Das kommt nicht so häufig vor

Rummenigge erklärt: Triple ist wie die Blaue Mauritius

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Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit dem Champions-League-Henkelpott.

München - Das Selbstverständnis des FC Bayern München schreit lauthals nach dem Triple. Aber Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erläutert, wie schwierig dieses Ziel ist.

Rein musikalisch hält beim FCB ja bereits seit geraumer Zeit Rafinha die Zügel in der Hand. Auch in Dortmund war der Brasi-DJ an den Reglern und hatte nach Schlusspfiff im Signal Iduna Park einmal mehr den passenden Kabinentrack parat. Durch den Innenraum dröhnten die Bässe von Nicky Jams Latino-Hit Travesuras, zu deutsch: die Streiche. Passte eigentlich, schließlich lautete nach der Nullnummer zwischen BVB und FCB und dem somit bei fünf Zählern bleibenden Abstand zwischen Rotweiß und Schwarzgelb die Frage: War das nun der entscheidende Streich der Münchner auf dem Weg zur Meisterschaft? Hat Bayern 0:0 gewonnen und Dortmund 0:0 verloren?

Natürlich nicht. Zumindest wenn man sich mal im Kreise des Tabellenführers umhörte. Den „Super-GAU“, der laut Matthias Sammer im Falle einer Pleite eingetreten wäre, habe man zwar „verhindert“. Recht erleichtert schien der Münchner Sportvorstand aber nicht, was aber nur bedingt mit der Partie in Dortmund zu tun hatte. „Wenn wir wieder in den Mainz-Modus verfallen, wird es sicher noch mal eng“, mahnte der Chefmahner und rief den Spielern damit die 1:2-Pleite vom Mittwoch ins Gedächtnis. Sammer weiter: „Das sollten wir uns nicht erlauben, dafür ist Borussia Dortmund in dieser Saison zu stark. Es sind noch neun Spiele, und ich gehe davon aus, dass sie sieben bis acht gewinnen werden. Daher ist klar, was wir tun müssen. Wir haben eine gute Ausgangsposition. Wir sind auch selbstbewusst genug. Aber unter der Woche waren wir leichtsinnig, und Leichtsinn können wir nicht gebrauchen.“

FC Bayern München: "Vollkatastrophe" verhindert

Die „Vollkatastrophe“, wie Sammer die Pleite gegen Mainz titulierte, hätte zur nächsten „Katastrophe“ (Neuer) führen können, wenn die Bayern auch im Westen verloren hätten und der Acht-Zähler-Vorsprung auf Schwarzgelb innerhalb von 70 Stunden auf zwei Pünktchen geschrumpft wäre. „Der Druck war schon mehr auf unserer Seite“, hielt Sammer fest, ehe er – soll auch mal vorkommen – zur Lobeshymne auf die Mannschaft ansetzte. „Wir mussten dieses Momentum drehen, damit es zumindest pari bleibt, und das hat die Mannschaft auf fantastische Art und Weise gezeigt.“ Und weiter: „Wir haben innerhalb der Woche die richtigen Lehren gezogen, und so haben wir eine große Chance, um Meister zu werden.“

Bis zur „magischen Vier“, wie Sammer selbst die vierte Schale in Folge tituliert hatte, ist es aber noch ein Weilchen hin. Neun Spiele, um genau zu sein, also 27 Punkte, die das Gefüge in der Tabelle noch gehörig durcheinanderwerfen können. „Es bleibt spannend“, reihte sich Müller in die Riege der Mahner ein. „Wir stehen bei jedem Bundesliga-Spiel unter Druck. So müssen wir auch in die nächsten Partien gehen. Die restlichen Spiele sind wie kleine Finals.“ Xabi Alonso sagte: „Wir haben jetzt etwas Spielraum für Fehler. Dortmund ist aber in der Lage, alle restlichen Spiele zu gewinnen. Es ist nichts entschieden.“ Das sah auch Philipp Lahm so: „Wir haben die fünf Punkte Abstand gehalten. Es sind noch neun Spiele und es ist noch ein langer Weg. Aber wir haben alles in der eigenen Hand.“

Was der Kapitän im Mai alles in Händen hält, bleibt also erst mal abzuwarten. Fakt ist: Das bayerische Selbstverständnis (Mia san mia…) schreit lauthals nach dem Triple, hier wartete Karl-Heinz Rummenigge aber mit einer durchaus treffenden Metapher auf. „Das ist selten. Fast so selten wie eine Blaue Mauritius“, so der Bayern-Boss in Anspielung an eine der wertvollsten Briefmarken der Welt. „Wir werden sehen, was am Ende des Tages an Silberware auf dem Tisch steht. Ich würde es Pep Guardiola und dem FC Bayern wünschen.“ Und DJ Rafinha, der wieder Travesuras auflegen könnte. Dreimal.

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