RBL-Stürmer im Fokus

Arroganz bei RB Leipzig? Timo Werner spricht vor Kracher gegen den FC Bayern Klartext

Für RB Leipzig steht am Wochenende ein ungemütlicher Gang an: Es geht zum FC Bayern München. Dort gab es für Timo Werner und Teamkollegen bislang nicht mal ein Tor zu bejubeln. Der Stürmer spricht über das anstehende Duell.

  • Am kommenden Sonntag spielt der FC Bayern gegen RB Leipzig.
  • Timo Werner spricht im Kicker über das Bundesliga-Topspiel.
  • Wie sieht das Erfolgsrezept von RBL aus? Die Bilanz in München ist verheerend.

Leipzig/München - Er ist der einzige Stürmer, der es in der Bundesliga mit Bayern-München-Knipser Robert Lewandowski aufnehmen kann: Timo Werner. Nach 20 Spielen steht der Leipziger bei ebenso vielen Treffern, der Münchner schoss nur zwei Tore mehr. Und doch ist die breite Brust des deutschen Nationalspielers zuletzt etwas geschrumpft. RB Leipzig gewann nur eine der drei Rückrundenpartien, verlor die Tabellenführung an den FC Bayern und Werner blieb zwei Mal ohne Torerfolg. Am Dienstag (18.30 Uhr, so sehen Sie die Partie live) steht für ihn und RB das Pokal-Achtelfinale bei Eintracht Frankfurt an, Sonntag dann das Liga-Topspiel in München.

RB Leipzig: Steht Timo Werner und Co. die Rolle des Jägers besser?

„Wir wären lieber zu den Bayern gefahren im Bewusstsein, dass wir uns einen möglichen Punktverlust erlauben können“, erklärte Werner im Kicker-Interview. Das ist nach der Liga-Pleite in Frankfurt (0:2) und dem Remis am vergangenen Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach (2:2) aber nicht mehr drin. Wie es zu den Leipziger Patzern kommen konnte? Der Offensivmann meint: „Wir waren einige Zeit lang nicht mehr die Jäger, die wir die letzten Jahre waren, sondern die Gejagten. Und das spürten wir natürlich auch.“

20 Tore, sieben Vorlagen: Timo Werner hat eine beeindruckende Bilanz.

Jetzt ist RB Leipzig zurück in der bekannten Rolle des Verfolgers, dafür geht’s am Sonntag in die Münchner Allianz Arena – und die Bilanz dort liest sich ernüchternd: 0:3, 0:2, 0:1. „Wir müssen in solchen Topspielen einfach diesen Mut von Anfang an zeigen“, fordert Werner, räumt aber auch ein: „Wir sollten nicht die Arroganz besitzen, uns als Favorit einzustufen und zu glauben, dass die Bayern vor uns Angst haben.“ Im Vergleich mit RB Leipzig hätten die Münchner und auch der Tabellen­dritte Borussia Dortmund „noch mal eine höhere Qualität“.

Nach dem Achtelfinal-Krimi zwischen Schalke 04 und Hertha BSC redete kaum noch jemand über Fußball. Berlins Trainer Jürgen Klinsmann und seine Spieler beklagten sich über rassistische Äußerungen gegen Verteidiger Jordan Torunarigha.

Timo Werner: „Habe noch reichlich Zeit, mich zu verbessern“

Dass Timo Werner zu den absoluten Spitzenkräften in Deutschland zählt, ist aber unbestritten. Trotzdem entschied sich der FCB im vergangenen Sommer gegen eine Verpflichtung des gebürtigen Stuttgarters. Sportdirektor Hasan Salihamidzic erklärte das damit, dass Werner Räume brauche, die es im Münchner System so nicht geben würde.

Diese Aussage nimmt Werner gelassen hin, erklärt: „Ich lag nicht mit offenen Augen im Bett und habe über diese Einschätzung gegrübelt.“ Und weiter: „Top-Stürmer wie Suarez und Lewandowski waren mit 23 auch nicht auf dem Niveau, das sie dann mit 28 erreichten. Also habe ich auch noch reichlich Zeit, um mich zu verbessern.“ 

Obwohl Timo Werner erst im August seinen Vertrag bis 2023 bei RBL verlängert hat, gibt er zu: „Wenn man mit 23 Jahren im bisherigen Saisonverlauf 20 Tore erzielt hat, weckt das natürlich Interessenten. Aber Stand jetzt mache ich mir keine Gedanken, was in der Zukunft passiert.“ 

Beim FC Bayern gibt es währenddessen schlechte Nachrichten: Ein Offensiv-Star hat sich im Training den Knöchel gebrochen.

jau/pf

Rubriklistenbild: © AFP

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