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Didi Hamann sieht beim FC Bayern „Krisenherde“ - TV-Experte fordert: „Isolierter“ Mané auf die Bank

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Von: Vinzent Fischer

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Didi Hamann (rechts) sieht beim FC Bayern „einige Krisenherde“ - Sadio Mané wirkt auf den Sky-Experten „isoliert“.
Didi Hamann (rechts) sieht beim FC Bayern „einige Krisenherde“ - Sadio Mané wirkt auf den Sky-Experten „isoliert“. © IMAGO / NurPhoto / Revierfoto

FC-Bayern-Star Sadio Mané steht in der Kritik. Experte Didi Hamann sieht beim Senegalesen Integrationsprobleme - und fordert eine radikale Maßnahme.

München - Der FC Bayern gibt aktuell ein gemischtes Bild ab. Während der Rekordmeister in der Champions League jeweils mit 2:0 bei Inter Mailand und gegen den FC Barcelona gewinnen konnte, blieb das Team um Trainer Julian Nagelsmann (35 in der Bundesliga zuletzt dreimal in Folge ohne Sieg. Grund genug, dass von Experten erste kritische Stimmen laut werden. Vor dem Duell der Bayern beim FC Augsburg (0:1) äußerte sich Didi Hamann (49) über seinen Ex-Klub.

FC Bayern: Zu viele Top-Spieler? TV-Experte Hamann mit ungewöhnlicher Analyse

Er sieht den Bayern-Kader auch nach dem Abschied von Torgarant Robert Lewandowski (34) so stark aufgestellt wie noch nie. Doch das hat laut Hamann auch Schattenseiten. „Vielleicht haben sie sogar ein oder zwei Top-Spieler zu viel. Ein Kader mit zu vielen guten Spielern birgt eine Gefahr“, erklärt er im Interview mit Web.de. Das Gesicht des Negativ-Trends ist für Didi Hamann ausgerechnet Sadio Mané (30).

Sadio Mane
Geboren: 10. April 1992 in Bambali, Senegal
Marktwert: 70 Millionen Euro
Positionen: Linksaußen, Rechtsaußen, Mittelstürmer

Für 32 Millionen Euro wechselte der Top-Star vom FC Liverpool an die Säbener Straße, wo er in die Fußstapfen von Robert Lewandowski treten soll. Zwar liest sich die Bilanz mit fünf Treffern aus zehn Spielen nicht schlecht, doch seit nunmehr vier Spielen wartet Mané jetzt schon auf ein Tor. Der Senegalese gab den Fans nach dem Spiel gegen den FC Barcelona deshalb sogar ein Versprechen zur Besserung.

„Das muss der FC Bayern in den Griff bekommen“: Hamann stänkert gegen Nagelsmann

„Er ist nicht integriert“, moniert Didi Hamann. „Von Mané spricht momentan niemand. Er wirkt isoliert und nimmt kaum am Spiel teil. Das muss der FC Bayern in den Griff bekommen“, fordert er weiter. Als Grund dafür sieht der TV-Experte die Positionen, auf der Mané eingesetzt wird. In Nagelsmanns 4-2-2-2 kam der Top-Star meist im Sturmzentrum zum Einsatz. „Das ist nicht seine Position. Jetzt nimmt er diese Position auch beim FC Bayern ein“, stänkert Hamann und führt weiter an: „Er macht auf mich keinen glücklichen Eindruck.“

Video: Nagelsmann zu Mané - „Hat mein vollstes Vertrauen“

Sein Trainer Julian Nagelsmann springt dem Top-Star zur Seite. „Er hat mein vollstes Vertrauen“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel. Dennoch hat der 35-Jährige das System angepasst und Mané bereits am Dienstag auf die Außenbahn beordert. „Das hat er gegen Barcelona schon gut gemacht, das probieren wir heute nochmal“, erklärte Nagelsmann vor dem Duell gegen den FCA bei Sky.

FC Bayern: Nagelsmann verteidigt Mané - Hamann fordert trotzdem: Top-Star muss auf die Bank

Der Bayern-Trainer macht sich um seinen Schützling keine Sorgen. „Er ist ein großartiger Spieler. Er braucht etwas Zeit, es ist hier vieles anders als in England. Neue Sprache, er muss auf der anderen Seite Auto fahren. Ich bin überzeugt, er wird sich hier top akklimatisieren“, so Nagelsmann weiter. Vielleicht hilft dabei auch das neue Upgrade auf dem Trainingsgelände des FC Bayern.

Hamann reicht das dennoch nicht. Er fordert von Julian Nagelsmann: „Ich finde, dass man auch Mané einmal auf die Bank setzen müsste, wenn er weiterhin so wenig Anteile am Spiel der Bayern hat.“ Dem FC Bayern drohe nach dem Experten Ungemach. „Ich glaube, dass der FC Bayern noch einige Thematiken zu lösen haben wird. Der große Kader, Mané – es gibt einige Krisenherde, die schnell eskalieren können.“ (vfi)

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