Nach Spiel gegen Dinamo Zagreb

Pep Guardiola empfiehlt Joshua Kimmich für DFB-Elf

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Joshua Kimmich im CL-Spiel des FC Bayern gegen Dinamo Zagreb.

München -  „Joachim Löw hat eine neue Option“, sagte der Pep Guardiola nach dem 5:0-Sieg des FC Bayern gegen Dinamo Zagreb. Gemeint war Nachwuchsstar Joshua Kimmich.

Gerade hatte sich alles geordnet. Die Journalisten bildeten einen einigermaßen ordentlichen Halbkreis, an ihren Diktiergeräten blinkte das rote Licht. Joshua Kimmich war schon mitten in der Analyse seines ersten Champions-League-Spiels über 90 Minuten, da tauchte von hinten ein Störenfried auf. „Super Junge, gutes Spiel gemacht“, polterte Thomas Müller, klopfte dem Teamkollegen auf die Schulter und brachte ihn aus dem Konzept. Und als er schon fast wieder weg war, rief dieser Müller noch einmal, noch lauter durch den Gang: „Ein Weltklasse-Spiel!“

Es war natürlich einer dieser üblichen Müller-Scherze. Man hätte sich diese Szene auch ganz locker mit David Alaba vorstellen können oder dem neuen 30-Millionen-Mann Douglas Costa. Aber es war Joshua Kimmich, der dort stand, lächeln musste, wieder neu ansetzte mit seiner Analyse. „Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, Vollgas zu geben!“, sagte er bescheiden.

Da stand allerdings längst fest, dass es nicht nur beim Versuch geblieben war. Kimmich hatte 90 Minuten lang in der Alonso-Rolle vor der Abwehr überzeugt (90 von 98 Pässen kamen an), sein Trainer Pep Guardiola bestätigte den Eindruck mit einem dicken Lob. „Joachim Löw hat eine neue Option“, sagte der Spanier nach dem 5:0-Sieg. „Joshua wird Nationalspieler – früher oder später!“

Und Guardiola legte nach. Der Trainer gilt ohnehin als großer Fan des Neuzugangs von Red Bull Leipzig, nach dem Erfolg über Zagreb war der Spanier wohl auch zufrieden mit sich, den Mut aufgebracht zu haben, in so einem wichtigen Spiel auf einen Nachwuchsmann zu setzen. Pep sagte: „Joshua hat wahnsinnig gut gespielt, mit großer Seriosität. Er hat alles. Joshua ist eine wahnsinnige Verpflichtung von Bayern München für die Zukunft.“

Das alles hatte der 20-Jährige nicht mitbekommen. Er erklärte einfach, was gut gelaufen war. Kimmich: „Wir wussten, dass Zagrebs Stürmer immer den Sechser zustellt, und dass wir dann Überzahl schaffen müssen mit den Innenverteidigern. Das hat dann ganz gut geklappt.“ Für den Jung­spund war die Partie auch eine Bestätigung, dass er mit dem Wechsel zu Bayern die richtige Entscheidung getroffen hat. Mit Einsatzzeiten ist er bis jetzt zumindest zufrieden. „Der Trainer weiß schon, was er macht“, sagte Kimmich. „Und bisher war es in Ordnung. Ich durfte im Pokal ran, dann gegen Darmstadt, jetzt von Anfang an. Dazu hat er mich ein paar mal reingebracht. Ich hoffe, es geht weiter so. Würde er mir nicht vertauen, würde er mich in solchen Spielen nicht bringen.“ Und sicher nicht so loben…

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mic

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