklärung

Doch selbst das könnte am Ende nicht reichen, um Pedri aus Barcelona loszueisen. Der spanische Nationalspieler hat seinen Vertrag erst Mitte Oktober bis 2026 verlängert. Die festgelegte Rekord-Ausstiegsklausel beträgt nicht weniger als eine Milliarde Euro. Selbst Lionel Messis hatte zuletzt „nur“ bei 700 Millionen Euro gelegen. Eine Milliarde werden die Bayern sicher nicht auf den Tisch legen müssen, doch für unter 100 Millionen Euro dürfte Pedri wohl nicht zu haben sein.

Die astronomisch hohe Ausstiegsklausel ist eine Folge des spanischen Arbeitsrechts. Diese besagt, dass Arbeitnehmern, und eben auch Fußball-Profis, die Möglichkeit eingeräumt werden muss, jederzeit aus einem Arbeitsverhältnis austreten zu können. Eine Ausstiegsklausel gewährleistet diese Regelung. Die Klubs wollen aber weiterhin über ihre Spieler „bestimmen“ und schreiben deshalb irrwitzige Summen in die Verträge.

Pedro González López
Geboren: 25. November 2002 (Alter 18 Jahre), Tegueste, Spanien
FC Barcelona
Zentrales Mittelfeld
Marktwert: 80 Millionen Euro
Vertrag bis: 30. Juni 2026
Ausstiegsklausel: eine Milliarde Euro

FC Bayern: Nächster Golden-Boy-Transfer? Pedri könnte auf Renato Sanches folgen

Pedri wäre nicht der erste Golden Boy in München. Im Sommer 2016 ließen sich die Bayern den frisch gebackenen portugiesischen Europameister Renato Sanches 35 Millionen Euro kosten. Der Mittelfeldspieler erwies sich allerdings schnell als Fehlinvestition und wurde nach drei Jahren und nur 53 Spielen nach Frankreich zum OSC Lille weiterverkauft.

Es gibt noch eine weitere Parallele zwischen Pedri und Sanches. Beide feierten bei einer Europameisterschaft ihren Durchbruch und trumpften auf internationaler Bühne ganz groß auf. Sanches holte mit Portugal 2016 den EM-Titel, Pedri scheiterte mit Spanien in diesem Jahr im Halbfinale im Elfmeterschießen am späteren Europameister Italien. Auch bei Olympia in Tokio stand Pedri in allen Partien auf dem Platz, musste sich aber im Finale nach Verlängerung Brasilien geschlagen geben.

Pedri ist Barcelonas Zukunft - FC Bayern will dazwischen grätschen

Diesem Pensum muss Pedri in dieser Saison allerdings Tribut zollen und kommt wegen muskulärer Probleme nur auf vier Pflichtspiele für Barca. Dennoch darf bezweifelt werden, dass die Katalanen ihr „neues Aushängeschild“ veräußern werden. Die 20 Millionen Euro Ablöse, die Barcelona 2019 an Las Palmas überwies, haben sich längst bezahlt gemacht. Im Herbst 2020 gab Pedri sein Debüt im Camp Nou. Zudem dürfte sich Barcas neuer Trainer Xavi in Pedri ein Stück weit wiedererkennen.

Ein weiteres Problem aus Bayern-Sicht: Der erst 18-jährige Pedri hat offenbar selbst keinerlei Absichten, den FC Barcelona vorzeitig zu verlassen und fühlt sich sehr wohl. Doch der FC Bayern lässt nichts unversucht und könnte schließlich auch von der finanziellen Schieflage der Katalanen profitieren. Einen Wechsel von Messi hat bis zu seinem Abschied nach Paris schließlich auch kaum einer für möglich gehalten. (ck)

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