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Lewandowski kontert Reporter nach Leverkusen-Gala: „Meinst du im Training?“

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Von: Florian Schimak

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Lucas Hernandez (Bayern Muenchen), Robert Lewandowski (Bayern Muenchen) klatschen nach dem Abpfiff.
Robert Lewandowski erzielte gegen Bayer Leverkusen wieder zwei Treffer. © IMAGO / Team 2

Der FC Bayern kämpfte am Sonntagmittag bei Bayer Leverkusen im direkten Duell mit der Werkself um die Tabellenspitze. Wir fassen für Sie die Stimmen zur Partie zusammen.

Leverkusen/München - Wenn der FC Bayern auf Bayer Leverkusen trifft, kann man eigentlich immer mit Spektakel rechnen. In der jüngsten Vergangenheit waren die Partien zwischen dem Rekordmeister und der Werkself meist absolute Hochkaräter. Auch dieses Mal war dem so.

Mit 5:1 (5:0) ballert der FCB die Werkself aus der BayArena und übernimmt somit wieder die Tabellenführung in der Bundesliga. Genügend Gesprächsbedarf gab es daher in jedem Fall.

Wir fassen für Sie die Stimmen zum Topspiel auf DAZN zusammen.

Robert Lewandowski (FC Bayern) nach der Partie über ...

.... die Leistung: „Fünf Tore in 45 Minuten, das zeigt, was wir für einen tollen Fußball gespielt haben. Wir wollten nach dem ersten und dem zweiten Tor nachlegen und haben nicht zurückgeschaltet. Danach war klar, dass wir die drei Punkte mitnehmen. Im zweiten Durchgang haben wir‘s dann locker runtergespielt.“

... seine angeblichen vier Partien ohne Treffer: „Welche vier Spiele? Meinst du im Training? (lacht). Mich persönlich freut es ja fast schon, wenn die Leute schauen, wann ich das nächste Tor schieße. Das zeigt, welche Erwartungen sie an mich haben. Manchmal gibt‘s so Phasen, da fällt dir der Ball nicht vor den Fuß, da muss man geduldig bleiben. Heute hat es wieder zwei Mal geklappt.“

Joshua Kimmich (FC Bayern) nach der Partie über ...

... die starke Leistung und ob er die dem Team so zugetraut hat: „Ich habe uns eine solche Partie zugetraut, die ersten 15 Minuten fand ich gar nicht so gut. Aber dann war‘s natürlich gigantisch.“

... die Gründe für die Gala: „Die Raumaufteilung war richtig gut. Vor allem hinter den Sechsern des Gegner mit Leon, Leroy oder Thomas. Dadurch haben wir Tempo ins Spiel bekommen.“

... sein Tape am Fußgelenk und ob man sich Sorgen machen müsse: „Nein, nein. Das ist nur Alibi.“ (lacht)

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) nach dem Spiel über...

... seine Einschätzung zur Partie: „Wir können in der ersten Hälfte sogar zwei, drei Tore mehr machen. Wir hatten unglaublich viele Möglichkeiten. Im zweiten Durchgang läuft ein Spiel dann so, wie es eben läuft, wenn man mit 5:0 führt.“

... die Gründe für den deutlichen Erfolg: „Unser komplettes Vier-Mittelfeld hat ein herausragendes Spiel gemacht. Leon hatte heute eine etwas ungewohnte Position, aber er war ein Schlüsselspieler und kam immer wieder in die Rote Zone.“

... die Hoffnung auf viel Ballbesitz, die sich dann auch erfüllt hat: „Wir hatten in den ersten Minuten keinen guten Start ins Spiel, aber die Jungs sind so gepolt, dass sie immer Ballbesitz haben wollen.“

Lukas Hradecky (Torwart, Bayer Leverkusen) nach der Partie über ...

... das Spiel: „Wir haben die tolle Stadionstimmung nicht verdient mit dieser Leistung, ganz klar. Das Spiel war in der Halbzeit schon beendet. Ich bin froh, dass sie in der zweiten Hälfte kein Tor gemacht haben. Wir müssen uns fragen, ob jeder alles gegeben hat. Wir hatten uns viel vorgenommen, aber dann hatten wir eine ganz, ganz schreckliche Anfangsphase.“

Julian Nagelsmann (Trainer, FC Bayern) vor der Partie über ...

... seine Gefühlslage vor dem ersten Topspiel: „Es sind besondere Spiele, wenn es gegen einen Gegner geht, der bislang eine tolle Saison gespielt hat und auch ansehnlichen Fußball unter dem neuen Trainer spielt.“

... die Ausrichtung, um Bayers Tempo-Fußball zu stoppen: „Wir wollen keine eigenen Ballverluste haben und brauchen dafür eine gute Ballsicherheit im letzten Drittel. Leverkusen hat mit Flo Wirtz einen herausragenden Spieler, der die Außen klasse in Szene setzt. Das wollen wir unterbinden.“

... die Aufstellung: „Wir wollen der Elf vom letzten Bundesliga-Spiel eine Chance geben, damit sie es etwas besser machen. Auch wenn Stanisic jetzt bei der Nationalmannschaft stark gespielt und Coco (Corentin Tolisso, Anm. d. Red.) wieder fit ist, dahingehend gab es aber auch Überlegung.“

Oliver Kahn (Vorstandsvorsitzender, FC Bayern) vor der Partie über ...

... die Psyche vor dem Topspiel: „Die Psychologie spielt eine Rolle, aber zunächst einmal muss man den Gegner analysieren. Wir wissen, dass Bayer sehr viel schnelle Spieler hat. Wichtig ist, dass wir einen klaren Plan haben, um gegen sie heute zu gewinnen.“

... die Führungsspieler beim FCB: „Die Jungs sind so erfahren, denen muss man jetzt nicht mehr erklären, um was es heute geht. Heute wir wichtig sein, in der einen oder andere Situation ein Zeichen zu setzten. Bei uns verteilen sich die Führungspieler über unsere Achse, davor profitieren wird.“

... ein mögliches Interesse an Super-Talent Flo Wirtz: „Im Grunde macht das nicht viel Sinn, mich nach Namen in anderen Mannschaften fragen. Wohin soll das führen? Wir müssen uns mit uns beschäftigen, unser Kader ist sehr, sehr stark.“

... die juristischen Probleme von Lucas Hernandez: „Wir haben uns viel mit dieser Siutation beschäftigt, aber das ist eine private Sache. Es geht um juristische Verfahren, im Rahmen dessen, werden wir uns nicht äußern. Es gibt Spieler, die in solch einer Situation wenig Lust auf Fußball haben. Andre aber sehen das als Ablenkung. Man kann sich auf Lucas in jeder Situation verlassen und hoffen, dass er die Probleme die nächsten 90 Minuten ad acta legen kann.“

Rudi Völler (Geschäftsführer Sport, Bayer Leverkusen) vor dem Spiel über ...

... das Gefühl, den FC Bayern schlagen zu können und die Tabellenführung zu übernehmen: „Es würde sich sicherlich gut anfühlen, aber es ist erst der 8. Spieltag. Wir aber sind selbstbewusst, auch wenn die Bayern eher selten zwei Spieler hintereinander verlieren. Es müssen schon viele Dinge zusammen kommen, dass die Bayern mal verlieren. Aber wir hoffen, dass wir heute so einen Tag erwischen.“

... die Entwicklung der Werkself: „Wir haben gegen den BVB schon gezeigt, dass uns nichts so schnell umwirft. Heute können wir auch einen Treffer kassieren, aber dann müssen wir nach vorne schauen und wiederum selbst einen Treffer erzielen. Dafür haben wir die Qualität. Die Mannschaft ist stabiler geworden im Vergleich zum letzten Jahr. Die Mannschaft zweifelt nicht mehr an sich, das hat man gegen den BVB gesehen.“

Während der FC Bayern nach der Machtdemonstration im Rheinland obenauf ist, herrscht jedoch nicht im gesamten Kader Zufriedenheit. (smk)

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