Dem Dementi des Vaters zum Trotz

Spanier lassen nicht locker: Alaba will zu Real

München - David Alabas Vater und Berater George hat ein Treffen mit Verantwortlichen von Real Madrid bereits dementiert. In der spanischen Presse schießen die Spekulationen um einen Wechsel des Österreichers trotzdem ins Kraut.

Mei, Ihr lieben Spanier! Irgendwann ist doch auch mal gut!

Offenbar aber nicht! Die spanischen Medien lassen im Fall David Alaba und dessen angeblichen Wunsch, zu Real Madrid wechseln zu wollen, nämlich einfach nicht locker. Die "Marca" hatte vor einigen Tagen über ein Treffen zwischen dem Vater und Berater des Bayern-Stars, George, und Verantwortlichen von Real berichtet. Das Dementi ließ jedoch nicht lange auf sich warten. "Das stimmt nicht. Das Treffen hat es nicht gegeben", betonte George Alaba gegenüber dem "Kicker" und fügte hinzu: "Es gibt dafür auch keinen Grund. David ist sehr happy in München."

Damit sollte doch alles gesagt sein. Eigentlich. Doch derzeit ist ja Länderspielpause, daher gibt es in der spanischen Hauptstadt offenbar nicht genug über den Lieblingsverein der Königsfamilie zu berichten. Also dreht und wendet man einfach das bereits verwendete Gerücht, lässt das Dementi mit einfließen und verpackt es als strategischen Schachzug der Alaba-Seite, um einen Wechsel nach Spanien zum Saisonende zu forcieren. Und zwar berichtet die "Marca" wie folgt:

David Alaba habe seine Entscheidung längst getroffen, den FC Bayern nach sieben Jahren verlassen zu wollen. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen soll demnach im Sommer der Verein verlassen werden, dem bis 2018 laufenden Vertrag zum Trotz. Real Madrid sei die erste Option des Österreichers, der sich, genauso wie sein Vater, aber aus strategischen Gründen über den Wechselwunsch noch bedeckt halten soll. Alabas Verbundenheit zu den Bayern spiele hierbei die Hauptrolle, und so will der Spieler angeblich nicht am Selbstverständnis des "Mia san Mia" rütteln, indem er öffentlich einen Wechselwunsch äußert. Vielmehr wolle man sich bald mit den Bayern-Verantwortlichen zusammensetzen, um den Wunsch des Spielers nach einer Luftveränderung kund zu tun. Alleine deshalb sei es selbstverständlich, dass Real Madrid an dem 22-Jährigen dran bleibt, um dann im richtigen Moment zuschlagen zu können.

Der Bericht der "Marca" beruht allerdings auf reinen Spekulationen. Die Faktenlage hat sich nämlich nicht verändert:

Alaba hat bei Bayern einen Vertrag bis 2018, die Bayern würden ihr Juwel nicht bestimmt nicht so einfach ziehen lassen. Und: Alaba fühlt sich wohl bei den Bayern. Das sagt sein Vater (siehe oben), das sagt aber auch er selbst ("Ich fühle mich sehr wohl in München und beschäftige mich nicht mit diesen Dingen"). Und Alaba fühlt sich tatsächlich sehr mit dem FC Bayern verbunden. Das schließt zwar nicht aus, dass der Linksfuß den Verein irgendwann verlassen möchte, aber warum sollte das ausgerechnet in diesem Sommer passieren? Unabhängig davon, ob die Bayern in diesem Jahr in der Champions League was reißen oder nicht: Alaba wird wohl kaum ein Jahr vor der Europameisterschaft, für die er sich mit der österreichischen Nationalmannschaft allem Anschein nach qualifizieren wird, sein gewohntes Umfeld verlassen und sich das Haifischbecken Real Madrid antun.

Und mal abgesehen von den bisher erwähnten Punkten, liebe Spanier: Wenn man als linker Verteidiger spielt und einen Franck Ribéry vor sich hat, dann braucht man doch keinen Cristiano Ronaldo. Oder?

Rubriklistenbild: © AFP

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