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Ballon d‘Or: Lewandowski bricht Schweigen - Bayern-Star schüttet sein Herz aus

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Von: Marius Epp

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Robert Lewandowski meldet sich erstmals nach der Vergabe des Ballon d‘Or an Lionel Messi zu Wort. Spurlos ging der Tag nicht an ihm vorüber.

München - Zunächst ließ Robert Lewandowski andere für sich sprechen. Lothar Matthäus, Oliver Kahn, Jürgen Klopp - alle ergriffen sie das Wort für den polnischen Ausnahmestürmer, nachdem er im Zweikampf mit Lionel Messi um die goldene Trophäe knapp das Nachsehen hatte. Eine Woche später äußert sich Lewandowski selbst dazu. Besser gesagt: Er schüttet sein Herz aus.

„Tief im Inneren habe ich eine Traurigkeit gespürt, die nicht ein oder zwei Tage dauerte, sondern eher länger, und ich bin froh, dass wir in der Woche zu dem Zeitpunkt kein Spiel hatten“, sagte der Stürmer des FC Bayern in der polnischen TV-Sendung Moc Futbolu.

Nur Zweiter beim Ballon d‘Or: Lewandowski meldet sich

Dass Lewandowski die Auszeichnung wichtig ist, war schon länger klar. Das Ergebnis dürfte ihn aber nur noch mehr anstacheln. Letzter Beweis dafür waren seine zwei Tore zum Sieg im Topspiel gegen Borussia Dortmund. Möglicherweise vergibt France Football den Ballon d‘Or für 2020 noch nachträglich an Lewandowski. Maßgeblichen Anteil daran hätte Lionel Messi, der in seiner Rede genau das forderte.

Robert Lewandowski enttäuscht (von hinten).
Robert Lewandowski ist enttäuscht über die Vergabe des Ballon d‘Or. © ActionPictures/imago

„Es ist eine Ehre, gegen Robert zu kämpfen. Jeder weiß, dass du letztes Jahr der Gewinner warst. Ich finde, sie sollten dir den Preis für 2020 noch geben. Du hast ihn verdient und solltest ihn zuhause haben“, sagte der Argentinier. Auch auf diese Aussage reagierte der Pole: „Ich möchte, dass seine Erklärung ehrlich ist und keine leeren Worte sind.“ Der Award fürs letzte Jahr reizt Lewandowski aber nicht besonders. „Ich bin nicht so erpicht darauf, den Preis für 2020 zu bekommen“, sagte er.

FC Bayern: Robert Lewandowski ist „unzufrieden“ mit Ballon-d‘Or-Wahl

Noch immer beschäftigt ihn der zweite Rang bei der prestigeträchtigen Wahl zum besten Fußballer der Welt. „Ich kann nicht sagen, dass ich zufrieden bin. Im Gegenteil: Ich bin unzufrieden mit der Wahl“, betont er.

Gegenüber seinem Kontrahenten hat er jedoch Respekt: „Allein der Umstand, dass ich mich mit ihm messen kann, zeigt mir, wo ich selbst stehe.“ Diese Worte kann man auch als Kampfansage interpretieren. Mal sehen, was Lewandowski für die kommenden Jahre noch im Tank hat. (epp)

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