Transfer- und Beratertheater

Lewandowski erklärt Wechselabsicht: „Mir hat beim FC Bayern einiges nicht gepasst“

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Robert Lewandowski kam 2014 von Borussia Dortmund zum FC Bayern.

Das Transfertheater rund um Robert Lewandowski sorgte für viel Wirbel. Der Torjäger erklärt nun, warum er sich mit verschiedenen Angeboten auseinandersetzte, warum er den Berater wechselte und was er am FC Bayern kritisiert.

München - Seit Monaten beschäftigen Robert Lewandowski und die Gerüchte um seinen möglichen Abgang beim FC Bayern die Diskussionsforen der Fußballfans. Will er den deutschen Rekordmeister verlassen? Geht es ihm nur ums Geld? Bleibt er nur an der Säbener Straße, weil sein Wunschverein Real Madrid nicht angerufen hat? Und was genau wollte er mit dem Berater-Wechsel von Cezary Kucharski zu Pini Zahavi bezwecken?

Lewandowski wollte Bayern zeigen: „Ich kann auch gehen“

Der Bayern-Torjäger weilt aktuell bei der polnischen Nationalmannschaft und gibt sich der heimischen Presse gegenüber wie gewohnt redselig - oder sagen wir: redseliger als gegenüber deutschen Medien. Im Interview mit Sportowe Fakty erläutert Lewandowski seine Sicht auf das Transfertheater - und macht seinem aktuellen Arbeitgeber Vorwürfe.

"Ich hatte einige Angebote von verschiedenen Vereinen. Als ich gemerkt habe, dass in den Medien und zwischen den Vereinen ein seltsames Klima herrscht, habe ich mich dazu entschieden, über meine Angebote zu sprechen. Ich habe damit signalisiert: Wenn so vielen Leuten bei mir was nicht passt, kann ich auch gehen." Schon mehrfach hatte sich der 30-Jährige über fehlende Rückendeckung der Bosse gegenüber aufkommender Kritik beklagt.

„Mir hat bei Bayern einiges nicht gepasst und ich musste das ansprechen und klären“, so Lewandowski, der aber betont, dass ein Weggang nie ein Thema war: "Ich wusste, dass die Antwort - egal, bei welchem Angebot - heißen wird: 'Nein, nein und nein.'" 

Lewandowski: Beraterwechsel hatte mit möglichem Abgang nichts zu tun

Der Tausch seines Beraters habe aber nichts mit seinen Wechselambitionen zu tun gehabt. "Ich habe meinen Agenten nicht deshalb getauscht. Ich habe mich in München immer wohl gefühlt. Und der Wechsel meines Agenten war nicht plötzlich oder spontan. Es geschah vor eineinhalb Jahren, nur erschien die offizielle Information erst im März in den Medien." Kucharski selbst hatte vor kurzem andere Gründe für den Beraterwechsel vorgebracht.

Dass die Verantwortlichen ihn quasi zum Bleiben zwangen, hat Lewandowski akzeptiert und abgehakt: "Ich fühle mich hier gut, von einer Enttäuschung kann ich nicht sprechen. Ich bin bei einem der größten Klubs der Welt." Zwar sei die "weltweite Popularität" der Bayern im Vergleich zu anderen Topklubs geringer. Dennoch ist für ihn klar: "Wäre ich hier nicht glücklich, hätte ich ein Problem. Ich werde weiterhin für die größten Ziele kämpfen."

Uneingeschränkte Sympathie schlägt dem Angreifer jedoch weder aus Fan- noch aus Expertenkreisen entgegen. Gerade erst hatte Lothar Matthäus Lewandowski und einem FCB-Kollegen Egoismus und Respektlosigkeit unterstellt. 

Heute Abend muss Lewandowski im Nations-League-Spiel gegen Portugal ran. Wie Sie die Partie Polen gegen Portugal live verfolgen können, lesen Sie bei *tz.de.

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