Beim Bankett

Rummenigge: Sein Weihnachtswunsch für Hoeneß

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Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, und Vereins-Boss Uli Hoeneß

Marrakesh - Trotz aller Triumphe war die Feierlaune der Bayern am Samstag etwas getrübt: Denn die Steueraffäre um Hoeneß lastet schwer auf der Mannschaft. Rummenigge sprach das konkret an.

Es war die perfekte Idee, um wieder etwas Lockerheit in diesen Abend zu bringen. Der Mann an der Musik legte eine orientalische Platte auf, und vom Haupteingang kamen vier freudestrahlende Bauchtänzerinnen in den edlen Ball-Saal des Four Season Marrakesch. Die Taillen der Damen kamen in Bewegung, die Köpfe der Männer an den Tischen wippten mit. Klatschen, Anstoßen, die Gäste um das Ehrenpublikum wie Wolfgang Niersbach oder auch Franz Beckenbauer tauten wieder auf und begannen zu feiern. Schließlich war es geschafft, der FC Bayern hat sich durch ein 2:0 gegen Raja Casablanca zur besten Mannschaft der Welt gekürt, der FC Bayern ist Weltmeister!

Und doch wurde es zu Beginn des Banketts, um 0.45 Uhr Ortszeit, zunächst ganz andächtig und emotional. Nach ein paar einleitenden Worten von Moderator Stephan Lehmann nahm Karl-Heinz Rummenigge das Mikrofon, dankte der Mannschaft, Ex-Trainer Jupp Heynckes und Neu-Trainer Pep Guardiola und schloss dann mit sehr ernsten Worten. Rummenigge: „Ich habe einen einzigen Wunsch, und der ist nicht sportlicher Natur. Ich habe keine Sorge, dass wir im nächsten Jahr nicht guten, qualitativen und erfolgreichen Fußball spielen. Ich habe nur einen einzigen Wunsch: Lieber Uli, und schon werde ich etwas schwach in der Stimme, ich habe nur einen Wunsch: Dass die Geschichte für Uli Hoeneß gut ausgeht!“

Pressestimmen: "Aller guten Dinge sind fünf!"

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Daily Mail (Großbritannien): "Bayern gewinnt WM mit den Torschützen Dante und Thiago und holt das Quadruple" © Screenshot
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Der Vorstandsboss hatte einen Nerv getroffen, es gab Applaus im weiten Saal. Und natürlich wollte auch Präsident Uli Hoeneß nicht einfach so zur Feierordnung übergehen. Er brauchte eine gute Minute für die folgenden Worte. Hoeneß: „Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, ich habe ja lange gar nichts gesagt. Ich möchte sagen, dass ich unheimlich stolz bin auf den Verein, auf die Mannschaft. Ihr habt diesem Verein alle Ehre gegeben, ihr habt diesen Verein in die Welt hinausgetragen, wie es noch nie einem anderen Verein gelungen ist. Wo wir auch hingekommen sind, wir hatten als deutscher Verein ja doch gewisse Probleme, denn die Engländer, die Spanier waren uns ja immer voraus. Aber das ist in einem Jahr alles egalisiert worden! Ich bin ganz sicher, dass ihr mit dieser Leidenschaft, mit dieser Kameradschaft, mit diesem Spaß, den ihr habt, den ihr vermittelt, einen wahnsinnigen Beitrag geleistet habt, dass dieser Verein ganz oben steht. Wir sind im Moment der beste Verein der Welt. Und ich bin stolz, Präsident dieses Vereins zu sein. Danke.“ Wieder Applaus.

Nun mussten die anderen den Dreh finden, den Party-Schalter. Und sie schafften es. Thomas Müller und Hermann Gerland machten gleich mal beim Bauchtanz mit, Dante stieg bei den ersten südamerikanischen Klängen ein, Philipp Lahm hatte es bei Macarena gepackt.

Es wurde der perfekte Abschluss eines perfekten Jahres. Da konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass der letzte Gegner nicht ansatzweise ans FCB-Niveau herankam. Lahm sagte: „Die Qualität des Gegners schmälert die Freude über den Titel kein bisschen!“ Und Matthias Sammer meinte: „Wir sind Klub-Weltmeister – das klingt super! Ich bin froh, dass wir den Titel haben. Ansonsten: Heute gibt es auch einfach mal nix zu erklären!“

Auch die Spieler wollten nicht mehr viel zerreden, Thomas Müller fragte süffisant: „Was soll ich sagen? Soll ich den Wettbewerb niederreden?“ Nein, dass der marokkanische Klub kein Gewicht hatte, sollte die Feier nicht stören. Letztlich fiel die gesamte Wochen-Bilanz mehr als positiv aus. Chef-Asket Matthias Sammer, der sich unter dem Gejohle der Mannschaft einen Schnaps genehmigte, lobte vor allem die Marokkaner. „Es war eine Gastfreundschaft spürbar, eine Liebe, eine Wärme, das habe ich selten erlebt“, sagte der Sportvorstand – und erlebte sie dann noch einmal. Beim Bankett so gegen 0.45 Uhr.

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Von Michael Knippenkötter

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