Franck ist wieder da!

Ribéry strahlt - und droht der Konkurrenz

+
Franck Ribéry beim Torjubel.

München - Franck Ribéry hatte nach dem Sieg gegen Rom ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Das Stehaufmännchen strahlt wieder! Und droht der Konkurrenz.

Nach dem Schlusspfiff hatte er sogar sein Lächeln wiedergefunden. „Meine Kinder haben Spaß damit“, grinste Franck Ribéry, als er auf seinen mittlerweile ziemlich kräftigen Kinnbart angesprochen wurde. Und es stand ihm gut, dieses breite Grinsen, mit dem der Filou seit fast siebeneinhalb Jahren seine Gaudi beim FC Bayern treibt. Stehaufmännchen Ribéry strahlt wieder!

Franck Ribéry beim Torjubel.

In der jüngsten Vergangenheit war dem Spaßvogel leider nicht so häufig zum Lachen zu Mute. Seit Saisonbeginn plagten den Franzosen Patellasehnenprobleme, die er erst im Oktober überwunden hatte. Und als er sich dann vergangene Woche mit 90 starken Minuten gegen den HSV zurückgemeldet hatte, musste er den nächsten Schicksalsschlag verkraften. Kurz vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund verstarb einer seiner Cousins. Direkt nach der Partie flog Ribéry in die Heimat, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Doch auf dem Rasen ließ sich der sensible Supertechniker davon nichts anmerken. Der 31-Jährige rackerte und dribbelte wie zu seinen besten Zeiten, war gegen die Roma bester Münchner (tz-Note 2) und krönte seine Leistung mit dem tollen Treffer zum 1:0 (38.) – und zeigte dann doch Gefühle. Beim Torjubel streckte Ribéry seine Zeigefinger nach oben und blickte in den Himmel. Ein Trauer-Jubel für seinen verstorbenen Cousin.

Bilder und Noten: Chapeau Monsieur Ribéry

Bilder und Noten: Chapeau Monsieur Ribéry

„Das erste Tor war sehr wichtig für uns“, meinte der Torschütze und erklärte: „Wir hatten nicht viel Platz. Rom hat sehr defensiv gespielt, das ist immer schwierig.“ In der Tat boten sich den Bayern kaum Räume in der ersten halben Stunde, die Italiener verbarrikadierten ihr Gehäuse meist mit acht oder neun Akteuren. Doch als Ribéry antrat, kam keiner hinterher: Ein Doppelpass mit Spezl Alaba und der Roma-Riegel war geknackt.

Es war erst seit zweites Spiel von Beginn an in dieser Saison, doch der Monsieur gab zu verstehen: Ich bin wieder da!

So fiel es auch kaum ins Gewicht, dass Arjen Robben Mittwochabend wegen eines Magen-Darm-Infekts kurzfristig passen musste. War es zuletzt meist der Holländer, der mit seinen Sprints die gegnerischen Abwehrreihen schlecht aussehen ließ, könnten er und Ribéry nun in Frankfurt erstmals in dieser Saison wieder das gefürchtete Turbo-Tandem bilden. Der Franzose droht der Konkurrenz schon: „Bis zum letzten Spiel im Dezember wollen wir jetzt alles gewinnen. Das wird nicht einfach, aber wir müssen immer motiviert sein.“

sw, lop

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Neuer Versuch: Zidane will Alaba zu Real locken
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Goretzka: Angeblich gibt es eine Tendenz
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Nach Ancelotti-Trennung: Inter will Vidal im Winter holen
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab
Comeback-Pläne: Ribéry gibt Versprechen ab

Kommentare