Triple-Sieger weiter stark

Europas Topklubs schwächeln: Nur die Bayern marschieren trotz Corona-Spielplan - Flick erklärt, wieso

Corona hat den europäischen Fußball in ein straffes Terminkorsett gezwungen. Viele Top-Klubs straucheln deshalb - nicht so jedoch Triple-Sieger FC Bayern. Woran liegt‘s?

  • Der FC Bayern hat trotz Corona-Spielplan einen starken Saisonstart hingelegt.
  • Anderen Top-Klubs in Europa geht es nicht so rosig.
  • Für Hansi Flick liegt es an der Einstellung.
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München - Siegen ist beim FC Bayern zur Gewohnheit geworden. Seit Hansi Flick das Ruder am 3. November vergangenen Jahres übernommen hat, liest sich die Bilanz wie folgt: 47 Siege, drei Remis, drei Pleiten. Das spiegelt sich wie folgt wider: In der Bundesliga führen die Münchner die Tabelle nach neun Spielen mit zwei Punkten vor dem Samstagsgegner RB Leipzig an, in der Champions League ist der Achtelfinaleinzug als Gruppensieger unter Dach und Fach, im DFB-Pokal wartet Zweitligist Holstein Kiel in Runde zwei. Selbstverständlich? Aber nicht doch!

Wer den Blick über den Kontinent schweifen lässt, bemerkt schnell, dass es sich bei den Bayern nahezu um einen europaweiten Einzelfall handelt. So gut wie nirgends befindet sich der Vorjahresmeister auch in der aktuellen Spielzeit auf dem Durchmarsch. Gerade den Topklubs, die bis in den späten August im Champions-League-Finalturnier mit von der Partie waren, macht der vollgepackte Corona-Kalender zu schaffen. Beispiele gefällig? In Spanien rangiert Meister Real Madrid auf Platz vier hinter Real Sociedad, Atlético Madrid und Villarreal. Sollten die Königlichen kommende Woche in der Königsklasse gegen Gladbach nicht das Achtelfinalticket lösen, droht sogar der Rausschmiss von Trainer Zinedine Zidane.

Wurde in der Champions League geschont, nun soll er wieder knipsen: Robert Lewandowski vom FC Bayern.

Juve nur auf Rang 4 - Liverpool geht auf dem Zahnfleisch

Dasselbe Bild bietet sich in Italien und England: Die Serie A führt der AC Mailand an, Serienmeister Juventus Turin muss sich mit sechs Punkten weniger und Platz vier begnügen. Die Premier League führt derweil Jose Mourinhos Tottenham an, immerhin punktgleich mit Jürgen Klopps Liverpool, das angesichts einer epischen Verletzungsserie bereits auf dem Zahnfleisch geht. Lediglich Paris Saint-Germain führt die Tabelle nach dem Meistertitel auch in der neuen Saison an, die französische Liga wurde aber coronabedingt nicht zu Ende gespielt, sodass die Pariser nach der Titelvergabe am grünen Tisch bis August die Beine hochlegen konnten.

Doch wo liegt das Bayern-Geheimnis? Warum sind die Münchner, die seit Mai – mit Ausnahme von zwei Wochen Sommerurlaub – quasi alle drei Tage ein Spiel zu absolvieren haben, weiterhin auf der Erfolgsspur? Hansi Flick erklärt: „Unser Fokus geht von Spiel zu Spiel und von Training zu Training. Wir müssen alle mit einer Topeinstellung an die Sache gehen. Nach dem 19. Dezember haben wir genügend Zeit, um runterzufahren.“ - José Carlos Menzel López

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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