CL-Finale bietet besondere Pointe

Pikantes Wiedersehen für PSG-Star mit Hoeneß und FC Bayern: Folgt jetzt die erbitterte Rache?

Im Finale der Champions League kommt es zu einer ganz besonderen Pointe: Ein Ex-Bayern-Star trifft mit PSG auf die Münchner. Er hat noch eine Rechnung offen.

  • Der FC Bayern trifft im Finale der Champions League auf Paris St. Germain.
  • Juan Bernat wechselte 2018 von München nach Paris - nachdem er von Uli Hoeneß übel bloßgestellt wurde.
  • Jetzt hat Bernat die Gelegenheit, sich an seinem Ex-Verein zu rächen.

Lissabon - „Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden wären. Auf deutsch gesagt: Er hat einen Scheißdreck gespielt.“

Rumms - das waren die Worte des damaligen FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß über seinen Spieler Juan Bernat. Heute ist diese Pressekonferenz Kult und dient als negatives Beispiel für die Außendarstellung eines Fußballvereins. Hoeneß‘ öffentlicher Bloßstellung folgte der Wechsel des Spaniers zu PSG. Jetzt schließt sich ein Kreis: Im Champions-League-Finale trifft Bernat erstmals wieder auf seinen Ex-Verein.

Champions League: FC Bayern gegen PSG: Wiedersehen mit dem „verstoßenen“ Juan Bernat

Wenn am Sonntag in Lissabon Bayern gegen PSG spielt, gibt es wohl kaum einen Spieler, der motivierter sein wird als Juan Bernat. Die Hoeneß-Wutrede wird zum Bumerang, sollte PSG triumphieren. Der Linksverteidiger antwortete damals in vielsagender Weise auf die Kritik : „Ich habe dazu nichts zu sagen. Mir wurde als Kind beigebracht, dankbar zu sein.“ Viele Bayern-Fans stellten sich hinter den Linksfuß, bis heute ist er bei den Anhängern alles andere als das Feindbild, das Hoeneß einst von ihm zeichnete.

Bei den Bayern kam Bernat zwar auf stattliche 113 Einsätze, gehörte aber nie voll zum Stammpersonal. Unter Thomas Tuchel ist er unumstrittener Stammspieler, verpasste in der aktuellen Champions-League-Saison einzig das Hinspiel gegen Borussia Dortmund. Nicht schlecht für einen, der „einen Scheißdreck“ spielt. In den neun Partien in der Königsklasse steuerte der 27-Jährige insgesamt zwei Tore und zwei Vorlagen bei, im Halbfinale gegen Leipzig traf er (mit seinen 1,70m) sogar per Kopf zum 3:0-Endstand.

FC Bayern: Hoeneß-Aussage über Juan Bernat könnte zum Bumerang werden

Immerhin zeigte Hoeneß Reue - das „eine oder andere Wort“ würde er heute nicht mehr gebrauchen. Es habe ihm sehr leid getan, den Spanier für seine Spielweise beleidigt zu haben. Der Spanier kann am Sonntag die endgültige Antwort auf dem Platz geben.

Hoeneß sagte in seiner Brandrede: „Das Wohl und Wehe des FC Bayern hängt nicht an Juan Bernat.“ Gut möglich, dass das Wohl des FC Bayern am Sonntag tatsächlich an Juan Bernat hängt. (epp)

Juan Bernat, ehemaliger Spieler des FC Bayern, hat sich schwer verletzt. Nun muss der Verteidiger mehrere Monate aussetzen. Viele ehemalige Mitspieler wünschten ihm öffentlich gute Besserung.

Rubriklistenbild: © FRANCK FIFE/AFP

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