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Mané-Transfer, und dann? Leroy Sané und Serge Gnabry droht eine schwere Saison

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Von: Antonio José Riether

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Für Leroy Sané und Serge Gnabry könnte die kommende Saison im Falle einer Verpflichtung von Liverpool-Star Sadio Mané besonders schwer werden.

München - Der Transfersommer ist noch jung, doch FC Bayern arbeitet bereits intensiv an einem hochkarätigen Transfer. Sadio Mané vom FC Liverpool soll für kommende Saison verpflichtet werden. Das erste Angebot des Rekordmeisters für den senegalesischen Linksaußen wurde zwar abgelehnt, dennoch deutet vieles auf eine Einigung innerhalb des Transferfensters hin. Für zwei Bayern-Flügelspieler könnte die Mané-Verpflichtung weitreichende Folgen haben.

Sadio Mané
Geboren: 10. April 1992 Sedhiou (Senegal)
Bisherige Klubs: Génération Foot, FC Metz, RB Salzburg, FC Southampton, FC Liverpool
Spiele für den FC Liverpool: 269 (120 Tore, 48 Vorlagen)
Spiele für den Senegal: 86 (28 Tore, 20 Vorlagen)

Mané-Transfer zum FC Bayern in Arbeit - hohe Wahrscheinlichkeit für Stammplatz

Sollte der Liverpool-Star tatsächlich an die Isar wechseln, wird Trainer Julian Nagelsmanns künftig wohl nicht drum herumkommen, ihm einen Stammplatz auf der linken Offensivseite zu geben. Der Chefcoach setzt auf rechts auf Kingsley Coman, er soll viel vom Franzosen halten. Coman, der seit der vergangenen Saison auch dem Mannschaftsrat abgehört, ist besonders aufgrund seiner langfristigen Vertragsverlängerung bis 2027 eine feste Größe in Nagelsmanns Team. Die Leidtragenden dieses Umstands sind Leroy Sané und Serge Gnabry.

Leroy Sané (l.) und Serge Gnabry (r.) können in der nächsten Saison wohl einen größeren Konkurrenzkampf erwarten.
Leroy Sané (l.) und Serge Gnabry (r.) können in der nächsten Saison wohl einen größeren Konkurrenzkampf erwarten. © Frank Hoermann/imago-images

Mané-Verpflichtung bedeutet für Leroy Sané direkte Konkurrenz - nimmt er den Zweikampf an?

Für Sané war die abgeschlossene Saison bereits problematisch. Leistungstechnisch erwartete sich die Vereinsführung deutlich mehr vom Nationalspieler, der auch in seiner zweiten Saison in München nicht den Sprung zum absoluten Leistungsträger machte. Der 26-Jährige musste sich folglich hinter der Konkurrenz einreihen und spielte oftmals nicht auf seiner linken Außenbahn, sondern halblinks oder auf der zentraleren Position hinter der Sturmspitze.

Dem nominellen Linksaußen könnte bald mit Sadio Mané ein Konkurrent von Weltklasse-Format vor die Nase gesetzt werden, was seine Situation wohl nicht verbessern dürfte. Der Essener, der beim FC Bayern noch mit einem Vertrag bis 2025 ausgestattet ist, wird den Konkurrenzkampf auf seiner Position wohl oder übel annehmen müssen.

Mané-Wechsel macht Druck auf Gnabry - FCB-Bosse wollten ihm wohl eine Deadline setzen

Auch für Serge Gnabry wird die kommende Saison nicht einfach - auch angesichts seiner Vertragssituation. Die Vereinsführung legte dem Stuttgarter bereits ein Angebot vor, doch der 26-Jährige nahm es bislang noch nicht an. Da die Verantwortlichen laut Medienberichten wohl kein höheres Gehalt als die bereits ausgeschlagenen 19 Millionen Euro pro Jahr bieten werden, steht sogar ein Wechsel im Sommer im Raum. Intern wurde sogar darüber nachgedacht, die Offerte für Gnabry zurückzuziehen, wie Bild berichtet. Gleichbedeutend wäre dem Nationalspieler eine Deadline auferlegt worden, wie damals bei David Alaba.

Um einen weiteren ablösefreien Abgang, wie den von David Alaba oder Niklas Süle zu verhindern, würden die Bayern nach wie vor gerne mit Gnabry verlängern. Für den Rechtsaußen wird es aufgrund des Mané-Wechsels und der gefestigten Rolle von Kingsley Coman aber erheblich unangenehmer. Hinzu komm der Flirt mit Real Madrid, den Gnabry zuletzt intensivierte. Dem Schwaben könnte bei einem Verbleib in München also ebenfalls eine schwere Saison drohen. (ajr)

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